Expansion Gap Down – Die Panik der anderen Marktteilnehmer für einen Rebound nutzen

Liebe Kurzfrist-Trader,

Emotionen sind selten ein guter Ratgeber bei Handelsentscheidungen. Oder anders formuliert: Wenn eine wilde Herde panischer Börsianer ihre Aktien verschenkt, dann ist der richtige Zeitpunkt um einzusteigen. Panik ist eine Emotion, die an der Börse reifen muss. Sie ist wie ein gutes Gericht, das erst nach einer langen Phase des Köchelns seinen vollen Geschmack erreicht. Am Anfang einer Kurspanik stehen meist moderate Kursverluste. Diese werden dann intensiver und irgendwann steht innerhalb weniger Tage ein zweistelliger Verlust zu Buche, der die Aktionäre unglaublich nervös macht und zu irrationalen Entscheidungen verleitet. Die irrationale Entscheidung ist im Sinne unseres Signals der unlimitierte Verkauf direkt zu Handelsbeginn.

Soweit zur Philosophie des Expansion Gap Down. In Charttechnik übersetzt ergibt sich daraus das Kriterium, dass der Aktienkurs innerhalb kurzer Zeit stark gefallen sein muss.

Regelwerk für das Rebound-Signal

Das Expansion Gap Down setzt auf einen Kursanstieg nach einem starken Abverkauf, hierzu gilt es folgende Kriterien zu beachten:
1. In den letzten 5 Handelstagen verzeichnete die Aktie einen Kursverlust von größer als 3 ATR.
2. Heute lastet direkt zur Eröffnung ein Verkaufsüberhang auf der Aktie. Sie eröffnet mit einem Kursverlust von größer als 2,5%.
3. Wenn keine extrem schlechten Nachrichten (z.B. heftige Gewinnwarnung) vorliegen, wird unmittelbar direkt nach der Börseneröffnung einer Long-Position eingegangen.
4. Die Long-Position wird mit einer Risikotoleranz von 2% bis 4% versehen.

Das Trade-Radar zeigt derzeit vor allem hohe Trefferquoten bei den Short-Signalen. Die Rebound-Muster in Long-Richtung, wie das Expansion Gap Down sollte man allerdings nicht unterschätzen.Am deutschen Aktienmarkt weist das Chartmuster momentan noch eine niedrige Echtzeit-Trefferquote von 38% aus. Sollten in den kommenden Tagen jedoch weitere Kursverluste einsetzen, ist es möglich, dass noch mehr Aktien mit einem panischen Abverkauf in den Handel starten, wodurch sich neue interessante Chancen entwickeln könnten.
Expansion Gap Down entfaltet sich bei ISRA Vision

Die ISRA Vision AG (WKN: 548810) ist mit ihren Tochtergesellschaften führend in der Entwicklung und Produktion von Oberflächeninspektionssystemen und Bildverarbeitungsprogrammen (Machine Vision) mit der Spezialisierung im Bereich 3D Vision, insbesondere für das 3D Robotersehen. Als eine Kernkompetenz entwickelt und vertreibt die Gesellschaft die ISRA-BrainWARE®, eine Software für die visuelle Überwachung von Arbeitsprozessen. Einsatz findet diese Anwendung in so genannten Machine-Vision-Systemen, die das dreidimensional sehende “elektronische Auge” ermöglichen, d.h. die digitale Bildverarbeitung in der Steuerung von automatisierten Produktionsprozessen. Schwerpunkt bilden dabei Automationslösungen für die Roboterführung (Industrial Automation). Zielmärkte sind Energie, Healthcare, Nahrung, Mobilität und Information. Zu den Kunden gehören Global Player in diesen Branchen.

Charttechnisch hat die Aktie alleine in den letzten 5 Tagen um rund -14% nachgegeben. Bei einer ATR in Höhe von 2,71 ist auch das Kriterium gegeben, dass der Kursverlust größer als 3 ATR (=8,13) sein muss. Heute früh hat ISRA Vision dann mit einem Down Gap von rund 3,8% eröffnet, wodurch das Einstiegskriterium erfüllt war. Seit der Positionseröffnung notiert die Aktie bereits 4% im Buchgewinn.In der TraderFox Software können Trefferquoten und Kandidaten eines Expansion Gap Down im Trade-Radar in Echtzeit verfolgt werden. Schon vor Handelsbeginn werden dort die Kandidaten identifiziert, welche unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit. Meine persönlich erstellen Analysen und aufbereiteten Charts habe ich in meiner TraderFox-Cloud geteilt.

Indexanpassung der Deutschen Börse AG: Ein Blick auf potenzielle Auf- und Absteiger

Liebe Trader,

heute Abend ist es soweit. Die Deutsche Börse AG gibt bekannt, wie die großen Indizes der DAX-Familie ab dem 18.09.2017 zusammengesetzt werden. Es gibt bereits einige Spekulationen darüber, welche Unternehmen wohl in höheren bzw. niedrigeren Indizes vertreten sein dürften. In diesem Artikel werden einige dieser potenziellen Auf- bzw. Absteiger kurz analysiert.

DAX

Im Index mit den Aktien der größten Marktkapitalisierung und dem meisten Handelsumsatz soll sich nach Analysteneinschätzungen zum aktuellen Datum nichts ändern. Auf der potenziellen Abschussliste für eine spätere Indexanpassung steht die ProSiebenSat.1 Media. Gemäß einiger Analysten sei die Aktie nach dem jüngsten Kursrutsch auf längere Sicht gefährdet, da ein dauerhafter Aktienpreis unterhalb von 28,00€ Spielraum für alternative DAX Kandidaten bieten würde.

MDAX

Potenzielle Aufsteiger:

Der Wohnungsanbieter Grand City Properties (WKN: A1JXCV) mit einer Marktkapitalisierung von ungefähr 3 Mrd. Euro dürfte einer der Aufstiegskandidaten sein. Seit Oktober 2016 bewegt sich die Aktie kontinuierlich aufwärts. Damit wäre erneut ein Immobilienkonzern in einem größeren Index vertreten. Gefahren bei Immobilienkonzernen könnten in den Bilanzen schlummern, da derzeit noch sehr niedrige Zinsen für Darlehen gezahlt werden müssen. Auf lange Sicht wird sich dies aber voraussichtlich wieder ändern, sodass die Zinsbelastungen steigen und folglich die Gewinne zurückgehen dürften.

Auch ein Teil des aufgespaltenen Metro Konzerns könnte gemäß einer Index-Expertin der Commerzbank die Chance auf eine Indexaufnahme haben. Wobei Analysten anderer Banken dies eher bezweifeln, da der Titel nicht auf den nötigen Handelsumsatz komme. Der Lebensmittel Part der Metro AG (WKN: MEO). Könnte dann zu dem Elektronik Part Ceconomy aufschließen. Dieser firmiert bereits im MDAX.

Potenzielle Absteiger:

Der erste potenzielle Absteiger ist Bilfinger (WKN GBF). Die Aktie versucht sich allerdings dagegen zu wehren. So wurde jüngst ein Aktienrückkaufprogramm über 150 Mio. Euro bekannt gegeben. Dieses soll vom 06.09.2017 ein Jahr laufen. Längstens allerdings bis Dezember 2018. So stellt der Konzern ein gewisses Handelsvolumen sicher und beschert seinen Aktionären erfreuliche Kursgewinne.

Ein zweiter möglicher Abstiegskandidat ist die Rational AG (WKN: RAA). Der Hersteller von Großküchen gibt sich aber auch nicht kampflos geschlagen. Es wird nach China expandiert. Dort erhofft sich die Führungsspitze einen enormen Wachstumsmarkt. Auch die Quartalszahlen im August konnten überzeugen. Sie lagen leicht über den Analystenschätzungen.

Auf den unwahrscheinlicheren Abstiegsplätzen stehen die Deutsche Pfandbriefbank sowie Südzucker (WKN: SZU). Letztere leidet unter den sinkenden Zuckerpreisen, welche auf ein Überangebot zurückzuführen sind. Sollten die Zuckerpreise auf längere Sicht niedrig bleiben, wird es interessant zu sehen, wie Südzucker sich dafür wappnen wird.

SDAX

Potenzielle Aufsteiger:

In dem kleineren Index gibt es wieder mehr mögliche Wechsel-Kandidaten. Ebenso könnte auch in diesen Index eine neue Immobilienfirma aufsteigen. Aroundtown Property verzeichnet seit Beginn des Jahres bereits einen Kursgewinn von mehr als 40% und wird damit heiß gehandelt.

Auch der neu börsennotierte Essens-Lieferdienst Delivery Hero hätte Aufstiegspotenzial. Als Ausgliederung aus der Gründungsschmiede von Rocket Internet, erweist sich der Konzern noch nicht als so steigungsfreudig, wie erhofft. Allerdings zeichnen die letzten Tage ein klares Bild der Lauerstellung auf. Die Handelsspanne ging zurück und engte den Kurs in einer Dreiecksformation ein. Der Titel bleibt spannend.

Potenzielle Absteiger:

Mehrere Analysten sehen hier den Modekonzern Gerry Weber (WKN: GWI1). Außerdem werden der Personalvermittlers Amadeus Fire (WKN: AAD) wie auch das Agrar- und Dienstleistungsunternehmen Baywa (WKN: BYW) gesehen. Gemäß der Einschätzungen hätten die drei Unternehmen zu wenig Börsenumsatz.

TECDAX

Potenzieller Aufsteiger:
Der Anbieter von Automatisierungslösungen Isra Vision (WKN:ISR) könnte ein guter Aufstiegskandidat sein. Den Konzern haben wir bereits einige Male besprochen und auch charttechnisch schaut es so aus, als wäre die Konsolidierung bald beendet.

Potenzieller Absteiger
Bei den deutschen Technologie-Aktien könnte Medigene (WKN: MDG1) ein Abstiegskandidat sein, da das Unternehmen an der Schwelle zur automatischen Entnahme liege. Medigene sei der kleinste TecDax-Wert und vor allem wegen des Börsenumsatzes stark gefährdet. Der Börsenumsatz wird durch die Deutsche Börse durch den volumengewichteten Durchschnitt der letzten 20 Handelstage im August gewertet

In der TraderFox Software können alle Aktien nach den individuellen Präferenzen sortiert und analysiert werden. So wird es Tradern ermöglicht, ihre ganz eigenen Ideen an den Märkten umzusetzen.

Als gute Ergänzung im Trading bietet sich auch ein News-Feed an, um immer auf dem neusten Stand der Dinge zu sein. Diese Investition wird sich lohnen, da so blitzschnell auf Neuigkeiten reagiert werden kann.