Chartanalyse Volkswagen: E-Auto für den Massenmarkt, Angriff auf Teslas Model 3!

Zunächst wurde Tesla mit dem Konzept der Elektroautos von den herkömmlichen deutschen Autobauern belächelt. Doch mittlerweile mussten sich diese eingestehen, dass sie den Wettbewerber rund um Elon Musk wohl deutlich unterschätzt hatten.  Am Freitag, den 07. Juli startete Tesla die Produktion seines Model 3. Bislang war der E-Pionier ausschließlich im gehobenen Segment präsent, doch bei einem Preis von rund 31.000 EUR zielen die Kalifornier mit dem neuen Projekt eindeutig auf den Massenmarkt. Die Zukunft für die deutschen Autobauer ist ungewiss, selbiges spiegeln derzeit die Aktienkurse wider. Viel Pessimismus ist bereits eingepreist, doch kann sich dies bald ändern?

Volkswagen (WKN: 766403) machte Tesla in Bezug auf das potenzielle Massenprodukt des Model 3 eine Kampfansage. Herbert Diess, der Chef der Volkswagen-Kernmarke VW, sieht den Durchbruch der Elektromobilität ab 2020. Ab diesem Jahr will VW die Millionen-Marke an verkauften Elektroautos knacken. Hierzu haben die Wolfsburger einen Hoffnungsträger, den VW ID. Dieser soll dem Golf beim Exterieur sehr stark ähneln, das Interieur eines Passats besitzen und die Fähigkeiten eines Teslas zum Preis eines Diesels bieten. Das Auto soll eine Reichweite von bis zu 600 km aufweisen. Volkswagen will generell die Entwicklung der alternativen Antriebsmodelle vorantreiben. 30 neue E-Modelle sind geplant. In den kommenden Jahren werden hierzu Investitionen von rund 9 Mrd. EUR angepeilt. Der größte Autobauer Europas startet damit den Umbruch zur Elektromobilität.

Seit dem Abgas-Skandal befindet sich Volkswagen wieder in einer Aufwärtsbewegung. Diese hält mittlerweile seit mehr als 1,5 Jahren an. Doch in den vergangenen Handelswochen geriet die Aktie nochmals unter Druck, erst am Unterstützungsbereich um die Kursmarke von 127 bis 130 EUR setzte eine Gegenbewegung der bullisch-orientierten Marktteilnehmer ein. Hier befindet sich zusätzlich die SMA 50 der Wochenansicht. Weiterhin generierte die Slow Stochastik ein Kaufsignal und das MACD-Histogramm steht ebenso unmittelbar davor. Ich werde voraussichtlich eine Long-Position aufbauen. Das Kursziel befindet sich bei der SMA 200, welche derzeit bei ca. 160 EUR notiert.

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Chartanalyse Aurelius: größter Verkauf in der Unternehmensgeschichte!

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN: A0JK2A) wurde Ende März diesen Jahres Opfer einer Short-Attacke. Dabei fiel der Wert von rund 65 EUR auf zeitweise 35 EUR. Bei dem Angriff unterstellte der Hedgefonds Gotham City Research unter anderem, dass die Aktie von Aurelius nicht mehr wert ist als 8,56 EUR. Dabei sollen Ungereimtheiten bei der Bilanzierung aufgefallen sein. Unter anderem entsprechen die Beteiligungen von Aurelius nicht annähernd dem Wert, zu dem sie in der Bilanz ausgewiesen sind. Weiterhin würde das Unternehmen lediglich die Beteiligungen ausschlachten anstatt sie wiederaufzubauen.

Aurelius trotzte diesen Aussagen und tätigte bereits seit der Short-Attacke zwei weitere Unternehmensverkäufe. Diese beiden entsprechen jeweils den größten Verkäufen der Geschichte von Aurelius. Im April meldete die Beteiligungsgesellschaft den Verkauf des Kompressoren-Herstellers „Secop“. Der Erlös betrug hierbei 185 Mio. EUR, wodurch ebenfalls die Dividende auf 4,00 EUR pro Aktie angehoben wurde. Zu diesem Zeitpunkt entsprach dies einer Dividendenrendite von über 7,5%. Auf der Hauptversammlung verkündete das Unternehmen, dass es künftig für –noch- mehr Transparenz sorgen wolle, um solchen Short-Attacken künftig aus dem Weg zu gehen.

Diese Woche vermeldeten die Münchener einen erneuten Unternehmensverkauf. Dadurch bekräftigten sie nochmals, dass deren Beteiligung deutlich höher verkauft werden kann, als von Gotham unterstellt. Durch den Verkauf des IT-Spezialisten „Getronics“ erzielte Aurelius einen Erlös von 220 Mio. EUR. Der Hedgefonds taxierte den Wert lediglich auf 12,7 Mio. EUR. Damit konnte nach der Secop-Transaktion erneut der größte Deal in der Unternehmensgeschichte erzielt werden. Weiterhin signalisiert dieser Verkauf, dass Aurelius vielmehr darin bestrebt ist, seine Beteiligungen aufzubauen statt diese ausbluten zu lassen. Denn Getronics wurde über Jahre hinweg von Aurelius gestärkt, selbst neue Akquisitionen verhalfen dem Unternehmen zu neuem Wachstum.

Seit der Short-Attacke des Hedgefonds erholt sich die Aktie zunehmend. Während dieser Zeit konnte Aurelius den Kurs durch seine beiden Unternehmensverkäufe sowie die geplante Erhöhung der Transparenz stützen. Im Zuge des Getronic-Verkaufs konnte der Pivotal News-Point bei rund 45 EUR verteidigt werden. Daher bietet sich die Aktie meines Erachtens für einen Trade an. Ich halte bereits selbst Aktien von Aurelius.

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Chartanalyse Siemens: erste Industrie 4.0 Fabrik der Welt ermöglicht bezahlbare E-Autos für Jedermann!

Ist das der Durchbruch für die künftigen Fabriken der Automobilindustrie? In Schweden baut Siemens (WKN: 723610) eine komplett automatische Fabrik für rund 50.000 Elektroautos. Dies wird die erste Industrie 4.0 Fabrik der Welt sein. Siemens stellt dabei dem Start-up „Uniti“ seine Technologie zur Verfügung, um deren Elektroautos mit möglichst wenig Personal herstellen zu können. Im Jahre 2019 soll bereits das E-Auto für rund 21.000 EUR auf den Markt kommen.

Zunächst wird dabei im Computer der gesamte Produktionsprozess simuliert, wodurch in den nächsten Monaten der Aufbau einer weitgehend menschenleeren Fabrik durchgeführt werden kann. Durch diese Simulation soll die Entwicklungs- & Produktionszeit der Autos deutlich reduziert werden, dass bereits das erste Fahrzeug nach Beendigung der Produktion sofort an den Kunden ausgeliefert werden kann. Auf großartige Tests am Fahrzeug kann dadurch verzichtet werden. Wird dieses Projekt erfolgreich, so kann Siemens meines Erachtens vor massiven Auftragseingängen von etablierten Autobauern stehen. Dies birgt gute Wachstumsaussichten.

Charttechnisch betrachtet konnte Siemens in den vergangenen Monaten deutlich zulegen. Hierbei durchbrach der Konzern die langjährige Seitwärts-Phase. Allerdings kostete dieser Breakout sehr viel Kraft. Die Slow Stochastik sowie das MACD-Histogramm der Monatsansicht sind stark überkauft. Durch die Gegenbewegung vom neuen Hoch bei rund 133 EUR wurde bereits in der Slow Stochastik ein Verkaufssignal generiert. Ich platziere daher meine Kursalarme bei 107 und 100 EUR. Hier befinden sich massive Unterstützungsbereiche sowie die SMA 50. Ich gehe davon aus, dass diese im übergeordneten Kursverlauf erreicht werden.

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Chartanalyse Zalando: Bärische Signale nach Amazon-Frontalangriff?

Amazon (WKN: 906866) ist der Schreck vieler Unternehmen. Nachdem der führende Online-Versandhändler den herkömmlichen Einzel- und Lebensmittelhandel auf den Kopf stellt, äußerte sich der Konzern zuletzt noch über den Autohandel. Jeff Bezos äußerte sich einst zur Konkurrenz: „Deine Marge ist meine Chance.“ Jetzt attackiert Amazon Europas größten Online-Modehändler Zalando (WKN: ZAL111)!

Bis zuletzt entpuppte sich der Einkauf von Kleidung bei Amazon als schwierig. Werden Artikel bestellt wurde der zu bezahlende Betrag vom Konto abgebucht. Die Rückerstattung bei Nichtgefallen dauerte daraufhin teilweise eine halbe Ewigkeit und die nicht gekauften Produkte mussten mühevoll zurückgeschickt werden. Dies soll sich jetzt ändern!

Bisher testet Amazon sein neues Projekt zwar ausschließlich in den USA, doch hier beglückt der Online-Versandhändler seine Kunden bereits mit der „Prime Wardrobe“. Bei diesem Service wird die Kleidung nach Hause geliefert und bei Nichtgefallen wieder abgeholt. Ab drei bestellten Artikeln ist dieser Service kostenfrei, bezahlt wird lediglich die behaltene Ware. Beim Kauf mehrerer Stücke erhalten die Kunden sogar noch zusätzliche Rabatte.

Damit startet Amazon einen Frontalangriff auf den deutschen Online-Modehändler! Denn Zalando war bisher bekannt für seine unkomplizierte Vorgehensweise beim Verkauf von Mode: kostenfreier Versand und Rückversand bei 100-tägigem Rückgaberecht, wobei die Artikel ohne großen zeitlichen Mehraufwand zurückgeschickt werden können.

Wie reagiert der Chart von Zalando auf die Attacke Amazons? Im untenstehenden Kursverlauf ist die Wochenansicht abgebildet. Hierbei ist zunächst zu erkennen, dass sich die Aktie weiterhin in einem übergeordneten Aufwärtstrend befindet. Allerdings wurde Zalando nach Erreichen eines neuen Hochs sofort abverkauft. Der Kurs ist in der Spitze um über 15% gefallen. Zwar stoppte der Verkaufsdruck an der Entscheidungslinie (blaue Trendlinie, Verbindung der vergangenen Tiefs), doch die Chartlage bleibt davon nicht unberührt. Denn dadurch generierte das MACD-Histogramm sowie die Slow Stochasik ein Verkaufssignal. Bricht also das Tief bei ca. 38 EUR, so befindet sich das nächste Kursziel an der SMA 200 bzw. dem 61,8er Fibonacci-Retracement der vergangenen Aufwärtsbewgung. Dieses notiert bei 31,12 EUR. Das erste Zwischenziel notiert bei 33,86 EUR. Hier befindet sich das 50er Retracement sowie ein markantes Tief.

Fazit: Solange sich Zalando oberhalb der Entscheidungslinie befindet, bleibt der Trend nach oben gerichtet. Allerdings ist das Unternehmen für mich als Investment nun nicht mehr interessant. Ich bevorzuge hierbei lediglich den Aufbau von Trading-Positionen. Für einen potenziellen Long-Einstieg habe ich die Kursmarke von 31,12 EUR im Blick. Hier platziere ich meinen Kursalarm.

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Big Picture NVIDIA: namhafter Rivale im Bereich der künstlichen Intelligenz!

NVIDIA (WKN: 918422) ist einer der Highflyer der vergangenen 1,5 Jahre. Hierbei stieg die Aktie von ca. 24 USD auf über 168 USD in der Spitze. Doch wurde nun der Zenit erreicht? Ein charttechnisches Umkehrsignal deutet sich auf höchster Ebene an. Zudem kündigte die Google-Mutter Alphabet (WKN: A14Y6H) den Kampf gegen NVIDIA im Bereich der künstlichen Intelligenz an. Hierfür nutzte der Internet-Riese bis zuletzt die GPUs von NVIDIA.

Nun will Alphabet sich von dieser Zusammenarbeit trennen und diese selbst herstellen. Ein solcher KI-Chip soll bereits Ende des Jahres auf den Markt kommen. Durch diesen Chip soll die Zeit deutlich vermindert werden, welche zum Training von Modellen der künstlichen Intelligenz nötig ist.

NVIDIA ist mittlerweile hoch bewertet, sodass Anleger aufgrund solcher Nachrichten nervös werden könnten. Die Marktkapitalisierung NVIDIAs beläuft sich derzeit auf 81,39 Mrd. USD. Dabei generiert das Unternehmen derzeit einen Jahresumsatz von 6,91 Mrd. USD und verzeichnet einen Gewinn von 1,67 Mrd. USD.

Auf Monatsbasis ist die komplette Bewegung seit 2005 zu sehen.  Durch den starken Anstieg der vergangenen zwei Jahre ist die Aktie natürlich stark überkauft. Die Slow Stochastik notiert bei über 82. Dies ist neben der hohen Bewertung ein erstes Warnsignal. Allein stellt dies allerdings noch keine Handlungsgrundlage dar. Auch das MACD-Histogramm ist massiv im positiven Bereich und schreit nach einer Beruhigung. Einen solchen Wert erreichte das Unternehmen innerhalb der vergangenen 12 Jahre nicht annähernd.

Als beunruhigend empfinde ich allerdings den Shooting-Star. Im vergangenen Monat generierte NVIDIA eine solche Candlestick-Formation. Wird diese mit einer roten Monatskerze am 31. Juli bestätigt, so kann sich der Kurs durchaus halbieren. Die nächsten Kursziele befinden sich in einem solchen Fall bei 106, 87 und 68 USD. Auch ein Pullback zur massiven Unterstützung bei rund 40 USD wäre charttechnisch denkbar.

Dies ist ein stark bärisch beschriebenes Szenario, welches sich im Falle einer Bestätigung über mehrere Jahre ziehen würde. Doch bisher handelt es sich hierbei lediglich um erste Warnsignale, welche meiner Ansicht nach beobachtet werden sollten.

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Chartanalyse Facebook: wird sich der Messenger bald bezahlt machen?

Facebook Inc. (WKN: A1JWVX) hat mit der gleichnamigen Plattform das größte soziale Netzwerk der Welt aufgebaut. Hierbei kann man sich virtuell mit seinen Freunden und Bekannten verbinden, Bilder, Pinnwandeinträge und andere Beiträge mit ihnen teilen. Das lockt viele Unternehmen an, die damit über Facebook ihre Werbeanzeigen schalten können und gezielt Produkte anbieten. Ähnlich verläuft es bei der App Instagram. Diese Werbeanzeigen der Unternehmen haben sich zum Kerngeschäft von Facebook entwickelt. Das Geschäft boomt!

Doch neben Facebook und Instagram hat der Social-Media Konzern noch die App Facebook Messenger und WhatsApp. Diese tragen bislang kaum bis gar nicht zum Konzernergebnis bei. Mark Zuckerberg sagte hierzu, dass der Aufbau von Gewohnheiten das erste sei, was bei diesen beiden Apps getan werden müsste, bevor damit Geld verdient werden kann. Daran arbeitet Facebook: das Unternehmen plant eine neue Sektion im Messenger einzuführen, die eine neue Erfahrung für Menschen und andere Unternehmen bieten soll. Hierbei können Artikel gelesen und Sportereignisse abgerufen werden. Diese Sektion ist bereits in den USA verfügbar. Neben dem Kerngeschäft der Facebook- & Instagram-Werbeanzeigen könnte dies langfristig weitere Wachstumsperspektiven bieten.

Charttechnisch startete Facebook seine nächste massive Aufwärtsbewegung im Jahre 2012 bei rund 17,50 USD. Mittlerweile notiert die Aktie bereits bei ca. 150 USD (Allzeithoch: 156,50 USD). Damit stieg die Aktie innerhalb der vergangenen 5 Jahre um mehr als 790% an. Mit der jüngsten Aufwärtsbewegung von 2017 gelang es Facebook das vorherige Allzeithoch bei rund 133,70 USD zu überwinden. Doch seit einigen Handelswochen konsolidiert die Aktie in einer Handelsspanne von 11 USD. Ich suche nach antizyklischen Long-Einstiegspunkten. Diese finde ich im Bereich des vorherigen Allzeithochs. Hier befindet sich zusätzlich der Bereich zwischen dem 50er und 61,8er Fibonacci-Retracement der jüngsten Aufwärtsbewegung (134,87 bis 129,81 USD). Ich gehe davon aus, dass dieses Kursziel erreicht wird, wenn die Aktie die Konsolidierung per Tagesschlusskurs unterbietet. Ich platziere meine Kursalarme bei 145 und bei 135 USD.

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Chartanalyse Apple: Plan B zum iPhone?

Vor zehn Jahren begann der Verkauf des ersten iPhones. Das Smartphone-Konzept von Visionär Steve Jobs hat unser Leben verändert wie kaum eine andere Innovation. Dementsprechend basiert der Erfolg von Apple (WKN: 865985) hauptsächlich auf dem Minicomputer in der Hosentasche. Mehr als 60% der Umsätze von Apple sind auf das Smartphone zurückzuführen. Kein anderer Bereich hat annähernd einen solchen Einfluss auf das Konzernergebnis. Macs und iPads machen dabei jeweils gerade einmal rund 10 bzw. 11% aus.

Mit dem iPhone 7 zeigte Apple allerdings nur noch wenig von seiner ehemaligen Innovationskraft. Nur unwesentliche Neuerungen schmückten das Smartphone. Dementsprechend hatte der Aktienkurs einige Zeit zu leiden. Doch dann schürten bereits die Hoffnungen auf das Nachfolgemodell iPhone 8 zum zehnjährigen Jubiläum. Die Zuversicht und der Glaube an Apple ließen die Kurse wieder ansteigen. Auch neue Allzeithochs wurden erreicht. Doch was ist, wenn die künftigen iPhone-Generationen wieder enttäuschen und keine bahnbrechenden Neuerungen umgesetzt werden können?

Apple soll bereits an einem Plan B zum iPhone arbeiten. Damit will der Konzern die Last vom Verkaufsschlager abnehmen und weiter in den Bereich der Wearables vordringen. Dabei soll Apple in den Brillenmarkt einsteigen. Womöglich schon dieses Jahr. Werden die Apple Glasses bereits zum Jubiläum des iPhones vorgestellt?

Charttechnisch betrachtet hat die Aktie von Apple innerhalb der vergangenen Monate einen starken Anstieg hinter sich gebracht. Dabei stieg die Apple vom Tief im Mai 2016 bei rund 89 USD auf zuletzt über 156 USD an. Nach einem solchen Anstieg benötigt selbst Apple eine Pause. Hierbei sind bereits ebenso sehr viele Hoffnungen bezüglich des kommenden iPhone 8 enthalten. Zuletzt starteten Anleger auf breiter Front den Wert zu verkaufen. Die Aktie fiel stark unter hohem Handelsvolumen. Seitdem konsolidiert Apple innerhalb einer verengten Konsolidierung. Verlässt das Unternehmen diese Konsolidierung nach unten, so steht das vorherige Allzeithoch unmittelbar bevor. Dieses befindet sich im Bereich um die 130 USD. Hier befindet sich zusätzlich das 38,2er Fibonacci-Retacement der vorangegangenen Aufwärtsbewegung sowie der gleitende Durchschnitt der vergangenen 200 Tage. Hier werde ich voraussichtlich eine Long-Position aufbauen.

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Chartanalyse Bayer: Wie geht es nach der Gewinnwarnung weiter?

Nachdem Bayer (WKN: BAY001) Monsanto für rund 58,8 Mrd. USD übernommen hat, wird der Konzern größter Anbieter für Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Im vergangenen Jahr sorgte die größte Übernahme, die ein deutsches Unternehmen je getätigt hatte, für Furore. Umweltschützer waren empört. Auch der Aktionäre reagierten zunächst äußerst pessimistisch. Doch allmählich überwogen die dadurch entstehenden Vorteile. Die Aktionäre sahen die eigentliche Sinnhaftigkeit dahinter. Daraufhin stieg der Konzern ab Ende 2016 von rund 83 EUR auf zuletzt 124 EUR an. Im Hause Bayer scheint die Welt wieder in Ordnung. Bis jetzt. Der Konzern meldete am heutigen Handelstag eine überraschende Umsatz- und Gewinnwarnung. Ziehen da etwa schwarze Gewitterwolken über Leverkusen auf?

Bayer kündigte heute Vormittag an, dass wegen unerwartet hoher Warenbestände im Pflanzenschutzgeschäft in Brasilien und des schwächeren Abschneidens der Sparte Consumer Health die Jahresziele gesenkt werden müssen. Diese Anpassung der Prognosen soll mit dem Zwischenbericht zum zweiten Quartal veröffentlicht werden. Der Bericht für das abgelaufene zweite Quartal wird am 27. Juli veröffentlicht. Es ist mit einer Ergebnisbelastung von 300 bis 400 Mio. EUR zu rechnen. Analysten rechnen für das Gesamtjahr bislang im Schnitt mit einem Ebitda von 12,3 Mrd. EUR. Obwohl die Belastung im Vergleich zum Gesamtergebnis vergleichsweise gering ausfällt, reagiert die Aktie heftig auf diese Nachricht. In der Spitze verlor der Wert bereits über 5,5%. Wird dadurch nun eine Korrektur eingeleitet oder kann sich der DAX-Riese wieder zurückkämpfen?

Im untenstehenden Kursverlauf ist die Wochenansicht zu sehen. Hierbei durchbrach Bayer zu Beginn dieses Handelsjahres den langfristigen Abwärtstrend vom Allzeithoch bei rund 145 EUR. Seitdem wirkte der Wert wie befreit. Er kannte nur einen Weg nach oben. Nun scheint sich durch die Ergebnisbelastung in Brasilien eine übergeordnete Korrektur einsetzen zu können. Das MACD-Histogramm und die Slow Stochastik sind mittlerweile sehr heiß gelaufen, sodass dem Wert eine Abkühlung guttun würde. Ich strebe den Bereich zwischen dem 50er und 61,8er Fibo-Retracement der vergangenen Aufwärtsbewegung für einen Long Einstieg an. Hierzu sollte die Slow Stochastik auf Wochenbasis allerdings deutlich abgebaut haben und das MACD-Histogramm im negativen Bereich notieren. Innerhalb der nächsten Handelstage werde ich diesen Wert allerdings nicht beachten. Die Kursalarme sind bei 105 und 100 EUR platziert.

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Chartanalyse Bank of America: Fed gibt grünes Licht!

In Zeiten des Niedrigzinsumfeldes haben es Banken wahrlich nicht einfach: Die Margen sinken und die Zinseinnahmen fallen. Doch dieser abflachende Trend scheint allmählich zu drehen. Denn die US-Notenbank Fed hob die Zinsen zuletzt ein weiteres Mal um 0,25 Prozentpunkte an. Damit liegen die Leitzinsen zwischen 0,75 und 1 Prozent. Gestern Abend folgte eine weitere erfreuliche Nachricht für die Bankenbranche: Das erste Mal seit der Einführung des Stresstests für Banken haben sämtliche Kreditinstitute der USA die Fed-Prüfung bestanden. Die Fed gibt grünes Licht! Die Banken dürfen ihre Aktienrückkauf- und Dividendenpläne ausweiten. Damit partizipieren die Aktionäre mehr von den erwirtschafteten Gewinnen.

Einer dieser Profiteure ist natürlich die Bank of America (WKN: 858388). Das Kreditinstitut ist das zweitgrößte Geldhaus der USA und zählt damit zu den größten der Welt. Im Jahr 2016 generierte das Unternehmen einen Umsatz von 83,70 Mrd. USD und hat eine Marktkapitalisierung von über 244 Mrd. USD. Auch Starinvestor Warren Buffett ist investiert. Die Bank of America hob im Zuge des bestandenen Stresstests sofort die Dividende um 60 Prozent auf 48 Cent pro Aktie an.

Im Zuge der Hoffnungen auf eine Zinswende stieg die Aktie von Bank of America innerhalb der letzten eineinhalb Jahren stark an. Anfang 2016 startete die Aktie bei ca. 11 USD. Im Hoch befand sie sich zuletzt bei rund 26 USD. Dies entspricht einem Anstieg von weit über 100%. Innerhalb der vergangenen Monate ging das Unternehmen jedoch in eine verengte Konsolidierung über. Deren obere Begrenzung befindet sich bei ca. 24,30 USD. Auf diesem Niveau wird die Aktie heute eröffnen. Kann sich die Bank of America heute aus dieser Konsolidierung lösen, so nimmt sie den übergeordneten Aufwärtstrend wieder auf. Sollte die Aktie keinen nachhaltigen Kaufdruck entwickeln und die untere Begrenzung bei ca. 22 USD unterbieten, so befindet sich der nächste starke Unterstützungsbereich erst bei rund 18,50 USD. Ich nehme die Aktie in meine verengte Watchlist auf.

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Chartanalyse ProSiebenSat.1: Übernahme von Jochen Schweizer im Fokus!

ProSiebenSat.1 (PSM777) steht vor einem Umbruch. Denn das Hauptgeschäft der klassischen Fernseh-Werbeeinnahmen schwächelt. Zwar sollten diese Einnahmen in den kommenden Jahren in Deutschland weiter steigen, doch aufgrund der starken Online-Konkurrenz rund um Netflix, Amazon und Google sind diese Wachstumsaussichten mehr als begrenzt. Analysten rechnen hierbei lediglich noch mit einem jährlichen Plus von rund 2%.

Grund genug für den Medienkonzern aus München sich neu zu erfinden: ProSiebenSat.1 will weiter ins Digitalgeschäft eindringen. Dabei kann das Unternehmen auf einen Cashbestand von rund 1,35 Mrd. EUR zurückgreifen. Am 21.Juni meldete der Konzern, dass der Anbieter für Erlebnisgutscheine Jochen Schweizer übernommen wird. Die Firma wird mit rund 108 Mio. EUR bewertet. Doch bei solch einer Größenordnung wird Jochen Schweizer in erster Linie nur unwesentlich zum Gesamtergebnis von ProSiebenSat.1 beitragen können. Der Medienkonzern erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr ein EBITDA in Höhe von 982 Mio. EUR. Jochen Schweizer hingegen lediglich ca. 10 Mio. EUR.

Dennoch scheint sich ProSieben bewusst für Jochen Schweizer entschieden zu haben. Denn dadurch wird die eigene Erlebnisgutscheinplattform mydays gestärkt. Durch die Ergänzungen der Angebote und das Zusammenlegen beider Plattformen kann hierbei die Marktführerschaft entstehen.

Außerdem scheint sich die Strategie von ProSieben zu ändern: in kleine lukrative Nischen eindringen, um dort die Marktführerschaft zu erlangen. Selbiges passt zu den Plattformen Parship und Elitepartner, welche beide zum Medienkonzern aus München gehören.

Auf Wochenbasis ist zu sehen, dass sich die Aktie von ProSieben weiterhin in einem Abwärtstrend befindet. Durch den Anstieg von Ende 2016 bis vor wenigen Monaten gelang es allerdings nicht, diesen Abwärtstrend zu überwinden. Mittlerweile stabilisiert sich der Kurs leicht unterhalb der SMA 200. Dieser Versuch der Bodenbildung befindet sich unmittelbar am 50er Fibonacci-Retracement der vorangegangenen Aufwärtsbewegung. Dabei notiert die Slow Stochastik stark im überverkauften Bereich und das MACD-Histogramm deutet eine Wende an. Die Aktie wird in meine engere Watchlist aufgenommen.

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