Chartanalyse Infineon: DAX-Titel mit Verdopplungspotenzial!

Der Handelskrieg zwischen den USA und China macht auch vor den Chip-Werten keinen Halt. Noch vor einem Jahr stand beispielsweise der DAX-Titel Infineon (WKN: 623100) bei fast 26 EUR. Mittlerweile musste der Chip-Konzern rund 45 Prozent seiner Marktkapitalisierung einbüßen. Die Angst vor einer Rezession ist hier stark zu spüren. Erst am Freitag musste erneut ein massiver Kursverlust von in der Spitze sieben Prozent hingenommen werden. Dies war auf einen negativ aufgenommenen Quartalsbericht des US-Chipkonzerns Broadcom zurückzuführen. Dieser konnte die Markterwartungen in Hinblick auf den Umsatz sowie den Ausblick nicht erfüllen. Weiterhin stoßen die derzeitigen Übernahmepläne des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor auf Skepsis unter den Anlegern. Dieser Deal wäre mit rund neun Milliarden USD der größte in der Geschichte Infineons. Damit würden die Münchener zur weltweiten Nummer acht unter den Chipkonzernen aufsteigen und zur Nummer eins für die Chips im Automobilmarkt. Diesen Plänen muss jedoch noch US-Präsident Donald Trump zustimmen. Die Anleger erachten diesen Preis als zu hoch.

Seit dem Hoch im vergangenen Jahr bleibt Infineon innerhalb des Abwärtstrends gefangen. Grundsätzlich ist eine Bodenbildung bislang noch nicht zu erkennen. Dementsprechend ist auch weiterhin mit einer fortgesetzten Abwärtsbewegung zu rechnen. Diese beschleunigte sich nochmals als Infineon einen Pullback zur nach unten durchbrochenen Konsolidierungsspanne startete. Innerhalb eines Monats betrug der Kursverlust dabei mehr als 20 Prozent. Dabei konnten die Jahrestiefs des vergangenen Jahres nicht mehr verteidigt werden. Mein nächstes Kursziel befindet sich somit am Unterstützungsbereich von 13,17 EUR. Hier notieren die letzten lokalen Hochs aus den Jahren 2007 und 2003. Einen antizyklischen Einstieg suche ich aus jetziger Sicht nicht. Kann die Aktie einen nachhaltigen Boden bilden, ist mit einem erneuten Angriff der Jahrestiefs aus 2018 bei ca. 16,17 EUR zu rechnen. Ich erwarte im Zuge dieser vermeintlichen Erholungsbewegung jedoch ein Ansteuern der Unterkante des Abwärtstrends. Erst wenn dieser nachhaltig überwunden werden kann, ist mit einer übergeordneten Trendfortsetzung zu rechnen. Sollte sich Infineon jedoch nicht im Unterstützungsbereich von 13,17 EUR stabilisieren können, ist mit einem Ansteuern der Zone von 10 EUR auszugehen. Hier notiert der GD200 (monthly) sowie die lokalen Tiefs aus 2003 und 2016. Die Slow Stochastik befindet sich mittlerweile zwar massiv im überverkauften Bereich, doch deutet bislang noch keinerlei Bodenbildung an.

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