Chartanalyse Starbucks: Abstrafung nach der Zahlen-Bekanntgabe!

Am 27. April veröffentlichte Starbucks (WKN: 884437) seine Zahlen für das erste Quartal. Diese wirkten noch relativ solide. Hierbei ist zu erkennen, dass sich das Wachstum zwar weiter abflacht, der Gewinn und die operative Marge jedoch weiter anzogen. Im Vergleich zum Vorjahreswert stiegen die Umsätze um 6% auf ca. 5,3 Mrd. USD an.  Der Gewinn stieg um 8% auf ein Quartals-Rekord von 935 Mio. USD. Die Marge stieg ebenfalls auf einen Quartals-Rekord von 17,7% an. Zunächst startete die Aktie mit einem Abwärts-Gap in den Handel, doch während den nachfolgenden Handelstagen wurde Starbucks wieder aufgefangen und konnte sogar zu einem neuen Allzeithoch vorstoßen.

Nun veröffentlichte die Kaffeerestaurant-Kette die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Auch hier wird mir bewusst, dass die Erwartungen an den Konzern sehr hoch sind: die Umsätze zogen um 8% auf 5,7 Mrd. USD an. Abstriche mussten jedoch die Anleger von Starbucks bei den Gewinnen bzw. der Marge machen. Die Gewinne stiegen lediglich um 2%. Die operative Marge fiel sogar um 110 Basispunkte auf 18,4%. Hierauf reagierten die Aktionäre äußerst sensibel und straften den Wert ab. Starbucks eröffnete den Handel mit einem Abschlag von mehr als 6%.

Der Aktie von Starbucks gelang vor der Veröffentlichung der ersten Quartalszahlen der charttechnische Breakout aus dem mehrjährigen Korrekturkanal. Auf die Quartalszahlen reagierten Anleger zunächst skeptisch. Doch der Wert fand relativ schnell seine Unterstützung und setzte seine Aufwärtsbewegung fort. Ein neues Allzeithoch wurde generiert. Doch von hier aus startete sofort eine Gegenbewegung. Zuerst wirkte diese Korrektur als ein potenzieller Pullback zum zuvor durchbrochenen Kanal. Nach der Bekanntgabe der Zahlen für das abgelaufene Quartal entpuppte sich dies jedoch als ein größeres Unterfangen. Die Aktie wurde unter hohem Handelsvolumen abverkauft und befindet sich mittlerweile wieder inmitten des Korrekturkanals.

Im Bereich der starken Unterstützung bei ca. 52,40 USD stoppte dieser Abverkauf vorerst. Diese Kursmarke wird entscheidend für den weiteren Verlauf. Bricht diese Unterstützung, so wird schnell die Unterkante des Kanals als nächstes Kursziel freigeschalten. Ob diese in einer potenziell schlechter werdenden Nachrichtenlage halten wird, ist aufgrund der hohen Bewertung der Aktie jedoch fraglich. Dabei können schnell Kurse im Bereich von 40 USD erreicht werden.

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Chartanalyse Tesla: Das iPhone auf Rädern!

Am Donnerstag meldete Tesla (WKN: A1CX3T) seine Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal. Hierbei pulverisierte das Unternehmen von Revolutionär Elon Musk die Erwartungen der Analysten. Die Erlöse stiegen hierbei in der ersten Jahreshälfte um über 127% (!) auf 5,5 Mrd. USD an. Zusätzlich wurde die operative Marge von -20% auf -9% gesenkt. 2018 soll die des Model 3 bereits 25% betragen. Die Umsätze im Bereich Energie und Speicherung wiesen ebenso einen neuen Rekord auf. Hier wurde ein Umsatz von 289 Mio. USD mit einer Bruttomarge von 29% erzielt. Der Verlust konnte im Zuge des starken Umsatzwachstums bereits von 336 Mio. USD auf 293 Mio. USD eingegrenzt werden.

Eine stärkere Umsatzsteigerung wird unter anderem auf das Model 3 zurückzuführen sein. Die Nachfrage nach dem ersten massentauglichen Wagen des Konzerns ist weiterhin riesig. Im Schnitt gehen derzeit über 1.800 Reservierungen pro Tag ein. Tesla kommt dadurch endgültig im Massenmarkt an. Viele sprechen bereits vom iPhone auf Rädern! Nach Abzug von den zurückgezogenen Kauforders liegen dem Konzern bereits mehr als 455.000 Bestellungen vor.

Charttechnisch konnte die Aktie von Tesla im April aus der mehrjährigen Konsolidierung ausbrechen und schaltete damit ein massives Aufwärtspotenzial frei. Dieser starke Anstieg ist unter anderem auf die Hoffnungen des massentauglichen Model 3 zurückzuführen. Diese beflügelten die Aktie. Als Tesla unmittelbar vor der Kursmarke von 400 USD notierte, wurde sie heftig abverkauft. Dieser scharfe Rücksetzer wurde jedoch relativ schnell wieder aufgefangen. Die Aktie ging in eine mehrwöchige Akkumulations-Phase über.

Durch die Veröffentlichung der starken Q2-Zahlen startete die Aktie am Donnerstag mit einem starken Aufwärts-Gap von rund 6% in den Handel. Ein Pivotal News-Point wurde generiert, welcher an diesem Handelstag verteidigt wurde. Durch den fortgesetzten Kaufdruck von Freitag konnte ein wichtiger Widerstand, die Oberkante der Akkumulations-Phase per Tagesschlusskurs überwunden werden.

Die Aktie löst sich nach oben und ist für mich ein Kauf. Das Allzeithoch bzw. die Kursmarke von 400 USD sollten bald abgearbeitet werden. Als eine signifikante Unterstützung erachte ich die Unterkante der Akkumulation. Diese notiert bei ca. 310 USD.

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Chartanalyse Nordex: Turnaround nach überraschenden Quartalszahlen?

Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex (WKN: A0D655) war von Anfang 2016 bis zuletzt die Enttäuschung schlechthin. Zu Beginn des vergangenen Handelsjahres notierte das Unternehmen aus Hamburg noch bei einem Kurs von 34 EUR. Daraufhin folgten einige Abverkäufe. Diese wurden vor allem von schlechten Quartalszahlen, schwachen Ausblicken für das Gesamtjahr sowie die Wahl von Donald Trump begleitet. Der neue US-Präsident gilt nicht gerade als Verfechter von erneuerbaren Energien. Panik machte sich breit. In der Spitze verlor der Titel rund 70% seines Börsenwertes.

Mittlerweile sendet das Unternehmen erste positive Signale, welche zumindest auf eine Bodenbildung hindeuten: Im zweiten Quartal zog der Umsatz wieder überraschend an. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich um 1% auf 1,5 Mrd. EUR an, doch hierbei rechneten die Experten noch mit einem Rückgang. Der Gewinn ging um 14% auf 117,5 Mio. EUR zurück. Auch hier waren die Analysten negativer eingestellt.

Durch diese über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen generierte die Aktie am gestrigen Handelstag eine Art Pivotal News-Point. Nun befindet sich Nordex am kurzfristigen Abwärtstrend sowie der wichtigen Widerstandsmarke von 12.55 EUR. Können diese Widerstände per Tagesschlusskurs überwunden werden, so befinden sich meine nächsten Kursziele bei 15 bzw. 17 EUR. Im Vorfeld wurde Nordex über einige Handelstage hinweg in einer verengten Konsolidierung akkumuliert. Die untere Begrenzung befindet sich bei rund 11,40 EUR und bildet eine signifikante Unterstützung.

Fazit: Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Experten, doch um von einem nachhaltigen Turnaround zu sprechen,  genügen mir diese Zahlen nicht. Charttechnisch betrachtet könnte die Aktie jedoch vorerst in eine erste Erholungsbewegung übergehen. Hierzu erachte ich allerdings ein Tagesschlusskurs oberhalb der Kursmarke von 12,60 EUR als notwendig. Dabei sollte die Aktie nicht unter die Unterstützung bei rund 11,40 EUR fallen.

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Chartanalyse Siemens: Abstrafung nach durchwachsenen Zahlen! Wo findet die Aktie ihren Boden?

Der Elektrokonzern Siemens (WKN: 723610) meldete am heutigen Handelstag seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Das Unternehmen aus München steigerte den Umsatz um 8% auf 21,4 Mrd. EUR. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Umsatz jedoch lediglich um 3% an. Auch das Ergebnis im herkömmlichen Bereich verbesserte sich um 3% auf 2,25 Mrd. EUR. Letztendlich verdiente Siemens 1,5 Mrd. EUR. Damit liegt das Ergebnis um rund 7% höher als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt hielt der Konzern an der Jahresprognose fest.

Allerdings ist die Marge aufgrund von Belastungen im Zuge der Übernahme von Mentor Graphics sowie dem Zusammenschluss im Windgeschäft mit Gamesa zurückgegangen. Am meisten enttäuscht wurden die Anleger jedoch von den Auftragseingängen. Diese gingen im Vergleich zum Vorjahr um 6% auf 19,8 Mrd. EUR zurück.

Charttechnisch betrachtet wurde die Aktie innerhalb der letzten Wochen stark abgestraft. Hierbei verlor der Elektrokonzern aus München bereits über 15,5%. Am heutigen Handelstag beschleunigte sich nochmals die Abwärtsbewegung. Der Titel steht aktuell bei minus 3%. Doch wie geht es weiter? Findet die Aktie ihren Boden?

Langristig betrachtet war eine solche Gegenbewegung, wie wir sie in den letzten Handelswochen erlebt haben, völlig überfällig. Denn seit Ende 2016 legte der Wert um über 70% zu. Der langfristige Aufwärtstrend ist dementsprechend trotz der jüngsten Korrektur weiterhin völlig intakt. Für langfristig orientierte Anleger besteht daher aus charttechnischen Gesichtspunkten kein Grund zur Sorge. Aktuell befindet sich die Aktie am 38,2er Fibonacci-Retracement der beschriebenen Aufwärtsbewegung. Hier notiert ebenfalls das vorherige Allzeithoch. Daher bietet sich an dieser Stelle eine erste übergeordnete Unterstützung an. Ich rechne in dieser Zone mit einer untergeordneten Erholung.

Einen Long-Einstieg wage ich hier noch nicht. Denn insgesamt rechne ich mit weiterem Verkaufsdruck, welcher bis in den Bereich von 105 bis 99 EUR anhalten könnte. Hier werde ich voraussichtlich langfristige Positionen von Siemens aufbauen.

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Chartanalyse Apple: neues iPhone, neue Phantasie, neues Rekordhoch, Wiederaufnahme des Aufwärtstrends!

Gestern Abend meldete das größte Unternehmen der Welt seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Dabei übertraf Apple (WKN: 865985) die Erwartungen der Analysten. Der Konzernumsatz legte um 7% auf 45,4 Mrd. USD zu und auch die Prognose für das laufende Quartal wurde im Vergleich zu den Erwartungen nochmals erhöht. Das Unternehmen aus Cupertino rechnet für das laufende Vierteljahr mit einem Umsatz  von 49 bis 52 Mrd. USD. Im vergangenen Jahr betrug dieser noch 47 Mrd. USD. Zudem deutete Apples optimistische Prognose darauf hin, dass das neue iPhone bereits Ende September auf den Markt kommen wird. Hierbei wird von Apple ein Gerät erwartet, bei welchem das Display die Vorderseite komplett ausfüllt.

Die Frage eines Analysten nach Apples Tests bezüglich einer Software für das autonome Fahren beantwortete Cook in einer Art und Weise, welche auf größere Pläne des Konzerns schließen lassen könnte. Der Apple-Chef antwortete, dass die Autonomie die Krönung von Projekten künstlicher Intelligenz sei. Selbstfahrende Fahrzeuge sind dabei lediglich ein Weg, diese zu nutzen.

Charttechnisch betrachtet konsolidierte die Aktie in den letzten Handelswochen innerhalb einer bullischen Flagge. Hierbei verarbeitete Apple die vorangegangene starke Aufwärtsbewegung. Diese wurde nochmals am 1. Februar beschleunigt. Hierbei veröffentlichte das Unternehmen die besten Quartalszahlen aller Zeiten. Dadurch gelang der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch.

Durch die Veröffentlichung der aktuellen Quartalszahlen gelang dem Unternehmen erneut die Erwartungen der Analysten zu übertreffen. Die Aktie notiert außerbörslich rund 6% höher. Damit gelingt der Ausbruch aus der bullischen Flagge. Ein neues Allzeithoch wird generiert. Die Aktie ist bereit, den übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufzunehmen.

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Big Picture Volkswagen: Licht und Schatten des größten Automobilherstellers von Europa!

Egal ob der Abgasskandal oder die jüngsten Kartellvorwürfe, die schlechte Nachrichtenlage der deutschen Automobilhersteller rund um die Volkswagen AG (WKN: 766403) reißt einfach nicht ab. Die USA bereitet nach dem Abgasskandal bereits die nächste Sammelklage aufgrund illegaler Absprachen zu Preisen vor. Doch trotz aller Widrigkeiten rund um diese Skandale konnte Volkswagen das Konzernergebnis mehr als verdoppeln. Dieses stieg im zweiten Quartal auf 3,192 Mrd. EUR an. Im vergangenen Jahr konnte hierbei lediglich ein Ergebnis von 1,214 Mrd. EUR erwirtschaftet werden. Auch der Umsatz zog von 57,0 Mrd. EUR auf 59,7 Mrd. EUR an.

Charttechnisch ist die Aktie trotz der guten Quartalszahlen stark unter Druck. Obwohl sich VW seit dem Tief des Abgasskandals stark erholen konnte, beschatten nun die jüngsten Kartellvorwürfe das übergeordnete Bild. Dieses ist durch den Verlauf der vergangenen Handelsmonate ohnehin angeschlagen. Die Slow Stochastik generierte nun auf Monatsbasis ein Verkaufssignal. Das MACD-Histogramm will diesem folgen. Ohnehin erscheint der Erholungsversuch mehr einer korrektiven Erscheinung. Derzeit befindet sich der Wert noch an einer massiven Unterstützungszone um die 130 EUR. Bricht diese, wird der in der Erholung gebildete Aufwärtstrend nicht halten können. Die nächste markante Unterstützung befindet sich erst wieder im Bereich der 106 EUR. Diesen behalte ich für einen übergeordneten Long-Einstieg im Auge, insofern die Indikatoren und Oszillatoren entsprechende Signale liefern.

Auf Wochenbasis notiert die Technik bereits in einem Bereich, in dem solche Kaufsignale entstehen können. Sowohl die Slow Stochastik als auch das MACD-Histogramm sind massiv im überverkauften Bereich. Zusätzlich notiert die Aktie unmittelbar am wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 130 und 127 EUR. Ich erwarte hier eine mehrwöchige Gegenbewegung bis zum Mindestkursziel bei 136 bzw. 140 EUR. Mit einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung rechne ich jedoch aufgrund der Monatsansicht noch nicht.

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Big Picture BASF: Wie geht es nach dem Gewinnsprung und der Anhebung der Prognose weiter?

Der größte Chemiekonzern der Welt legte in der abgelaufenen Handelswoche seine Zahlen für das zweite Quartal vor. Dank deutlicher Zuwächse bei Basischemikalien sowie bei Öl und Gas lief es für die BASF SE (WKN: BASF11) mehr als rund: Im abgelaufenen Quartal gelang dem Unternehmen aus Ludwigshafen ein deutlicher Gewinnsprung. Auch die Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben. Der Gewinn stieg dabei vor Sondereffekten um 32% auf rund 2.25 Mrd. EUR. Hierbei konnten sogar die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen werden.  Der Umsatz legte ebenfalls zu. Dieser zog um 12% auf 16,3 Mrd. EUR an. Für das EBITDA zum Jahresende wird eine Zunahme von mindestens 11% erwartet. Damit wurde die Prognose erhöht, bei welcher bislang von bis zu 10% ausgegangen wurde. Doch wie steht es um die charttechnische Situation des größten Chemie-Konzerns der Welt?

Die übergeordnete Betrachtung wird hierbei in Form der Monatsansicht dargestellt. Hierbei stelle ich fest, dass sowohl in der Slow Stochastik ein Verkaufssignal generiert wurde als auch das MACD-Histogramm stark abflacht. Diese steht ebenfalls kurz vor einem solchen Signal. Damit wurde durch den Anstieg vor einigen Monaten lediglich ein Doppeltop am Allzeithoch generiert. Die Gefahr einer weiteren monatelangen Korrektur ist damit gegeben. Meine ersten Kursziele befinden sich hierbei im Bereich um die 75 EUR sowie 70 EUR. In diesen Bereichen notieren starke Unterstützungen.

Diese Unterstützungen sind im Wochenchart weiterhin gekennzeichnet. Hier befinden sich zusätzlich die Hauptkorrekturziele des 50er und 61,8er Fibonacci-Retracements. Anders als im Monatschart ist hierbei die Technik allerdings bereits stark im negativen Bereich bzw. massiv überverkauft. Daher ist tendenziell für die nächsten Handelswochen eher mit einer Erholungsbewegung zu rechnen. Zusätzlich befindet sich die Aktie derzeit am 38,2er Fibonacci-Retracement sowie der SMA 200. Ebenfalls liegt um den Bereich der Kursmarke von 77 bis 80 EUR eine starke Unterstützungszone.

Macht ein Einstieg Sinn?

Obwohl mir die übergeordnete Monatsansicht etwas Bauchschmerzen bereitet, rechne ich auf Wochenbasis mit einer Erholungsbewegung. Daher bietet sich meines Erachtens ein Long-Trade über mehrere Handelswochen an. Auf Tagesbasis ergibt sich ein ähnliches Bild bei der Technik wie in der Wochenansicht. Aus diesem Grund plane ich die Aufstockung meiner bestehenden Position im Bereich zwischen 76 und 74 EUR.

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Chartanalyse Adidas: Im Vollsprint nach vorne!

Adidas (WKN: A1EWWW) entwickelte sich in den letzten Jahren zum Superbullen im DAX. Auch am heutigen Handelstag entzieht sich der Sportartikelhersteller der Schwäche im Gesamtmarkt und steigt um über 8% an. Der Grund dafür ist, dass Adidas weiterhin in Topform bleibt. Gestern Abend meldete das Unternehmen besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen und hob zugleich nochmals seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2017 an. Der Umsatz dürfte währungsbereinigt zwischen 17 und 19% zulegen. Angepeilt wurde eine Steigerung zwischen 12 und 14%. Beim Gewinn sieht es ähnlich aus: dieser soll zwischen 26 und 28% auf 1,39 Mrd. EUR anziehen. Erwartet waren bislang lediglich 1,225 Mrd. EUR.

Durch die gestrige Prognoseanhebung startet Adidas mit einem Aufwärts-Gap von ca. 8% in den Handel. Dadurch überwindet die Aktie die verengte Konsolidierung der vergangenen Monate mit einem Pivotal Newspoint nach oben. Der Breakout auf ein neues Allzeithoch ist in volle Gange. Ein ähnliches Bild erlebten wir bereits im März des Jahres. Hierbei generierte der Konzern ebenfalls einen solchen Pivotal Newspoint und konnte dadurch auf ein neues Allzeithoch ausbrechen. Der Ausbruch erfolgte unter hohem Handelsvolumen. Dies dürfte am heutigen Tag auch der Fall sein. Mein nächstes Kursziel befindet sich bei ca. 210 EUR.

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Chartanalyse Bayer: Einstiegsgelegenheit nach Prognosesenkung?

Bayer (WKN: BAY001) meldete am heutigen Handelstag seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Dabei hat der Konzern seine Jahresziele deutlich nach unten gesenkt. Im zweiten Quartal ist die Bayer AG nicht vom Fleck gekommen. Schuld hierfür sind vor allem bereits angekündigte Belastungen im Agrargeschäft und die anhaltend schwache Lage bei rezeptfreien Medikamenten. Das EBITDA bliebt nahezu unverändert bei 3,06 Mrd. EUR. Der Umsatz stieg lediglich um 1,9% auf 12,2 Mrd. EUR an. Zwar lag das Ergebnis leicht über den Erwartungen, doch die Probleme dieses Quartals werden sich deutlich auf die Jahresziele auswirken. Aus diesem Grund musste Bayer seine Prognose für das Jahr kappen. Statt 51 Mrd. EUR werden lediglich noch 49 Mrd. EUR an Umsatz angepeilt. Das EBITDA soll im oberen einstelligen Prozentbereich ansteigen, während noch im April mehr als 10% angekündigt wurden. Bezüglich der geplanten Übernahme von Monsanto äußerte sich der Konzernchef nur knapp. Er sprach von „Fortschritten in der Diskussion mit den Regulierungsbehörden“. Weiterhin liegen die Entwicklungen voll „im Zeitplan“.

Nachdem Bayer zu Beginn des Jahres den langfristigen Abwärtstrend überwunden hatte, stieg die Aktie beinahe unaufhörlich an. Doch seitdem die Ergebnisbelastung in Brasilien gemeldet wurde, setzte eine scharfe Korrektur ein. Die Senkung der Prognose für das Jahr 2017 bekräftigte nochmals die zuvor veröffentlichte Nachricht zum Brasiliengeschäft. Die Aktie reagiert am heutigen Handelstag mit einem Abschlag von rund 3%. Damit touchierte Bayer die SMA 200 der Wochenansicht sowie das 38,2er Fibonacci-Retracement der vergangenen Aufwärtsbewegung. Die Aktie befindet sich im unteren Bereich der Bollinger Bänder. Allerdings ist die Slow Stochastik mittlerweile stark überverkauft und das MACD-Histogramm ist ebenfalls massiv im überverkauften Bereich. Ich rechne damit, dass die Aktie innerhalb der nächsten Handelswochen einen Erholungsversuch starten wird. Insgesamt rechne ich allerdings noch mit dem Erreichen der Kursmarken von mind. 105 und 100 EUR.

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Chartanalyse Facebook: neue Wachstumswege!

Sie haben es wahrscheinlich bereits entdeckt: Facebook, die größte Social-Media Plattform der Welt wird zunehmend ein Schauplatz für Unternehmen zur Platzierung ihrer Werbung. Facebook (WKN: A1JWVX) hat sich zu einer riesigen Werbetafel entwickelt. Doch allmählich schwindet der Platz für Werbung auf der gleichnamigen Plattform. Mittlerweile lässt sich beinahe überall eine solche Anzeige platzieren. Dabei ist es egal ob sich diese im News-Feed, auf der rechten Spalte, als Instant Articles oder sogar in Videos befinden soll. Auch auf der Plattform Instagram wird fleißig geworben. Hier scheinen der Platz sowie die Möglichkeiten für solche Anzeigen allerdings bei weitem nicht so groß und vielfältig zu sein wie auf Facebook direkt.

Aus diesem Grund sucht Facebook nach weiteren Möglichkeiten, um Werbeanzeigen effektiv platzieren zu können. Der Facebook Messenger bietet dafür die perfekte Gelegenheit. Inzwischen nutzen monatlich rund 1,2 Mrd. Nutzer diesen Service. Der Vorteil ist, dass das Unternehmen dort ohne großen Mehraufwand die Anzeigen für Werbetreibende platzieren kann. Denn der Messenger greift auf dieselbe Plattform zurück wie die Anzeigen auf Facebook oder Instagram. Die Problematik wird jedoch darin liegen, dass diese Werbung von den Nutzern nicht als störend empfunden wird. Facebook führte zum Projekt des Messengers als Werbeplattform sogar schon Tests in Australien und Thailand durch. Diese sind erfolgreich verlaufen, sodass bereits Pläne verkündet wurden, um die Werbung auf dem Messenger global auszuweiten.

Charttechnisch betrachtet befindet sich Facebook in einem starken Aufwärtstrend. Seit Mai 2017 wurde die Aktie sogar unter steigenden Hochs akkumuliert. Diese steigenden Hochs bildeten eine Trendlinie, welche die Aktie vor einigen Handelstagen nach oben durchbrochen hat. Dadurch beschleunigte sich nochmals die Aufwärtsbewegung.  Allerdings notiert das MACD-Histogramm massiv im positiven Bereich, sodass eine Abkühlung zu erwarten ist. Zusätzlich befindet sich Facebook erneut am oberen Bollinger Band. Ein Long-Einstieg ist daher meines Erachtens nach zu früh.

Bei meinem persönlichen Long-Einstiegs-Szenario warte ich auf einen Rücklauf zur SMA 50 (blauer gleitender Durchschnitt). Bestenfalls befindet sich zu diesem Zeitpunkt das Pullback-Niveau der Trendlinie im selben Bereich. Auch das MACD-Histogramm sollte negativ sein.

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