Lonely Warrior vs. Slingshots – Zusammenhänge richtig deuten

Liebe Trader,

jeden Tag bieten die Märkte uns neue Chancen. Es gibt nur ein Problem. Viele Trader nutzen das zur Verfügung stehende Wissen nicht oder nicht vollständig. So kann selbst ein Fehltrade bei einer richtigen Deutung der Faktenlage ein neues Ertragspotenzial bieten. Mit dem neuen Trade wird dann lediglich in die andere Richtung spekuliert. Denn schließlich wurde die Aktie vor dem ersten Trade bereits analysiert und wir wissen, warum sie aktuell in Bewegung ist. Doch nutzen Trader dieses Wissen auch? Häufig ist die Antwort leider: Nein.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie nach einem Fehltrade durch die Eröffnung eines zweiten Trades doch noch an einer Bewegung partizipieren können. Hierzu wird ein reales und ganz aktuelles Beispiel auf Basis der Echtzeittrefferquoten über 5 Tage am deutschen Aktienmarkt gezeigt. Es geht um die Lonely Warrior und Slingshots.Trefferquoten analysieren

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Trefferquoten des Lonely Warrior long und des Slingshots short im Vergleich am deutschen Markt über die letzten 5 Tage. Sehr aussagekräftig, wie die Lonely Warrior long aktuell eine Trefferquote von 0% aufweisen, wohingegen die Slingshots short zu 75% funktionieren. Zudem wird direkt ein schönes Beispiel sichtbar, worauf später eingegangen wird.Das Muster: Lonely Warrior long

Damit ein regelbasierter Lonely Warrior long entsteht, müssen die folgenden Kriterien erfüllt sein:
1. Eine komplette Tageskerze wird unterhalb der Bollinger Bänder gebildet. Alternativ liegt die Kerze mit einer Handelsspanne von mehr als 3% zu 90% unter dem unteren Band
2. Das Kaufsignal wird ausgelöst, sobald das Tageshoch vom Vortag leicht überschritten wurde
3. Verluste werden auf 2% bis 4% begrenzt

Das Muster: Slingshots short

Jeff Cooper hat die Märkte stets nach Auffälligkeiten untersucht. Gerne unterschied er dabei zwischen starken und schwachen Händen, welche wiederum zu einer Differenzierung zwischen guten und schlechten Signalen führte. Seiner Meinung nach, ist das Erkennen der Marktteilnehmer überaus wichtig, da die jeweiligen Gruppen verschieden auf Ausbruchssituationen reagieren. „Starke Hände“ reagieren nach kurzen Korrekturen gemäß Cooper ganz entspannt mit weiteren Käufen. Diese ermöglichen wiederum weitere Kursanstiege. „Schwache Hände“ hingegen sind unsicher. Sie wollen lieber schnell kleine Gewinne realisieren oder setzen viel zu enge Verlustbegrenzungen, wodurch Fehlsignale und Verluste entstehen können.

Das regelbasierte Handelsmuster Slingshots short benötigt folgende Basis:
1. Die Aktie muss am ersten Tag ein neues Zwei-Monats-Tief erreichen
2. Am zweiten Tag muss eine kurze Korrektur einsetzen, min. 0,125% über das Vortageshoch
3. Das Signal zum Verkauf tritt mit der Unterschreitung des Tiefs vom ersten Tag ein
4. Nur am zweiten oder dritten Tag darf mit dem Unterschreiten (min. 0,125%) des Tiefs vom ersten Tag ein Short-Einstieg erfolgen
5. Risikobegrenzung gemäß Cooper bei 2%

Beispiel Indus Holding AG

Aktuell bietet die Indus Holding AG (WKN: 620010) ein mustergültiges Beispiel. Im Abschnitt „Trefferquoten analysieren“ wurde die Indus Holding AG eingerahmt. Sie hatte zuerst am 28.05.2018 um 09:00 Uhr einen Lonely Warrior long getriggert. Anleger, welche diesem Signal gefolgt wären, hätten bereits einen Tag später den Verlust realisiert und die Aktie abgeschrieben. Doch ein Blick auf die Trefferquoten des Slingshots short (aktuell 75%) hätte die Händler dann wieder aufmerksam werden lassen. Denn mit dem Fehlsignal des Lonely Warrior long wurde bei der Indus Holding AG gleichzeitig ein Slingshots short getriggtert. Dieses Signal läuft aktuell in den Buchgewinn und könnte unter Umständen sogar noch einige Tage Bestand haben.Fazit: Auch wenn Sie mit einem Rebound-Trade einen Verlust erlitten haben, sollten Sie die aktuellen Trefferquoten der Signale im Auge behalten. Denn eine beim Rebound gescheiterte Aktie könnte unter Umständen eine gute Basis für die Fortsetzung der Abwärtsbewegung darstellen.

Aufgrund der Begrenzung des Risikos auf wenige Punkte, ermöglicht dieses Handelssignal ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis. Es lässt sich somit sogar bei einer niedrigen Trefferquote erfolgreich handeln. In der TraderFox Software werden die beide Formationen in Echtzeit identifiziert.

Meine persönlich erstellen Analysen und aufbereiteten Charts habe ich in meiner TraderFox-Cloud geteilt.

Der Lonely Warrior: Ein mächtiges Rebound-Signal im Einsatz

Liebe Trader,

Saatgut, Pflanzen und Pestizide mögen auf den ersten Blick nicht gerade Spannung in uns aufsteigen lassen. Doch wenn wir uns die großen börsennotierten Konzerne hinter den Produkten anschauen, dann sieht es schon ganz anders aus. Bayer, Monsanto und BASF sind hierbei die bekanntesten Beispiele mit Medienpräsenz. Allerdings gibt es auch in der zweiten Reihe interessante und weltweit agierende Konzerne, wo sich hin und wieder Trading-Chancen ergeben. So hat sich erst letzte Woche bei dem SDAX-Konzern KWS Saat eine überverkaufte Situation für einen schönen Rebound-Trade angeboten.

Die Verhaltensökonomie

Auf verhaltenswissenschaftlicher Basis lassen sich zwei Übertreibungssituationen erklären. Zum einen gibt es die Panik. Diese äußert sich bei den Marktteilnehmern in unüberlegten Abverkäufen. Zum anderen gibt es die Euphorie. Diese äußert sich bei den Marktteilnehmern in genau dem gegenläufigen Verhalten. Sie kaufen unüberlegt Aktien nach oben, ohne auf den wahren Wert zu achten. Beide Emotionen sind mit dem Lonely Warrior abbildbar. Für das Long-Szenario wird auf die Panik der Marktteilnehmer zurückgegriffen und für das Short-Szenario auf die Euphorie.

Das Handelssignal Lonely Warrior long

Für einen regelbasierten Lonely Warrior long, ist die Erfüllung folgenden Kriterien notwendig.
1. Eine komplette Tageskerze wird unterhalb der Bollinger Bänder gebildet. Alternativ liegt die Kerze mit einer Handelsspanne von mehr als 3% zu 90% unter dem unteren Band.
2. Das Kaufsignal wird ausgelöst, sobald das Tageshoch vom Vortag leicht überschritten wurde.
3. Verluste werden auf 2% bis 4% begrenzt.

Für einen langfristig positiven Erwartungswert müssen wir die Risiken eng begrenzen und die Buchgewinne laufen lassen. Besonders der erste Aspekt sollte konsequent umgesetzt werden, da Aktien in überverkauften Situationen auch ein neues Trendverhalten etablieren können. Ein solcher Abwärtstrend könnte dann auf eine starke Veränderung der fundamentalen Lage zurückgehen und hohe Verluste zur Folge haben.

Das Praxisbeispiel

Seit Oktober 2017 befindet sich die KWS Saat SE (WKN: KWS) in einem Abwärtstrend und während dieser Zeit hat sie einige Male Rebound-Chancen geboten. Die letzte Möglichkeit war ein massiver Abverkauf am 24.04.2018. Hierbei ist sehr schön die Übertreibung unter erhöhtem Handelsvolumen erkennbar. Die Aktie fiel an jenem Tag zeitweise um über 8% ohne irgendwelchen konkreten neuen Nachrichten. Als regelbasierter Trader war allerdings noch keine Kaufgelegenheit eingetreten. Es blieb weiter abzuwarten. Am nächsten Tag folgte ein erneuter Abverkauf. Die Aktie verlor zeitweise erneut über 3% an Wert. Doch im Laufe des Tages besserte sich das Bild. Die panischen Marktteilnehmer hatten ihre Aktien abgestoßen und die ruhigeren begannen in KWS zu investieren. Sie kauften die Aktie bis zum Handelsschluss hoch. Eine gute Ausgangsbasis für Anschlusskäufe ist entstanden und da KWS nun immer noch unterhalb des Bollinger Bandes im überverkauften Bereich notierte, war auch die Grundlage für den Lonely Warrior gelegt.

Am nächsten Handelstag war es dann soweit. Mit dem Überschreiten des Vortageshochs wurde das Signal getriggert und wir konnten die Aktie kaufen. Es ist sehr schön erkennbar, wie KWS Saat dann anschließend innerhalb weniger Handelstage um knapp 5% angestiegen ist. In der TraderFox Software können Aktien nach verschiedenen Trading-Strategien mit Hilfe der sogenannten Radar-Boxen untersucht werden. Schon vor Handelsbeginn werden die Kandidaten identifiziert, die unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit.

Lonely Warrior Einstiegssignal bei einem Dividenden-Aristokraten gesichtet

Liebe Trader,

Rebound-Signale in Richtung des übergeordneten Trends zu handeln, ist eine sehr schöne Möglichkeit, um innerhalb kürzester Zeit die Übertreibungen an den Märkten auszunutzen. Dabei wird auf die Tendenz zur ausgewogenen Mitte abgezielt. Die sogenannte Mittelwertrückkehr (Mean Reversion).

Es bestehen zwei mögliche verhaltenswissenschaftlich erklärbare Übertreibungssituationen. Erstens die Panik und zweitens die Euphorie. Beide Emotionen sind mit dem Lonely Warrior abbildbar. Für das Long-Szenario wird auf die Panik der Marktteilnehmer zurückgegriffen und für das Short-Szenario auf die Euphorie. In diesem Artikel möchte ich gerne auf die Kaufvariante Bezug nehmen, da in diesem Zusammenhang ein sehr schönes Beispiel beobachtbar ist. Dieses Beispiel dürfte nicht nur für Swing-Trader sondern auch für Investoren interessant sein.

Das Muster: Lonely Warrior long

Damit ein regelbasierter Lonely Warrior long entsteht, müssen die folgenden Kriterien erfüllt sein.
1. Eine komplette Tageskerze wird unterhalb der Bollinger Bänder gebildet. Alternativ liegt die Kerze mit einer Handelsspanne von mehr als 3% zu 90% unter dem unteren Band.
2. Das Kaufsignal wird ausgelöst, sobald das Tageshoch vom Vortag leicht überschritten wurde.
3. Verluste werden auf 2% bis 4% begrenzt.

Damit ein Lonely Warrior langfristig einen positiven Erwartungswert aufweist, ist eine enge Risikotoleranz erforderlich. Dieser Aspekt ist sehr wichtig, da Aktien in überverkauften Situationen auch ein neues Trendverhalten etablieren könnten. Dieser neue Abwärtstrend könnte wiederum weitere Marktteilnehmer zum Verkauf animieren. Zusätzlich ist in einer solchen Situation denkbar, dass die Grundlage der dynamischen Bewegung auf eine massive Veränderung der fundamentalen Lage zurückführbar ist.

Der Dividenden-Aristokrat

Nicht jede Aktie kann sich einfach Dividenden-Aristokrat nennen. Für diesen Ritterschlag müssen die Aktien zwei strenge Kriterien erfüllen.

1. Es reicht nicht aus, dass die Dividendenrendite prozentual hoch ist. Das Unternehmen sollte eine vertrauenswürdige Geschichte haben und die Dividende in den letzten 10 Jahren unterm Strich stetig erhöht haben. Dadurch erhalten die Unternehmen den ehrwürdigen Titel Dividenden-Aristokraten.

2. Die Dividendenausschüttung darf nicht aus der Substanz erfolgen. Das Eigenkapital der Firmen sollte trotz der Dividendenausschüttungen langsam steigen.

In diesem Zusammenhang gibt Warren Buffett Anlegern den Tipp, nur Aktien mit steigenden Einnahmen und einem Wettbewerbsvorteil zu kaufen. Durch eine solche Auswahl würde auf lange Sicht auch der Wert des Depots steigen.

Dividenden-Aristokrat mit Einstiegssignal Lonely Warrior long

Die Deutsche EuroShop AG (WKN: 748020) zahlt ihren Aktionären bereits seit 15 Jahren kontinuierlich eine Dividende. Diese wurde stets auf gleichem Niveau gehalten oder erhöht und nie in ihrer Höhe verringert. Außerdem ist seit 2011 eine jährliche Steigerung der absoluten Dividendenhöhe erkennbar. Betrug sie 2011 noch 1,10€ je Aktie, waren es 2016 bereits 1,40€ je Aktie.

Charttechnisch wird die Aktie wieder interessant, da es ab dem 10.01.2018 mit dem Unterschreiten einer Unterstützungslinie zu zahlreichen Verkäufen gekommen ist. Dieser Abverkauf hat den Immobilienanbieter bis zum 15.01.2018 verhältnismäßig stark an Wert einbüßen lassen. Doch jener Tag bildete auch gleichzeitig den Wendepunkt, weil die Aktie ihren Kerzenkörper komplett unterhalb des Bollinger Bandes gebildet hatte. Folglich war sie überverkauft. Im Laufe des Nachmittags ist diese Situation mehreren Marktteilnehmern aufgefallen, welche die günstige Einstiegsgelegenheit sofort ausnutzten. Der Rebound hatte begonnen. Am nächsten Tag wurde auch der Lonely Warrior long getriggert, wodurch ein regelbasierter Einstieg ermöglicht wurde.Aktuell verharrt die Deutsche Euroshop AG noch auf einem niedrigen Niveau, allerdings könnte sich dies ändern, wenn mehr Marktakteure auf den Dividendentitel aufmerksam werden.

In der TraderFox Software können Aktien nach verschiedenen Trading-Strategien mit Hilfe der sogenannten Radar-Boxen untersucht werden. Schon vor Handelsbeginn werden die Kandidaten identifiziert, die unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit.

Slingshots – Die Gefahr schneller und starker Fehlsignale

Liebe Trader,

in den letzten Wochen fällt mir am amerikanischen Markt immer wieder ein Signal besonders ins Auge. Es ist sehr simpel und zielt darauf ab, schwache Hände aus dem Markt zu werfen. Konkret handelt es sich um das Slingshots short Signal. Es tritt häufig nach stärkeren Korrekturbewegungen auf. Rebound-Trader, welche solche Korrekturen dann beispielsweise als Einstieg für einen Lonely Warrior long nutzen wollen, tappen genau hinein. Auch mich hat diese Falle einige Male erwischt, doch es gibt eine Möglichkeit, wie wir uns einen Vorteil verschaffen können.

Der Vorteil für Händler mit System

Für jede Handelsstrategie gibt es den perfekten Zeitpunkt. Wir sollten also neben der theoretischen Fundierung eines Handelssignals auch die praktische Anwendung beobachten. Dies ist mit Hilfe des Trade-Radars möglich. Darin lassen sich die Trefferquoten vieler bekannter Handelssignal in Realtime verfolgen. Sie haben dort auch die Möglichkeit, gezielt nach übergeordneten Strategien zu selektieren.Wie am oberen Beispiel des aktuellen Trade-Radars ersichtlich ist, fällt ein sehr schöner Zusammenhang auf. Das Rebound-Signal Lonely Warrior long, welches nach einer Kurskorrektur auf den Abbau einer Übertreibung setzt, entwickelt sich schlecht, wenn die Trendfortsetzung der Abwärtsbewegung durch das Slingshots short gut funktioniert. Dieser Zusammenhang ist logisch, da beide Signale den ersten Pullbacktag als Basis haben. Da wir diesen Zusammenhang nun erkannt haben, können wir uns vorteilhaft positionieren. Wenn beispielsweise eine starke Korrektur am Markt erkennbar ist und wir uns überlegen einen Rebound-Trade zu starten, sollten wir uns dies aktuell zweimal überlegen. Es wäre aus Sicht der Wahrscheinlichkeit hier klüger, eher auf die Fortsetzung der Abwärtsbewegung zu setzen oder keine Transaktion zu tätigen.

Einstiegskriterien für den Slingshots short

Jeff Cooper hat das Handelssignal Slingshots short entwickelt, um zwischen „starken Händen“ und „schwachen Händen“ unterscheiden zu können. Das Erkennen der Marktteilnehmer ist wichtig, da die jeweiligen Gruppen verschieden auf Ausbruchssituationen reagieren. „Starke Hände“ sind laut Cooper jene, welche nach einem Ausbruch weiter fallende Kurse ermöglichen. „Schwache Hände“ hingegen sind unsicher. Sie wollen lieber schnell kleine Gewinne realisieren oder setzen viel zu enge Verlustbegrenzungen, wodurch Fehlsignale und Verluste entstehen können. Die Kriterien für ein korrekt getriggertes Slingshots short sind:
1. Die Aktie muss am ersten Tag ein neues Zwei-Monats-Tief erreichen.
2. Am zweiten Tag muss eine kurze Korrektur einsetzen, min. 0,125% über das Vortageshoch.
3. Das Verkaufssignal tritt mit der Unterschreitung des Tiefs vom ersten Tag ein.
4. Das neue Hoch tritt am zweiten oder dritten Tag auf, sonst ist das Signal nichtig.
5. Risikobegrenzung gemäß Cooper bei 2%

Die Umsetzung der Handelsstrategie mit wichtigen Tipps

Ich habe Ihnen nachfolgend drei Aktie mit ausgebildeten Slingshots short herausgesucht. Bei jeder dieser Aktien habe ich noch eine kleine Besonderheit hervorgehoben, auf die Sie achten können, um die Erfolgswahrscheinlichkeit zu steigern.

Im ersten Beispiel, Dell Technologies, habe ich noch die Bollinger Bänder ergänzt. So ist erkennbar, wie ein scheinbarer Lonely Warrior sich innerhalb eines Tages zu einem Fehlsignal entwickelt hat. Stattdessen folgten Positionsschließungen, welche bei dem Technolgiekonzern zu einem regelrechten Abverkauf führten. Dieser wiederum löste das Slingshots short Signal aus. Bereits nach der Auslösung waren innerhalb eines weiteren Tages hohe Verluste angesammelt worden.Das zweite Beispiel, Nevro Corp., zeigt eine Aktie, welche sich in einem schönen Abwärtstrend befindet. Da Trends häufig über längere Zeit stabiler werden, war der erneute Rücksetzer keine große Überraschung. Mit dem Unterschreiten der Unterstützungslinie haben viele Trader es mit der Angst zu tun bekommen und die Aktie panisch abgestoßen. Auch in diesem Fall resultierten schnell Buchverluste von 5% und mehr.Das dritte Beispiel, Servicenow Inc. (NOW), enthält einen wichtigen zu beachtenden Aspekt. Das Volumen. Sollte dieses sich in der Aufwärtsbewegung abschwächen, wie es hier der Fall war, ist das für Long-Signale negativ zu werten, da Kurse zu den Niveaus tendieren, wo das größte Umsatzvolumen getätigt werden kann. Wenn allerdings in steigender Richtung nur wenige Käufer vorhanden sind und stattdessen mehr Marktteilnehmer von fallenden Notierungen ausgehen, dreht der Kurs. So war es auch bei diesem IT-Konzern der Fall.Fazit: Wenn Aktien aktuell nach einem starken Abverkauf eine Rebound-Chance bieten, sollten wir eher abwarten. Statt den Lonely Warrior long zu handeln, wäre es aus Wahrscheinlichkeitsgesichtspunkten klüger, keinen Trade zu eröffnen. Alternativ kann stattdessen eine Spekulation auf die Fortsetzung der Abwärtsbewegung mit dem Slingshots short erfolgen.

Aufgrund der Begrenzung des Risikos auf wenige Punkte, ermöglicht dieses Handelssignal ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis. Es lässt sich somit sogar bei einer niedrigen Trefferquote erfolgreich handeln. In der TraderFox Software werden die „Slingshots short“ Formationen in Echtzeit identifiziert.

Swing-Trading-Strategie Lonely Warrior long: Überreaktionen an den Märkten traden

Liebe Trader,

Die Preise an der Börse schwanken durch Angebot und Nachfrage beeinflusst, täglich rauf und runter. Wenn es allerdings zu wenige Käufer und zu viele Verkäufer gibt, kann dieser Überhang die Kurse drastisch nach unten drücken. Durch solche Überhänge können dann wiederum sehr schnell Überreaktionen entstehen. Für Swing-Trader bieten diese wiederum angenehmen Chance-Risiko-Verhältnisse für die Positionseröffnung.

Meistens folgen solche Szenarien mit einer Kurslücke als Reaktion auf veröffentlichte Nachrichten. Doch die anfängliche Kraft einer solchen Bewegung kann anschließend nicht weitergeführt werden. Die Folge ist eine Kurswende. Dieses Signal kann sowohl in Long- als auch in Short-Richtung auftreten. In dem nachfolgenden Beispiel wird das Long-Signal beschrieben.

Der Namensursprung des Lonely Warrior ist aus einer vergangen asiatischen Geschichte entstanden. Soldaten sollten stets bei der Truppe bleiben und sich im Krieg nie zu weit von der eigenen Armee entfernen, da er sich sonst irgendwann alleine in feindlichem Territorium befindet. In solchen Situationen ist es sehr unwahrscheinlich, dass er den Angriff alleine überleben kann. Es bleibt ihm nichts Anderes übrig, als den eigenen Truppen entgegen zu kommen, oder auf diese zu warten.

Eine Übertragung dieses Verhaltens auf die Aktienmärkte erfordert das Hinzuziehen der Bollinger Bänder. Der Bereich außerhalb jener Begrenzungen kann als feindliches Territorium betrachtet werden. Die Bollinger Bänder gehen auf die Normalverteilung zurück. Nach dieser tendieren aktuelle Aktienpreise mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu ihrem Mittelwert. Kurse außerhalb der Begrenzungen stellen somit eine Ausnahme dar. Exakt so wie der einzelne Krieger, sollten die Aktiennotierungen ins sichere Terrain zurückkehren.

Die Auslösung eines Lonely Warrior long Signals erfordert die Erfüllung bestimmter Kriterien. So muss eine komplette Tageskerze unterhalb der Bollinger Bänder gebildet werden. Als Alternative könnte ebenso ein ausgebildetes Handelssignal vorliegen, wenn eine Kerze mit einer Handelsspanne von mehr als 3% zu 90% unter den Bollinger Bändern entstanden ist. Eine so ausgebildete Kerze würde dann als einsamer Krieger bezeichnet werden, welchem das Handelssignal seinen Namen verdankt. Am nächsten Handelstag wird ein Kaufsignal ausgelöst, sobald das Tageshoch vom Vortag leicht übertroffen wird. Im Anschluss an die Eröffnung einer Long-Position wird eine Verlustbegrenzung platziert, um das Risiko auf 2% bis 4% zu reduzieren. Für das erfolgreiche Handeln eines Lonely Warrior ist es erforderlich, mit einer engen Risikotoleranz zu arbeiten. Schließlich könnten Aktien in überverkauften Situationen auch Trendverhalten aufweisen und weiter sinken. Die Grundlage solcher dynamischen Situationen könnte dann auf gravierende fundamentale Ereignisse zurückzuführen sein.

Heute betrachten wir den Lonely Warrior long anhand der Koenig & Bauer AG (WKN: 719350). Der Würzburger Druckmaschinenhersteller weist seit 2015 ein starkes und kontinuierliches Kurswachstum auf. Diese schöne Aufwärtsbewegung wurde lediglich durch zeitweilige Kurskorrekturen unterbrochen. So auch nach der Präsentation der Quartalszahlen am 09.05.2017. Die Werte waren für Maschinenbauer üblich im ersten Quartal etwas schwächer als auf das Gesamtjahr gesehen. Sie lagen jedoch leicht über den Vorjahreszahlen und waren somit positiv zu werten.

Analysten würdigten diese Entwicklungen, indem sie die Kurszielprognosen leicht angehoben haben. Doch es half nichts. Die nächsten Handelstage konnte keine neue Stärke aufgebaut werden, sodass der Kurs einbrach. Diese Verluste setzte die Koenig & Bauer AG bis zum 22.05.2017 fort. An diesem Tag schloss die gesamte Tageskerze unterhalb der Bollinger Bänder. Somit bildete sich ein Lonely Warrior aus, welchen Trader mit der Platzierung einer Kauforder über dem Tageshoch handeln könnten. Diese Kauforder wäre am 23.05.2017 bereits in den ersten Handelsstunden ausgelöst worden, da am selben Tag auch Warburg Research eine Kurszielanpassung vorgenommen hatte. Die Analysten stuften Koenig & Bauer von 72€ auf 82€ hoch. Diese starke Anhebung lockte neue Käufer an, welche den Kurs blitzschnell nach oben führten. Da bereits am Folgetag die Dividende ausgezahlt wurde, hätten Swing-Trader mit dieser Position sehr schnell einen ansehnlichen Gewinn einfahren können.

In der TraderFox Software können Aktien nach der Trading-Strategie Lonely Warrior mit Hilfe der sogenannten Radar-Boxen identifiziert werden. Schon vor Handelsbeginn werden die Kandidaten identifiziert, die unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit.