Chartanalyse Bayer: Ist das bereits der Turnaround?

Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer (WKN: BAY001) ist aufgrund der Übernahme von Monsanto stark verschuldet. Insgesamt kam der Konzern im vergangenen Jahr auf eine Nettoverschuldung von fast 36 Mrd. EUR. Zudem bleiben die Risiken durch die Glyphosat-Prozesse weiterhin bestehen. Doch neben starken Effizienzprogrammen trennte sich Bayer zuletzt von seiner Tier-Arzneimittel-Sparte für fast 7 Mrd. EUR. Dadurch kann die Nettoverschuldung reduziert werden. Weiterhin veräußerte der Konzern zuletzt seine Anteile an Currenta, einem der größten Chemieparkbetreiber in Deutschland. Gemeinsam mit Lanxess konnten die Unternehmen rund zwei Mrd. EUR einnehmen. Insgesamt fließen Bayer hierbei 1,35 Mrd. EUR zu.

Aus charttechnischer Sicht gelang der Aktie von Bayer vor wenigen Wochen ein erster wichtiger Schritt. Dabei konnte der mittelfristige Abwärtstrend nachhaltig überwunden werden. Selbiges gilt für den GD200 (daily, aktuell bei ca. 63,56 EUR). Bayer arbeitet am charttechnischen Turnaround. Zumindest im mittelfristigen Kontext. Sollte der Widerstand von ca. 71,80 EUR überwunden werden, befindet sich das nächste Kursziel bei ca. 83 EUR. Ich erwarte, dass Bayer innerhalb der nächsten Monate dieses Ziel ansteuert. Nach einer mehrwöchigen Pullback-Bewegung zum zuvor durchbrochenen Widerstand bei ca. 71,80 EUR erwarte ich ein Ansteuern des langfristigen Abwärtstrends. Dieser notiert bei ca. 100 EUR. Pinzipiell bleibe ich bullisch bei Bayer, solange die Aktie oberhalb des Unterstützungsbereich bei ca. 58 EUR notiert. Von einem nachhaltigen Turnaround kann allerdings erst gesprochen werden, wenn der langfristige Abwärtstrend nachhaltig überwunden werden kann.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Bayer, Lanxess.

 

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