Abgasmanipulationen: Trifft es nach Volkswagen und Fiat Chrysler nun auch General Motors?

Liebe Trader,

in der letzten Woche ging es rund bei den US-Autoherstellern: Zunächst hatte Ford überraschend den CEO gewechselt. Kurz darauf erhoben US-Behörden Anklage gegen Fiat Chrysler. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, ähnlich wie Volkswagen, Abgaswerte manipuliert zu haben. Die Rede ist hierbei von 104.000 Diesel-Fahrzeugen. General Motors (GM) wurde bisher verschont, könnte man meinen, doch am Donnerstag wurde auch Anklage gegen GM erhoben. Der Autohersteller aus Detroit soll die Abgaswerte in 705.000 Diesel-Trucks manipuliert haben. Es gibt jedoch einen deutlichen Unterschied im Vergleich zur Klage gegen Fiat Chrysler: Während es Fiat Chrysler mit einer Klage der US Justiz zu tun hat, handelt es sich bei General Motors bisher nur um eine Sammelklage von betroffenen Fahrzeugbesitzern. Zusätzlich verfügt GM über Geldreserven mit denen das Unternehmen mögliche Strafzahlungen tätigen könnte. GM hat die Vorwürfe in einer Stellungnahme jedoch scharf zurückgewiesen und erwidert, dass sämtliche Autos den Abgasrichtlinien entsprechen.

General Motors leidet unter stagnierenden Umsätzen. Die Zukunftsaussichten sind daher sehr pessimistisch, was sich auch in der Bewertung des Unternehmens zeigt: General Motors ist mit einem KGV von 5,5 und einer Dividendenrendite von 4,6 % sehr günstig bewertet. Das sehen auch viele Wall-Street-Gurus so und sind daher stark in der Aktie engagiert: Warren Buffett ist aktuell über seine Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway mit $ 1,6 Mrd. investiert. Hedgefondmanager David Einhorn legt noch einen drauf: Sein Hedgefond Greenlight Capital besitzt GM-Anteile im Wert von $ 2,4 Mrd. und ist damit mit über einem Drittel des Gesamtdepots in GM investiert!

Ein Blick auf den Langfristchart zeigt, dass man mit GM-Aktien in den letzten Jahren kein Geld verdienen konnte. Die Aktie notiert mit $ 33 deutlich unter dem Allzeithoch von 2013 bei $ 42. Der Gewinn konnte seitdem jedoch leicht zulegen und so ergibt sich das extrem niedrige KGV von 5,5. Von der Anklage ließ sich der Aktienkurs bisher nicht beeindrucken und hielt sich relativ stabil. Zusätzlich gibt es charttechnische Unterstützungen im Bereich von $ 30. Sollte der Abgasskandal jedoch trotzdem GM treffen und zu einem Abverkauf in der Aktie führen, dann könnte GM erst recht ein wahres Value-Schnäppchen sein.

Verantwortlicher Redakteur: Thorsten Reich, Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte. Der Autor dieses Artikels besitzt derzeit Aktien von General Motors.

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