Bollinger Resistance – Short-Einstiege in überkauften Märkten

Liebe Trader,

die Marktteilnehmer sind derzeit wieder zögerlich und eher dazu geneigt, Positionen zu schließen, anstatt neue zu eröffnen. Dies spiegelt sich in den Trefferquoten vieler Handelsmuster wider. An den amerikanischen Märkten sehen wir derzeit bei vielen Short-Signalen eine erhöhte Erfolgswahrscheinlickeit. Hierbei ergibt sich derzeit eine starke Divergenz zwischen den neuen 52 Wochenhochs und den Short-Signalen. Während erstere nur eine Echtzeit-Trefferquote von 37% aufweisen, liegen die Trefferquoten bei vielen Short-Mustern bereits über 50%.

Handelsmuster: Bollinger Resistance

Mit dem Bollinger Resistance Signal werden Aktien gesucht, welche eine Überreaktion am Markt zeigen. Die Basis des Handelssignals bilden schnelle und Kursanstiege über das obere Bollinger Band.

1. Performance der letzten 5 Tage größer als +10%
2. Bollinger Bänder sind geweitet (gemessen an Breite der Bänder über die letzten 20 Tage)
3. Am Vortag muss hier der breiteste Wert in dem Zeitraum von 20 Tagen entstanden sein.
4. Schlusskurs min. 2% über dem oberen Bollinger Band
5. Volumen an dem Tag min. 50% größer, als an den letzten 20 Tagen
6. Trigger ist der letzte Schlusskurs. Sobald der Kurs unter diese Marke fällt, kann ein Short-Einstieg erfolgen.

Die Echtzeit-Trefferquote des Signals beträgt am amerikanischen Markt über die vergangenen 5 Handelstage 80%.

Beispiel Timken Co.

Bei der Aktie des Wälzlager-Herstellers Timken Co. (TKR) wurde das Signal am 01.08.2018 um 15:30 Uhr getriggert. Das Unternehmen hat am 31.07.2018 vorbörslich seine Quartalszahlen und einen angehobenen Ausblick bekannt gegeben. Darauf reagierte die Aktie mit erhöhtem Handelsvolumen, einem Gap Up und einem starken Tagesverlauf. Was allerdings negativ aufgefallen ist, war der Umstand, dass die Aktie sich komplett oberhalb des Bollinger Bandes befunden hatte. Sie beendete den Handelstag rund 4,3% über dem Bollinger Band. Am nächsten Tag eröffnete die Aktie ein Stück über dem Schlusskurs des Vortages. Doch bereits in den ersten Minuten startete Timken die Korrekturbewegung und löste die Bollinger Resistance aus.

Nachfolgend der Chart von Timken Co., wo die Kurskorrektur oberhalb des Bollinger Bandes sehr schön sichtbar wird.

In der TraderFox Software können Aktien nach den individuellen Präferenzen sortiert und analysiert werden. So wird es Tradern ermöglicht, ihre ganz eigenen Ideen an den Märkten umzusetzen. Meine persönlich erstellen Analysen und aufbereiteten Charts habe ich in meiner TraderFox-Cloud geteilt.

Die zwei am besten funktionierenden Short-Signale derzeit

Liebe Trader,

aktuell befindet sich der deutsche Aktienmarkt in einer Korrekturphase. Es herrscht Unsicherheit in Bezug auf Nordkoreas Atomforschungsprogramm und die Provokation durch Raketentests. Die USA erwägen mittlerweile einen strategischen Erstschlag gegen den Diktator Kim Jong-un. In solchen Marktsituationen steigt die Trefferquote für Short-Signale. Durch die Überwachung der derzeit gut laufenden Handelssignale, bietet mir die Echtzeittrefferquote im Trade-Radar ein gutes Gefühl. Ich kann mich somit auf gut laufende Signale fokussieren und solche unbeachtet lassen, welche in dieser Marktlage vermehrt zu Fehlsignalen führen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen zwei Rebound-Strategien vorstellen, die in den letzten fünf Handelstagen eine hohe Trefferquote aufgewiesen haben.

Bollinger Resistance: Eröffne die Shortposition, wenn die Bullen gierig werden

Den Beginn stellt das Bollinger Resistance Signal dar. Hierbei werden die Bollinger Bänder zu Hilfe genommen, um überreagierende Aktien zu identifizieren. Sollte nämlich das obere Bollinger Band durch einen schnellen Kursanstieg überschritten werden, wird eine überkaufte Gelegenheit gesehen. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für fallende Kurse steigt. Konkret wird für die Bollinger Resistance die Performance der letzten 5 Tage vor dem potenziellen Signal betrachtet. Der Anstieg dieser Periode muss größer als +10% sein, damit ein Short-Signal ausgelöst wird. Zusätzlich werden geweitete Bollinger Bänder gefordert. Die Bemessung der Weite erfolgt anhand der Breite der Bänder über die letzten 20 Tage. Am Vortag muss hier der breiteste Wert im Zeitraum von 20 Tagen entstanden sein. Ebenso wird gefordert, dass der Schlusskurs mindestens 2% über dem oberen Bollinger Band und das gehandelte Volumen mindestens 50% über dem der letzten 20 Tagen liegt. Den Trigger bildet der letzte Schlusskurs. Sollte der Preis unter diese Marke fallen, kann ein Short-Einstieg erfolgen.

Beispielhaft wird dies nun am Chart der Viscom (VSC) verdeutlicht. Die deutsche Aktie zeichnet sich durch sehr schöne Bollinger Resistance Signale aus. Alleine seit Mai dieses Jahres hätten Trader viermal die Chance gehabt, das Signal zu handeln. Das jüngste Muster hat sich vor wenigen Tagen ausgebildet. Kurz vor den Quartalszahlen setzte Viscom noch zu einer kraftvollen Aufwärtsbewegung an. Diese trieb die Aktie noch einmal über das obere Bollinger Band und um mehr als 3,5% über den Vortagesschlusskurs. Ein Blick auf das Handelsvolumen des letzten Anstiegs zeigt, dass auch dieses Kriterium erfüllt wurde. Das Volumen an jenem Tag lag noch über dem der vorherigen 20 Tage. Alle Kriterien waren erfüllt und wir als Trader hätten eine Rebound-Position eröffnen können. Diese hätte sich bereits nach drei weiteren Handelstagen mit Kursverlusten von ca. 8% deutlich gelohnt.

Hyperbole Short: Nutze Übertreibungen um short zu gehen

Das zweite Signal ist das Hyperbole short. Bei diesem Handelssignal werden ebenso mittels der Bollinger Bänder Übertreibungen im Markt gesucht. Allerdings werden hier leicht veränderte Anforderungen an die Aktie gestellt. Überkaufte Situationen treten auf, sobald der Preis über dem oberen Band notiert. Dadurch wird die Basis für anschließend fallende Notierungen geliefert und der Markt sollte die Tendenz zur Mitte suchen. Die genaue Theorie hinter den Bollinger Bändern ist in unserer Anleitung hinterlegt.

Das Hyperbole short Signal benötigt die Erfüllung von drei Kriterien. Erstens ist es erforderlich, dass die Aktie oberhalb der Bollinger Bänder notiert. Zweitens muss die Performance der letzten Handelstage in Verhältnis zu einer ATR* gesetzt werden. Hierbei gilt es je nach Anzahl der Tage, gewisse Mindestanforderungen zu erfüllen. Drittens muss die Tagesperformance höher als +2% im Vergleich zum Vortagesschlusskurs sein.

Eine Beschreibung am Chart der SGL Carbon (SGL) wird dies verdeutlichen. Auch diese Aktie verhielt sich kürzlich so, wie bereits in der Vergangenheit. Übertriebene Kaufanstürme über die Bollinger Bänder wurden abgefangen und durch Verkäufer zurück in die Begrenzung gedrückt. Den Beginn der starken Aufwärtsbewegung bildete diese Woche die Bekanntgabe, dass SGL erwäge, die Kohlephase-Sparte von BMW zu kaufen. Derzeit besteht zwischen beiden Konzernen noch eine enge Kooperation in diesem Segment. Mit dem Kauf könnte SGL Carbon seine Marktstellung ausbauen und eine bessere Verhandlungsposition einnehmen. Doch die Euphorie hielt nur kurz. Bereits an den beiden Folgetagen wurden fallende Notierungen verzeichnet. Auch der Ausbruch am dritten Tag wurde sofort massiv abverkauft. Auch Swing-Trader, welche das Hyperbole short Signal handeln, wären in dieser euphorischen Stimmung unbeirrt ihrer Strategie treu geblieben und hätten oberhalb der Bollinger Bänder und des Vortageshochs Aktien verkauft. Wie zu erkennen ist, wäre dies die beste Entscheidung gewesen, da bereits am selben Tag ein enormer Kurssturz begann.

*ATR Voraussetzungen bei Austritt aus den Bollinger Bändern sind: Die Performance muss jeweils größer als der ATR Wert sein:

Am Beispiel von SGL Carbon bei Auslösung des Short-Einstiegs:
Performance 4 Tage: 8%
ATR: 0,404
3 ATR: 1,212

Ergo ist die Performance größer als der ATR Wert 85%>1,212

In der TraderFox Software können Aktien nach beiden Trading-Strategien mit Hilfe der sogenannten Radar-Boxen identifiziert werden. Schon vor Handelsbeginn werden die Kandidaten identifiziert, die unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit. So sieht eine Scan-Box auf TraderFox aus.

Trader-Coaching Bollinger Resistance: Positive vs. negative Nachrichten, was bewegt den Kurs mehr?

Liebe Trader,

Stellen Sie sich das folgende Szenario vor. Zu einem Unternehmen werden an einem Tag sowohl eine enorm positive als auch negative Nachricht veröffentlicht. Die positive Nachricht ist der Einstieg des Wall Street Gurus Bill Ackmann mit seinem Hedgefonds. Die negative Nachricht ist die Verfehlung der Analystenschätzungen in Bezug auf die Quartalszahlen. Was schätzen Sie, welche Neuigkeit hat mehr Einfluss auf die Aktie eines IT-Anbieters? Wie lange denken Sie kann diese Nachricht den Kurs beeinflussen? Dreht der Aktienpreis dann womöglich wieder schnell in die Gegenrichtung? In diesem Artikel werde ich diese Situation untersuchen.

Das Bollinger Resistance Signal untersucht Überreaktionen im Markt. Die Basis des Handelssignals bilden schnell sowie kraftvolle Kursanstiege. Hierzu wird die Performance der letzten 5 Tage vor dem potenziellen Signal betrachtet. In diesem Zeitraum muss die Performance für ein Short-Signal größer als +10% sein. Weiterhin werden geweitete Bollinger Bänder gefordert. Die Bemessung erfolgt anhand der Breite der Bänder über die letzten 20 Tage. Am Vortag muss hier der breiteste Wert in dem Zeitraum von 20 Tagen entstanden sein. Weiterhin wird gefordert, dass der Schlusskurs mindestens 2% über dem oberen Bollinger Band liegt und das gehandelte Volumen mindestens 50% größer als an den letzten 20 Tagen gewesen ist. Der Trigger bildet der letzte Schlusskurs. Sollte der Preis unter diese Marke, kann ein Short-Einstieg erfolgen.

Heute betrachten wir das antizyklische Signal anhand der Automatic Data Processing (ADP). Das Unternehmen zählt zu einem der weltweit größten unabhängigen IT-Service-Unternehmen und gilt als führender Anbieter von HR-Services. Zu diesem Bereich zählen Personalabrechnungen, Zeiterfassungen und Reisekostenmanagement.

Nun werden die Fragen vom Beginn des Artikels aufgelöst. Am 27.07.2017 war es bei der ADP so weit. Die Quartalszahlen wurden veröffentlicht. Doch anstatt zu überzeugen, waren die Ergebnisse schlechter als die Konses-Meinung der Wall Street. Auf der anderen Seite hingegen wurde bekannt, dass Bill Ackmann mit seinem Hedgefonds Pershing Square Capital Management in ADP investiert und seine Position möglichweise aufstocken wird. Welche Nachricht hatte denn nun mehr Einfluss? Die letztere. Der Einstieg und potenzielle Nachkauf einer Börsenlegende wiegt kurzfristig stärker, als schlechte Quartalszahlen. Allerdings sei an dieser Stelle das Wort kurzfristig betont.

Die Aktie kletterte drei Tage steil empor, bevor am vierten Tag die Kehrtwende einsetzte. Ein Blick auf die benötigte 5-Tages-Periode ergibt einen Kursanstieg von ca. 15% in diesem Zeitraum. Die erste Anforderung war damit erfüllt. Weiterhin waren die Bollinger Bänder weit geöffnet und der Kurs mehrere Prozent über der oberen Begrenzung. Damit waren auch die zweite und dritte Anforderung an das Signal erfüllt. Für den vierten Tag musste somit lediglich auf ein Unterschreiten des Vortagestiefs gewartet werden, welches auch kurz nach der Börseneröffnung eintrat. Wunderschön, wie die Aktie bis heute weiter nachgibt.

In der TraderFox Software können Aktien nach der Trading-Strategie Bollinger Resistance mit Hilfe der sogenannten Radar-Boxen identifiziert werden. Schon vor Handelsbeginn werden die Kandidaten identifiziert, die unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit.

Trader Coaching Bollinger Resistance: Gewinnmitnahmen anderer Marktteilnehmer zur Eröffnung von Short-Positionen nutzen

Liebe Trader,

eine alte Börsenweisheit besagt, dass man Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen soll. Prinzipiell ist dies auch korrekt, doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo Marktteilnehmer ihre Buchgewinne realisieren möchten. Solche Situationen lassen sich auf Basis der technischen Analyse mit erhöhter Wahrscheinlichkeit bestimmen. Wenn nun eine überkaufte Situation, gemäß der technischen Analyse, vorliegt, haben kurzfristig orientierte Trader ein schönes Short-Szenario vorliegen. Die überkaufte Situation sorgt dafür, dass mehrere Marktteilnehmer Long-Positionen schließen. Hierdurch fallen die Kurse, was wiederum andere Aktionäre dazu verleitet Positionen zu schließen. Für Short-Seller ist damit eine gute Basis für fallende Kurse gegeben, welche sie durch die Eröffnung von Short-Positionen noch verstärken können.

Das Handelssignal Bollinger Resistance baut auf schnell sowie stark ansteigende Kurse auf. Konkret ist es erforderlich, die Performance der 5 Tage vor dem potenziellen Signal zu betrachten. In diesem Zeitraum muss die Performance für ein Short-Signal größer als +10% sein. Zusätzlich erfordert das Signal geweitete Bollinger Bänder. Hierbei wird die Breite der Bänder über die letzten 20 Tage betrachtet. Am Vortag muss hier der breiteste Wert in dem Zeitraum von 20 Tagen entstanden sein. Weiterhin wird gefordert, dass der Schlusskurs mindestens 2% über dem Bollinger Band liegt und das gehandelte Volumen mindestens 50% größer als an den letzten 20 Tagen gewesen ist. Der Trigger bildet der letzte Schlusskurs. Sollte der Preis unter dieses Niveau fallen, kann ein Short-Einstieg erfolgen.

Heute betrachten wir das antizyklische Signal anhand der Synaptics Inc. (SYNA). Wie der Name bereits erahnen lässt, behandelt das Unternehmen synaptische Prozesse. Als Hersteller von Touchpads und Software spezialisiert sich hierbei auf Zukunftstechnologien, wie zum Beispiel die Fingerabdruckerkennung oder Irisscans bei Smartphones.

Am 27.04.2017 veröffentlichte Synaptics nachbörslich Zahlen zum dritten Quartal, welche in der oberen Range der Analysten-Erwartungen gelegen haben. Folglich konnte die Aktie am nächsten Handelstag mit Stärke eröffnen. Doch nach der anfänglich berauschenden Stimmung wurde den Marktteilnehmern klar, dass die Zahlen trotz der oberen Range der Erwartungen immer noch nur den Erwartungen entsprochen haben und somit kein Überraschungspotenzial boten. Der Kurs gab nach.

Die nächsten Wochen waren durch einen aufwärtsgerichteten Seitwärtskanal gekennzeichnet. Dieser wurde am 07.06.2017 nach oben verlassen, als bekannt wurde, dass Google viele Sicherheitslücken schließen konnte. Diese traten nicht nur bei Synaptics, sondern auch bei Konkurrenten wie Nvidia und MediaTek auf. Lediglich bei Qualcomm sollen demnach noch offene Lücken vorhanden sein. Durch diese Nachricht fassten die Käufer Zuversicht und strömten mit erhöhtem Handelsvolumen ind die Synaptics Inc. Aktien. Auch der Folgetag war durch starke Kurs- und Umsatzgewinne gekennzeichnet. Gleichzeitig kam es allerdings auch zu einer überkauften Situation, wo der Schlusskurs mehr als 2% oberhalb des Bollinger Bandes lag, die Bollinger Bänder geweitet und das Handelsvolumen deutlich erhöht waren. Für den Folgetag konnten Swing-Trader somit auf dem Schlusskurs einen Short-Einstieg positionieren und wie zu erkennen ist, wäre dieser bereits am selben Tag ein voller Erfolg gewesen.

In der TraderFox Software können Aktien nach der Trading-Strategie Bollinger Resistance mit Hilfe der sogenannten Radar-Boxen identifiziert werden. Schon vor Handelsbeginn werden die Kandidaten identifiziert, die unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit.

Trader-Coaching Bollinger Resistance: Die Tendenz zur Mitte kann enorme Potenziale bieten

Liebe Trader,

Die Tendenz zur Mitte gibt es nicht nur in der Politik. Auch die Kurse an den Kapitalmärkten können nicht permanent steigen oder fallen. Hin und wieder nehmen Marktteilnehmer Gewinne aus ihren Positionen mit und sorgen somit für Korrekturen. In einer Aufwärtsbewegung ziehen diese Rücksetzer häufig neue Käufer in den Markt. Was passiert allerdings, wenn nicht genügend Käufer kommen? Genau hierfür bietet sich das antizyklische Bollinger Resistance Signal an, welches in überkauften Situationen darauf setzt, dass es weniger Käufer als Verkäufer geben wird.

Die Grundlage des Bollinger Resistance Handelssignals bilden schnell sowie stark ansteigende Kurse. Konkret ist es erforderlich, die Performance der 5 Tage vor dem potenziellen Signal zu betrachten. In diesem Zeitraum muss die Performance für ein Short-Signal größer als +10% sein. Weiterhin werden geweitete Bollinger Bänder gefordert. Die Bemessung erfolgt anhand der Breite der Bänder über die letzten 20 Tage. Am Vortag muss hier der breiteste Wert in dem Zeitraum von 20 Tagen entstanden sein. Weiterhin wird gefordert, dass der Schlusskurs mindestens 2% über dem Bollinger Band liegt und das gehandelte Volumen mindestens 50% größer als an den letzten 20 Tagen gewesen ist. Der Trigger bildet der letzte Schlusskurs. Sollte der Preis darunter fallen, kann ein Short-Einstieg erfolgen.

Heute betrachten wir das antizyklische Signal anhand der GNC Holding Inc. (GNC). Das Unternehmen verkauft Diät- und Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine, Energy Drinks sowie Gesundheitspräparate.

Es fällt auf, dass der Kurs am 18.04.2017 mit einem starken Gap Up unter deutlich erhöhtem Volumen eröffnete. Diese Kombination ist durch die veröffentlichten Zahlen entstanden. Zwar sank der Umsatz ebenso wie der Gewinn, doch die Analysten waren von deutlich schlechteren Zahlen ausgegangen. Die so übertroffenen Erwartungen machten eine Anpassung des Gleichgewichtspreises erforderlich. Der einsetzende starke Kursschub führte gleichzeitig zur Weitung der Bollinger Bänder, doch trotz der breiter werdenden Bänder konnten sie die Kurse nicht einschließen. Im Gegenteil, auch der Folgetag schloss weit oberhalb des Bollinger Bandes.

Der 19.04.2017 bildete dann die Basis für das Handelssignal. Es lagen deutlich geweitete Bollinger Bänder, ein Schlusskurs mit mehr als 2% Abstand zu den Bändern sowie ein erhöhtes Handelsvolumen im Vergleich zu den letzten 20 Handelstagen (Ausnahme der Vortag) vor. Der Trigger konnte für den Folgetag auf den Schlusskurs des Tages gesetzt werden. Kurz nach Börsenbeginn wäre das Short-Signal aktiv geworden und bestehende Position hätten veräußert werden können. Alternativ hätte auch eine Short-Position eröffnet werden können. Diese hätte dem Trader innerhalb von lediglich 3 Handelstagen zeitweise über 15% Ertrag eingebracht.

In der TraderFox Software können Aktien nach der Trading-Strategie Bollinger Resistance mit Hilfe der sogenannten Radar-Boxen identifiziert werden. Schon vor Handelsbeginn werden die Kandidaten identifiziert, die unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit.