Dem Range-Breakout mit einem Expansion Pivot long gezielt folgen

Liebe Kurzfrist-Trader,

am amerikanischen Aktienmarkt sehen wir seit einigen Wochen eine Aufwärtsbewegung, welche zeitnah in einer Stabilisierung münden dürfte. Als kurzfristig orientierter Marktteilnehmer konnte man lange Zeit mit geeigneten Chart-Setups an dieser Bewegung partizipieren. Dabei ging es nicht darum, unnötig komplizierte Handelssignale zu nutzen. Nein, es war viel einfacher, man musste nur auf das Trade-Radar blicken und sich die Handelsmuster herauspicken, welche mit hohen Echtzeit-Trefferquoten überzeugt haben. Eines dieser Setups war das von Jeff Cooper entwickelte Expansion Pivot long. Ich möchte dieses Signal nun an dem Beispiel präsentieren, welches ich am 07. Januar in der Live Trading Sektion unter der Rubrik “Kurzfrist-Trading Strategien” vorgestellt habe. Doch zuvor wollen wir noch einen Blick auf das aktuelle Trade-Radar werfen, um zu schauen, ob dieses Chartmuster auch heute, am 22. Januar noch gut funktioniert.Ein erster Blick auf das Trade-Radar verrät uns, dass die Echtzeit-Trefferquote des Signals bei den USA 2000 auf Sicht von 20 Handelstagen momentan bei 85% liegt. Das Expansion Pivot long wird rechts unter den Range-Breakouts angezeigt. Mit einem Klick auf das Handelsmuster öffnet sich die folgende Abbildung. Sie zeigt uns die Aktien an, welche in den letzten 20 Tagen das Handelssignal getriggert haben und welche momentan in unmittelbarer Nähe zu der Trigger-Marke liegen. Zudem können wir die Echtzeit-Trefferquote genauer einschätzen, weil wir sehen, dass momentan 91 Aktien im Buchgewinn und nur 16 Aktien im Buchverlust notieren. Folglich wurde das Chartmuster in den letzten 20 Handelstagen 107 Mal getriggert.Handelssignal Expansion Pivot long

Das Handelssignal Expansion Pivot arbeitet ähnlich wie der “Expansion Breakout” mit einer Ausdehnung der Handelsspannen. Jeff Cooper begründet den Sinn des “Expansion Pivot” Musters damit, dass es aufzeigt ob institutionelle Investoren in eine Aktie rein- oder rausdrängen. Cooper entwickelte die Strategie, weil er jahrelang beobachtet hatte, dass Aktien häufig für eine gewisse Zeit um ihren 50-Tage-Durchschnitt verweilen, und dann plötzlich nach oben schießen oder nach unten durchgereicht werden.

Die genauen Kriterien für das Muster Expansion Pivot sind:

1. Heute muss die Handelsspanne größer sein als in den vergangenen neun Börsentagen.
2. Gestern oder heute muss die Aktie noch unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt gehandelt haben und dann ruckartig steigen.
3. Der Einstieg in die Position erfolgt morgen, 1/8 Punkt (=0,125%) oberhalb des Höchstkurses des Ausbruchtages.
4. Die Absicherung erfolgt 1 Punkt (= 1%) unter dem Schlusskurs des Ausbruchstages.

Tipps für die Anwendung

Mit dem Expansion Pivot ist es möglich, das Ende einer Seitwärtsbewegung ausfindig zu machen. Eine große Handelsspanne ist oft ein Hinweis darauf, dass institutionelle Marktteilnehmer aktiv sind. Zum Beispiel, weil ein großer Verkaufsauftrag, der die Aktie am Boden gehalten hatte, endlich komplett abgewickelt wurde oder weil ein Großinvestor den Einstieg sucht. Das Handelsvolumen spielt bei diesem Handelssignal eine wichtige Rolle. Hohe Umsätze unterstützen die Aussagekraft des Signals.

Beispiel Match Group

Am 07. Januar 2019 hat sich die Aktie der Match Group (MTCH) für einen Expansion Pivot long in Stellung gebracht. Das Unternehmen ist vor allem durch seine betriebenen Dating-Plattformen bekannt geworden. Zu den Produktmarken des Unternehmens zählen Match, OkCupid, PlentyOfFish, Tinder, Meetic, Twoo, OurTime, BlackPeopleMeet und FriendScout24. Es arbeitet in den folgenden Segmenten: Dating und Nicht-Dating. Das Dating-Segment bietet Dating-Produkte. Das Non-Dating-Segment bietet eine Vielzahl von Schulungsangeboten an, darunter Testvorbereitung, Nachhilfeunterricht und Hochschulberatungsdienste.

Charttechnisch kam die Aktie zuletzt am 07. November 2018 unter Druck, nachdem man am Vorabend die Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht hatte. Bei einer genaueren Betrachtung wird allerdings ersichtlich, dass die Quartalszahlen über den Erwartungen der Analysten lagen und lediglich die Kürzung der Dividende negativ hervor stach. So erzielte die Match Group EPS in Höhe von $0.39 (Analystenkonsens: $0.36) und einen Umsatz in Höhe von $443.943M (Analystenkonsens: $436.62M).

Am 04. Januar konnte die Aktie sich dynamisch nach oben kämpfen und dabei den GD 50 überschreiten. Als sie dann am Folgetag, dem 07. Januar um 0,125% über das Tageshoch vom letzten Handelstag bei 43,80 USD gestiegen ist, wurde das Kaufsignal getriggert und eine Position konnte eröffnet werden. Nach der Positionseröffnung konnte der Trade theoriegemäß 1% unter dem Schlusskurs von Freitag (43,05 USD) abgesichert werden. Wie im Chartbild zu erkennen ist, lief die Aktie zunächst seitwärts bevpr eine dynamische Rallybewegung startete, welche die Match Group steil nach oben gezogen hatte.
In der TraderFox Software können Trefferquoten und Kandidaten eines Expansion Pivot long im Trade-Radar in Echtzeit verfolgt werden. Schon vor Handelsbeginn werden dort die Kandidaten identifiziert, welche unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit. Meine persönlich erstellen Analysen und aufbereiteten Charts habe ich in meiner TraderFox-Cloud geteilt.

Mit dem KickOff short direkt am Momentum eines Abwärtstrends partizipieren

Liebe Kurzfrist-Trader,

der deutsche Aktienmarkt befindet sich seit rund sieben Monaten im Korrekturmodus. Wenn die Kurse so lange überwiegend in nur eine Richtung tendieren, kann von einem Trend gesprochen werden. Um in einem solchen Trend den richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt zu finden, gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Ein potenzielles Hilfsmittel hierfür können Handelsstrategien sein, welche einem strikten und wiederkehrenden Regelwerk folgen.

Um die passenden Chartmuster in jeder Marktphase zu finden, nutzen wir das Trade-Radar. Dieses gibt uns zum Beispiel für alle Werte aus der Deutschland Prime (TF) Kursliste die Echtzeit-Trefferquoten für verschiedene Handelsansätze. Im Trade-Radar wird dann zudem farblich hervorgehoben, ob die Trefferquoten momentan attraktiv oder unattraktiv sind. Bei einer Erfolgswahrscheinlichkeit von mindestens 50% wird das Kästchen neben dem Chartsignal grün eingefärbt. Damit erscheint das Handelssignal zum aktuellen Zeitpunkt interessant. Wenn die Trefferquoten hingegen unter 50% liegen, wird das Kästchen rot eingefärbt und wir wissen sofort, dass dieses Chartmuster momentan nicht allzu gut funktioniert.Verkaufssignal KickOff short

Mit dem Handelssignal KickOff short kann der Anleger auf die Trendfortsetzung nach einem Range-Breakout spekulieren. Dieses Signal geht davon aus, dass eine gestartete Abwärtsbewegung sich im Laufe der Zeit aufgrund des negativen Momentums auch zukünftig fortführen wird. Es ergibt sich dabei sogar die Möglichkeit, dass eine bereits laufende Abwärtsbewegung eine neue Dynamik entwickelt und die Kurse stark in die Tiefe gezogen werden.

Kurzfristig orientierte Anleger können eine solche Verkaufsgelegenheit nutzen, um sich auf der Short-Seite zu positionieren. TraderFox hat hierzu einen Handelsansatz entwickelt, welcher einem klaren Regelwerk folgt.

Die Kriterien für ein gültiges KickOff short Signal sind:
1. Die Aktie notiert unterhalb der Bollinger Bänder
2. Die Performance der letzten Handelstage muss im Verhältnis zu einer ATR* gesetzt werden
3. Der 10er GD darf im Vergleich zum Vortag nicht zu stark gefallen sein (Divergenz bis zu 1% ist akzeptabel) Vereinfacht ist dies an eng verlaufenden Bollinger Bändern erkennbar.

*ATR Voraussetzungen bei Austritt aus den Bollinger Bändern sind: Die Performance muss jeweils kleiner als der negative ATR Wert sein:Die Echtzeit-Trefferquote am deutschen Aktienmarkt beträgt in den vergangenen 10 Börsentagen 72%. Sie ergibt sich bei 173 getriggerten Chartmustern daraus, dass momentan 125 dieser Muster einen Buchgewinn und nur 48 einen Buchverlust ausweisen.Beispiel eines beschleunigten Abwärtstrends

Die Aurelius AG (WKN: A0JK2A) ist ein Unternehmen, welches sich auf Übernahmen, Restrukturierungen und Konzernabspaltungen spezialisiert hat. Dieser Geschäftsbereich kann sehr lukrativ sein, birgt auf der anderen Seite aber auch enorme Risiken, welche zum Teil nicht genau kalkulierbar sind. Aus diesem Grund erscheint es wenig verwunderlich, dass die Kursziele der Analysten für Aurelius zum Teil gravierende Unterschiede aufweisen.Die Betrachtung des mittelfristigen Charts verdeutlicht, dass die Aktie seit Mitte Mai einen konstanten Abwärtstrend etabliert hat. Dieser ist durch drei Konsolidierungsphasen gekennzeichnet, welche schlussendlich stets in einem neuen Abwärtsschub mündeten. Die letzte Verkaufswelle hat sich dabei im Zuge der am 03. Dezember eingeleiteten Kursverluste ergeben. Zunächst führten die Kursverluste die Aktie bis zum 07. Dezember in eine ehemalige Support-Zone. Nachdem der Kurs sich dort nicht stabilisieren konnte, entstand neuer Abgabedruck, welcher den Kurs am 10. Dezember soweit nach unten gedrückt hatte, dass das KickOff short getriggert wurde. Die Trigger-Marke lag bei 35,98€ und wurde am 10.12. um 09:46 Uhr ausgelöst. Der ATR-Wert für den Handelstag lag bei 1,4332. Die ATR-Regel war damit bei weitem erfüllt, weil die Aktie sogar schon an diesem Tag einen Kursverlust in Höhe von knapp -3,5% erlitten hatte. Werden die drei vorherigen Handelstage noch mit einbezogen, belief sich der Kursverlust auf rund -7,5%.Neun Tage nachdem das Verkaufssignal ausgelöst wurde, notiert die Aktie rund 8,9% unter dem Verkaufskurs. Damit ist Aurelius ein sehr gutes Beispiel dafür, wie systematischer Abgabedruck in einer Momentum-Bewegung die Kurse nach unten befördern kann.

In der TraderFox Software können Aktien nach den individuellen Präferenzen sortiert und analysiert werden. So wird es Tradern ermöglicht, ihre ganz eigenen Ideen an den Märkten umzusetzen. Meine persönlich erstellen Analysen und aufbereiteten Charts habe ich in meiner TraderFox-Cloud geteilt.

Expansion Pivot short löst dynamische Abwärtsbewegung aus – Vom Verkaufsdruck profitieren

Liebe Kurzfrist-Trader,

die Märkte befinden sich im Korrekturmodus. Solche Phasen sind perfekt dazu geeignet, um sich auf der Short-Seite zu positionieren. Das Spekulieren auf fallende Kurse bietet zudem den Vorteil, dass die Kurse tendenziell schneller fallen, als sie steigen. Somit können wir bereits in einer kurzen Zeitspanne gut einschätzen, ob ein Trade die richtige Entscheidung war oder ob die Buchverluste realisiert werden sollten.

Ein guter Hinweis auf einen Bären-Markt ist zudem das Verhältnis zwischen den Ausbrüchen auf neue Jahreshochs zu neuen Jahrestiefs. Blicken wir auf das Trade-Radar, dann werden in diesem Zusammenhang zwei Hinweise deutlich. Zum einen wurden 202 neue 52 Wochentiefs in den letzten 10 Handelstagen am deutschen Markt markiert, wohingegen es nur zu 14 neuen Jahreshochs gekommen ist. Zum anderen waren die bullischen Ausbrüche nur in 23% der Fälle von Erfolg gekrönt. Die bearischen Ausbrüche hingegen in 67% der Fälle.In diesem Artikel möchte ich mich deshalb auf ein Short-Muster fokussieren, welches von einem bekannten Kurzfrist-Trader entwickelt wurde. Jeff Cooper hatte sich auf kurzfristige Phänomene am Aktienmarkt spezialisiert. Er hat eigene Handelsstrategien entwickelt, welche sich als überaus lukrativ in den verschiedenen Marktphasen erwiesen haben. Eines dieser Signale, das Expansion Pivot short, wollen wir uns heute an einem Beispiel anschauen.

Das Signal Expansion Pivot short

Mit diesem Chartmuster versucht der Marktteilnehmer dem institutionellen Interesse zu folgen. So gehen institutionelle Anleger häufig einfachen Signalen nach, welche sich regelmäßig wiederholen und somit die passenden Gelegenheiten für den Kauf bzw. Verkauf anzeigen. wiederholenden Mustern folgen.

Das Handelssignal tritt auf, sobald die folgenden Anforderungen erfüllt sind.
1. Heute ist die Handelsspanne im Vergleich der letzten neun Handelstage geweitet.
2. Ein ruckartiges Absinken unter den 50-Tage-Durchschnitt.
3. Für das ruckartige Absinken unter den 50-Tage-Durchschnitt werden die Kurse von gestern oder heute betrachtet. An einem dieser beiden Tage muss die Aktie am oder über ihrem 50-Tages-Durchschnitt gehandelt werden und unter diesen fallen.
4. Verkauf der Aktien am Folgetag 1/8 Punkt (=0,125%) unterhalb des heutigen Tiefs.
5. Verlustbegrenzung 1 Punkt (=1,00%) über dem Schlusskurs vom Ausbruchstag

Die Echtzeit-Trefferquote für dieses Chartmuster beträgt am deutschen Aktienmarkt auf Sicht von 10 Handelstagen derzeit 67%. Die Trefferquote ergibt sich bei 28 getriggerten Signalen, dadurch, dass 19 Aktien nach dem Auslösen des Triggers einen Buchgewinn und nur 9 einen Buchverlust ausweisen.Institutionelle Anleger schichten das Depot um

Unter dem Schirm der Carl Zeiss Meditec AG (WKN: 531370) sind die Medizintechnik-Aktivitäten von ZEISS gebündelt. Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Medizintechnik-Anbieter. Die Gesellschaft bietet Lösungen für die Zukunftsmärkte Medical and Research Solutions, Industrial Solutions, Eye Care und Lifestyle Products an und trägt mit Innovationen in der Augenheilkunde und Mikrochirurgie zum medizinischen Fortschritt bei. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Operationsmikroskope, ophthalmologische Diagnosesysteme, Mikroskope, Lithografieoptik, industrielle Messtechnik, Brillengläser, Planetariumstechnik, optronische Produkte, Film- und Fotoobjektive sowie Ferngläser und Spektive. Ärzte in aller Welt bekommen mit Zeiss-Meditec-Technologien intelligente Werkzeuge in die Hand, um die vier wesentlichen Krankheitsbilder des Auges, Fehlsichtigkeit (Refraktion), Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom) und Netzhauterkrankungen (Retina-Erkrankungen) effizient und wirksam zu behandeln und dies von der Diagnose über die Therapie bis hin zur Nachbehandlung. Darüber hinaus bietet der Konzern neben Operationsmikroskopen auch Visualisierungslösungen für die HNO- und Neurochirurgie. Die Produkte werden dabei in erster Linie bei der Entfernung von Tumoren, der Behandlung von Gefäßerkrankungen und bei der Therapie funktioneller Krankheiten eingesetzt.

Charttechnisch wurde die Aktie am 12. November eine dynamische Abwärtswelle gestartet. Sie war durch einen schnellen Kursrutsch geprägt, welcher die Aktie innerhalb von nur einem Handelstag um über 2,5% unter den GD 50 gedrückt hat. Gleichzeitig hat sich die Handelsspanne im Vergleich zu den vorherigen Handelstagen geweitet, womit die Ausgangsbasis für das Signal Expansion Pivot short gelegt wurde. Dieses Chartmuster wurde dann am Folgetag rund eine Stunde nach der Handelseröffnung getriggert.

Anleger die das Signal genutzt und auf fallende Kurse gesetzt haben, konnten bereits vom ersten Tag ausgehend an den Kursverlusten partizipieren. Das Signal ist bis heute aktiv und hat Carl Zeiss Meditec bereits um rund 13% nach unten gedrückt. Die Aktie ist damit ein sehr schönes Beispiel, um zu verdeutlichen, wie dynamisch sich das Eypansion Pivot short entwickeln kann, wenn es einmal an Fahrt aufnimmt.

 

In der TraderFox Software können Aktien nach den individuellen Präferenzen sortiert und analysiert werden. So wird es Tradern ermöglicht, ihre ganz eigenen Ideen an den Märkten umzusetzen. Meine persönlich erstellen Analysen und aufbereiteten Charts habe ich in meiner TraderFox-Cloud geteilt.

Regelbasierter Short-Einstieg in fallende Märkte mit dem Slingshots short

Liebe Kurzfrist-Trader,

Der deutsche Aktienmarkt befindet sich seit rund einem halben Jahr in einem Abwärtstrend. Dieser ist durch tiefer liegende Hochpunkte gekennzeichnet, welche sich beim DAX zu einer abwärts gerichteten Trendlinie verbinden lassen. Die Schwäche des Gesamtmarktes hat zunehmend auch einen Einfluss auf Einzeltitel sowie die Echtzeit-Trefferquoten der Handelssignale. So ist es momentan auffällig, dass die Ausbrüche auf neue 52 Wochenhochs am deutschen Aktienmarkt über die vergangenen 10 Handelstage nur zu 22% durch weitere Kursanstiege honoriert werden. Auf der anderen Seite liegt die Echtzeit-Trefferquote für Ausbrüche auf neue 52 Wochentiefs bei überzeugenden 80%. Damit ist bereits eine erste Tendenz dafür gegeben, dass sich kurzfristig orientierte Treder vornehmlich auf die Short-Seite fokussieren sollten.

Eine weitere Bestätigung für diese Sichtweise auf die Märkte bietet der direkte Vergleich der Trefferquoten einzelner Chartmuster, welche sich lediglich in der Bewegungsrichtung unterscheiden. So liegt die Trefferquote für das Chartmuster Slingshots long nur bei 50%, wohingegen die Slingshots short derzeit mit 100% überragend herausstechen.
Chartsignal Slingshots short

Ein bekannter Trader, welcher die Märkte nach wiederkehrenden Mustern untersuchte, ist Jeff Cooper. Er war mit seinen regelbasierten Handelsansätzen so erfolgreich, dass er sie in konkrete Regelwerke gepackt hat. Dabei unterschied er gerne zwischen starken und schwachen Händen. Auf dieser Basis aufbauend unterscheidet er zwischen guten und schlechten Signalen. Seiner Ansicht nach, ist das Erkennen der Marktteilnehmer überaus wichtig, da die jeweiligen Gruppen verschieden auf Breakout-Situationen reagieren. „Starke Hände“ reagieren nach kurzen Korrekturen gemäß Cooper ganz entspannt mit weiteren Käufen. In der Folge werden somit weitere Kursanstiege ermöglicht. „Schwache Hände“ sind hingegen unsicher. Sie neigen dazu zu früh kleine Gewinne zu realisieren oder viel zu enge Verlustbegrenzungen zu setzen, wodurch Fehlsignale und Verluste entstehen können.

Das regelbasierte Handelsmuster Slingshots short benötigt folgende Basis:
1. Die Aktie muss am ersten Tag ein neues Zwei-Monats-Tief erreichen
2. Am zweiten Tag muss eine kurze Korrektur einsetzen, min. 0,125% über das Vortageshoch
3. Das Signal zum Verkauf tritt mit der Unterschreitung des Tiefs vom ersten Tag ein
4. Nur am zweiten oder dritten Tag darf mit dem Unterschreiten (min. 0,125%) des Tiefs vom ersten Tag ein Short-Einstieg erfolgen
5. Risikobegrenzung gemäß Cooper bei 2%

Ausgebildete Signale und Kandidaten

In den letzten 10 Handelstagen wurde das Chartmuster am deutschen Aktienmarkt insgesamt 5 Mal ausgebildet. Alle 5 Aktien befinden sich seitdem der Trigger ausgelöst wurde im Buchgewinn. Dementsprechend beträgt die Echtzeit-Trefferquote derzeit 100%!Slingshots short am Beispiel von Rocket Internet

Die Rocket Internet SE (WKN: A12UKK) ist ein deutscher Internetinkubator, der Beteiligungen an verschiedenen Internet-Startups hält. Das Unternehmen geht die Beteiligungen in der Gründungsphase der jungen Firmen ein und stellt für sie verschiedene Infrastrukturdienstleistungen bereit. Dabei setzt Rocket Internet häufig auf Neugründungen von Unternehmen, die bereits ein internationales Vorbild aufweisen können. Die Beteiligungen werden verwaltet, zum Teil aber auch schon nach wenigen Jahren wieder abgestoßen. Zu den Firmen, die unter dem Dach von Rocket groß geworden sind, zählen unter anderem der Mode-Versandhändler Zalando, die Partnerbörse eDarling und die Möbel-Shops Westwing und Home24. Rocket Internet ist die führende E-Commerce-Plattform in Schwellenländern und hat das Ziel, die größte Internet-Plattform außerhalb der USA und Chinas zu werden.

Charttechnisch hat sich die Aktie zwischen dem 11. Oktober und 13. November in einer Seitwärtsbewegung befunden. Diese endete, als Rocket Internet am 14. November zeitweise auf ein neues Zwei-Monats-Tief gefallen ist. Zunächst konnte sich der Titel wieder stabilisieren und am Folgetag sogar über das Tageshoch steigen, doch die Erholungsbewegung sollte nur von kurzer Dauer gewesen sein. Bereits am 16. November ist die Aktie auf ein neues mehrmonatiges Tief gefallen, wodurch gleichzeitig ein Slingshots short getriggert wurde.Die Trigger-Marke für das Verkaufssignal lag bei 24,18€. Theoriegemäß konnte die Verlustbegrenzung 2% höher angesetzt werden, wodurch die initiale Absicherung bei 24,66€ angesetzt werden konnte. Sie wurde bisher noch nicht ausgelöst. Stattdessen entwickelt sich das Chartmuster regelkonform und hat Rocket Internet bereits um rund 3,7% unter die Trigger-Marke gedrückt.

In der TraderFox Software können Aktien nach den individuellen Präferenzen sortiert und analysiert werden. So wird es Tradern ermöglicht, ihre ganz eigenen Ideen an den Märkten umzusetzen. Meine persönlich erstellen Analysen und aufbereiteten Charts habe ich in meiner TraderFox-Cloud geteilt.

Expansion Pivot long – Institutionelles Interesse bei Versorgern entdeckt

Liebe Trader,

Als kurzfristig orientierte Händler müssen wir stets auf die aktuellen Trefferquoten der Handelssignale an den Märkten achten und genau die Muster handeln, welche derzeit gut funktionieren. Eine aktuelle Auffälligkeit am deutschen Markt ist zum Beispiel die Stärke der Energieversorger. Anleger schätzen ein Investment in solche Unternehmen derzeit sehr, da sie über einen defensiven Charakter verfügen und die Energiepreise stetig steigen.

Energieunternehmen profitieren bereits seit März von einem Anstieg der Strompreis-Futures an der Leipziger Strombörse EEX. Dieses Szenario scheinen die Marktteilnehmer allerdings erst diese Woche wieder verstärkt zu spielen. Wie genau konnten wir auf dieses Marktverhalten aufmerksam werden?

Kombination aus Nachrichtenlage und Trade-Radar

Wir haben die aktuelle Nachrichtenlage verfolgt und dieses Wissen dann mit dem Trade-Radar verknüpft. Beim Trade-Radar konnte über die vergangenen Handelstage hinweg beobachtet werden, wie die Trefferquoten für Range-Breakouts stetig angestiegen sind. Eine aktuelle Betrachtung zeigt uns, dass die Trefferquoten am deutschen Markt über die vergangenen 5 Handelstage besonders beim Expansion Breakout und Expansion Pivot long gestiegen sind.In diesem Artikel möchte ich auf das Expansion Pivot long Signal eingehen. Dieses hat derzeit eine Realtime-Trefferquote von überzeugenden 75%. Nachfolgend können die zuletzt getriggerten Signale und die potenziellen Kandidaten in einer Tabelle angeschaut werden.

Handelssignal Expansion Pivot long

Das Handelssignal Expansion Pivot arbeitet ähnlich wie der “Expansion Breakout” mit einer Ausdehnung der Handelsspannen. Jeff Cooper begründet den Sinn des “Expansion Pivot” Musters damit, dass es aufzeigt ob institutionelle Investoren in eine Aktie rein- oder rausdrängen. Cooper entwickelte die Strategie, weil er jahrelang beobachtet hatte, dass Aktien häufig für eine gewisse Zeit um ihren 50-Tage-Durchschnitt verweilen, und dann plötzlich nach oben schießen oder nach unten durchgereicht werden.

Die genauen Kriterien für das Muster Expansion Pivot sind:

1. Heute muss die Handelsspanne größer sein als in den vergangenen neun Börsentagen.
2. Gestern oder heute muss die Aktie noch unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt gehandelt haben und dann ruckartig steigen.
3. Der Einstieg in die Position erfolgt morgen, 1/8 Punkt oberhalb des Höchstkurses des Ausbruchtages.
4. Die Absicherung erfolgt 1 Punkt unter dem Schlusskurs des Ausbruchtages.

Tipps für die Anwendung

Mit dem Expansion Pivot ist es möglich, das Ende einer Seitwärtsbewegung ausfindig zu machen. Eine große Handelsspanne ist oft ein Hinweis darauf, dass institutionelle Marktteilnehmer aktiv sind. Zum Beispiel, weil ein großer Verkaufsauftrag, der die Aktie am Boden gehalten hatte, endlich komplett abgewickelt wurde oder weil ein Großinvestor den Einstieg sucht. Das Handelsvolumen spielt bei diesem Handelssignal eine wichtige Rolle. Hohe Umsätze unterstützen die Aussagekraft des Signals.

RWE triggert Expansion Pivot long

Der Energieversorger RWE hat sich am 03.07.2018 dynamisch und unter erhöhtem Handelsvolumen vom GD 50 nach oben gelöst. Sie konnte auf ihrem Tageshoch schließen. Die Basis für ein Expansion Pivot long Signal war gelegt. Nun mussten wir als Trader nur noch auf den Folgetag und das Überschreiten des Vortageshochs warten. Dies trat bereits in der ersten Handelsstunde des 04.07.2018 ein. Wie am folgenden Chart zu erkennen ist, haben die Aktionäre anschließend weiter beherzt zugegriffen. Die Aktie ist seit dem Triggern des Einstiegssignals innerhalb von drei Handelstagen um rund 6,7% gestiegen. RWE stellt damit ein sehr schönes Beispiel dafür dar, wie schnell sich eine Bewegung vollziehen kann, wenn institutionelle Anleger bei einer Aktie aktiv werden.In der TraderFox Software können Aktien nach den individuellen Präferenzen sortiert und analysiert werden. So wird es Tradern ermöglicht, ihre ganz eigenen Ideen an den Märkten umzusetzen. Meine persönlich erstellen Analysen und aufbereiteten Charts habe ich in meiner TraderFox-Cloud geteilt.