Chartanalyse Infineon: Abverkauf trotz starker Zahlen – gescheiterter Turnaround-Versuch?

Zuletzt veröffentlichte der Halbleiterhersteller Infineon (WKN: 623100) seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Hierbei konnten die Münchener trotz schwieriger Marktbedingungen in der Branche ein solides drittes Quartal verzeichnen. Zurückzuführen sind diese Bedingungen vor allem auf den schwachen Automobilmarkt sowie die heikle konjunkturelle Lage in China. Hier schwächte das Wachstum zuletzt ab. Doch insgesamt wurden die Ziele für das Geschäftsjahr bestätigt. Der Umsatz soll demnach bei rund acht Mrd. EUR liegen und die Marge sich auf 16 Prozent belaufen. Zudem sollen die Fertigungskapazitäten ausgebaut werden. Dafür sind Investitionen in Höhe von 1,5 Mrd. EUR  zu tätigen. Im abgelaufenen dritten Quartal konnte der Umsatz um vier Prozent auf rund zwei Mrd. EUR gesteigert werden. Das EBIT ging hingegen um elf Prozent auf 317 Mio. EUR zurück. Zunächst reagierte die Aktie freundlich auf diese Geschäftszahlen, doch die erneute Zuspitzung im Handelsstreit zwischen den USA und China schickte auch Infineon erneut auf Talfahrt. Ist der angesprochene Turnaround-Versuch damit gescheitert?

Aus charttechnischer Sicht läuft der Versuch des Turnarounds im Big Picture weiterhin. Nach dem massiven Abverkauf im Juni konnte sich Infineon wieder schnell stabilisieren und bildete auf Monatsbasis eine Umkehrkerze in Form eines Hammers. Dieser wurde mit der darauffolgenden Monatskerze bestätigt. Bei der jetzigen Korrektur handelt es sich meiner Ansicht nach lediglich um einen Rücklauf, ehe die nächste Aufwärtsbewegung folgt. Die Slow Stochastik signalisiert ebenfalls einen massiv überverkauften Zustand. Auf Sicht von mehreren Monaten erwarte ich daher ein Ansteuern der Unterkante des aktiven Abwärtstrendkanals. Dieser notiert im Bereich von 20 EUR. Erfolgt der Breakout, ist schnell mit Kursen von ca. 25 EUR zu rechnen. Auf Sicht von wenigen Wochen sollte sich die untergeordnete Korrektur hingegen nochmals weiter fortsetzen. Aktiv bleibt das Aufwärtsszenario solange sich die Aktie oberhalb der Kursmarke von ca. 13,44 EUR aufhalten kann. Andernfalls drohen im Big-Picture nochmals einstellige Kurse.

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