Chartanalyse SAP: Wie geht es nach dem Fehlausbruch und den enttäuschenden Quartalszahlen weiter?

Zuletzt veröffentlichte der größte DAX-Konzern seine Zahlen für das abgelaufene Quartal und gab einen Ausblick für die bevorstehenden ab. SAP (WKN: 716460) enttäuschte dabei seine Aktionäre. Die Aktie verlor in der Spitze rund 6 Prozent seiner Marktkapitalisierung. Der Grund für die Enttäuschung bei den Anteilseignern des Technologie-Konzern waren die hohen Erwartungen. Der Konzernumsatz stieg aufgrund eines starken Cloud-Geschäfts (Wachstum von bis zu 39 Prozent) um 7,7 Prozent auf 6,02 Mrd. EUR an. Auch die Prognose wurde angehoben. Für das Gesamtjahr wird mittlerweile von einem stärkeren Umsatzwachstum ausgegangen. Statt 6 bis 7,5 Prozent wird aktuell eine Spanne von 7,5 bis 8,5 Prozent angestrebt. Des weiteren konnten die Marktanteile gegenüber den Mittbewerbern gesteigert werden. Der Auslöser für den Abverkauf bei der Aktie war ein Rückgang der Marge. Hierfür verantwortlich sind die gestiegenen Aufwendungen im Cloud-Geschäft.

Aus charttechnischer Sicht bleibt die Aktie trotz der stärkeren Abwärtsbewegung weiterhin im langfristigen Kontext bullisch. Der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt völlig intakt. Doch im kurz- bis mittelfristigen Kontext könnte vorerst eine Korrekturbewegung bevorstehen. Zuletzt konsolidierte SAP noch innerhalb einer verengten Handelsspanne unmittelbar am vorherigen Allzeithoch bei ca. 100 EUR. Diese erstreckte sich von 97 bis 105 EUR. Dabei deutete die Aktie sogar einen bullischen Breakout an, indem die Oberkante der Seitwärts-Range überwunden wurde. Doch innerhalb der darauffolgenden Tage/Wochen fiel SAP wieder zurück und startete den Breakout auf der Unterseite. Aktuell notiert die Aktie am GD200 (daily, ca. 95,40 EUR). Kann dieser nicht verteidigt werden, befindet sich der nächste Unterstützungsbereich bei ca. 80 EUR. Hier notiert sowohl das letzte lokale Tief von Anfang des Jahres als auch der GD200 (weekly, ca. 80,72 EUR). Spätestens in diesem Bereich erwarte ich eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends. In dieser Zone sind meine Kursalarme platziert. Hier werde ich voraussichtlich meine bestehende Position weiter ausbauen.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: SAP.

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