Aktuell: „Booking.com“ Betreiber Priceline bricht nach Quartalszahlen auf neues Allzeithoch aus

Liebe Leser,

wir alle kennen und nutzen die Suchmaschinen für Hotels und Flüge wie z. B. „booking.com“. Vor kurzem hat der große amerikanische Player Priceline den europäischen Anbieter Momondo für $550 Mio. gekauft. Damit sichert sich der Anbieter von Meta-Suchmaschinen für Flüge und Hotels seine Position als Marktführer weiter ab. Momondo betreibt die Suchmaschinen Cheapflights (Flüge) und Momondo (Flüge, Hotels). Momondo gibt an, täglich mehr als eine Million Nutzer zu haben. Mit dem Kauf von internationalen Marken wie Momondo verfolgt Priceline die Strategie global präsent zu sein und Marktanteile zu sichern. Dazu reicht die Spanne der Angebote von Flügen, über Hotels, bis hin zu Autos.

Gestern veröffentlichte Priceline überraschend gute Quartalszahlen. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 2,35 Mrd. Dollar. Der Gewinn stieg um stolze 35 % auf 13,47 Dollar pro Aktie. Beim bereinigten Gewinn konnte Priceline die Erwartungen von 12,98 mit 14,21 Dollar pro Aktie deutlich übertreffen. Grund für die guten Zahlen sind vor allem die Hotelbuchungen. Hier konnte das Unternehmen einen Anstieg von 31 Prozent verzeichnen. Der Markt für Online-Buchungen für Hotels ist mit $228 Mrd. zwar groß, verspricht aber noch viel Wachstum, da der Gesamtmarkt für Hotelbuchungen bei $648 Mrd. liegt. Das heißt Online-Buchungen machen lediglich 35 % des gesamten Marktes aus. Hier liegt somit noch ordentlich Wachstumspotenzial.

Die Priceline Aktie konnte sich 2013 verdoppeln. Von 2014 bis Mitte 2016 bewegte sie sich in einer Seitwärts-Range zwischen $1000 und $1400. Heute startet die Aktie mit einem deutlichen Up-Gap auf einem neuen Allzeithoch in den Handel. Die knapp dreijährige Konsolidierung dürfte damit abgeschlossen sein.

Make-Or-Break-Situation im US-Biotechsektor: Diese Aktien gehören auf die Watchlist!

Liebe Trader,
die Zeichen im Biotechsektor stehen auf Grün: Nachdem der US-Referenzindex IBB gestern einen signifikanten Anstieg um knapp 3% auf ein neues Bewegungshoch verzeichnet hat, steht jetzt das Verlassen der volatilen Bodenbildungsphase unmittelbar bevor. Bei einem erfolgreichen Breakout winken schöne Anschlussgewinne. Daher sollte man sich als Trader auf dieses Szenario vorbereiten.

Im heutigen Video zeige ich, wie man gezielt im Biotechsektor systematisch neue Trading-Chancen identifiziert!

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Gilligan´s Island – Panik Peaks richtig handeln

Liebe Trader,

viele Marktteilnehmer platzieren Verlustbegrenzungen knapp unter mehrfach angetesteten Unterstützungslinien. Wird dann eine Unterstützung gerissen, kommt es folglich zu einer großen Menge Aktien, welche auf den Markt angeboten werden. Häufig wird dieses Angebot nicht sofort abgenommen, wodurch die Preise wiederum stark nachgeben. Doch nicht immer ist ein solcher Ausbruch nachhaltig. Manchmal beruht der Abverkauf lediglich auf einer durch Emotionen gesteuerten Überreaktion. Genau solche Panik Peaks wollen wir mit Gilligan´s Island ausfindig machen.

In seinem Buch „Hit and Run Strategien: Präzises Timing für Day Trader und Kurzfrist-Anleger“ benennt Jeff Cooper folgende Kriterien für ein positives Signal. So sollte die Aktie mit einer Kurslücke auf einem Zwei-Monats-Tief eröffnen, wobei größere Kurslücken zu präferieren sind. Am Ende des Handelstages ist es erforderlich, dass die Aktie über dem Eröffnungskurs sowie in der oberen Hälfte ihrer Tagesspanne schließt. Sobald diese Anforderungen erfüllt sind, wird am Folgetag 1/8 Punkt oberhalb des Vortages-Hochs gekauft. Für die Verlustbegrenzung gibt Cooper einen Punkt als Risiko vor und empfiehlt die Position auch über Nacht zu halten, falls sie fest schließen sollte.

Heute betrachten wir das Handelssignal Gilligan´s Island anhand der Ligand Pharmaceuticals Inc. (LGND). Das Unternehmen ist im Sektor der biopharmazeutischen Produktentwicklung tätig. In dem unten abgebildeten Chart ist erkennbar, dass es sich seit Mitte November 2016 in einem Seitwärtstrend befunden hat. Aus diesem ist die Aktie am 24.02.2017 als Reaktion auf einen großen Verlust aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr, nach unten ausgebrochen.

Es ist sehr schön zu erkennen, wie die Nachricht den Kurs enorm unter Druck gesetzt hat. Vermutlich wurden sehr viele Stop-Loss-Orders abgefischt und einige Panikverkäufe getätigt. Doch diese Überreaktion des Marktes machten sich andere Marktteilnehmer zu Nutze, indem sie die angebotenen Aktien aufkauften. Zum Tagesende war die Nachfrage dann höher als das Angebot, wodurch die Aktie sogar einen Gewinn im Vergleich zum Eröffnungskurs erzielen konnte. Der perfekte Einstieg eines Swing-Traders wäre am Folgetag mit dem Überschreiten des heutigen Tageshochs gegeben. Wie zu erkennen ist, wäre der Einstieg sehr gut gelungen und hätte bereits an dem Handelstag zu einem ansehnlichen Kursgewinn geführt.

Positiver Nebeneffekt bei diesem Signal: War Gilligan´s Island das einzige Handelssignal, welches hier aufgetreten wäre? Nein. Es kam zu einer Kombination mehrerer Handelssignale, wodurch mehrere Marktteilnehmer zu einem annähernd gleichen Zeitpunkt die Aktie kaufen wollten. Beispielhaft seien hier die Strategien Lonely Warrior und Bollinger Support, sowie das Chartmuster Hammer  genannt.

In der TraderFox Software kann die Trefferquote der Gilligan´s Island im Trade-Radar in Echtzeit verfolgt werden. Schon vor Handelsbeginn werden dort die Kandidaten identifiziert, welche unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit.

Adidas: Super-Bulle geht maßgeschneidert in die Zukunft, Aktie bricht aus!

Adidas (WKN: A1EWWW) war im vergangenen Jahr der Super-Bulle schlechthin. Der Wert legte bis zum Allzeithoch eine Kursrally von beinahe 95% zurück. Von hier aus startete eine mehrmonatige Korrekturbewegung. Diese wurde gestern nach oben durchbrochen. Grund hierfür waren positive Analystenstimmen von der RBC Capital sowie der UBS. Der Sportartikelhersteller wird auf “outperform” mit Ziel bei 180 EUR angehoben. Dieses Kursziel beinhaltet ein weiteres Rally-Potential von beinahe 20%.

Maßgeschneidert in die Zukunft

Adidas arbeitet am Bekleidungsgeschäft der Zukunft! Hierzu will Adidas in Deutschland und später in den USA Produktionslinien seiner Speedfactory aufbauen. Dabei werden Sportartikel nach den individuellen Wünschen der Kunden gefertigt. Vor Ort wird der Kunde per Körper-Scanner vermessen und anschließend in perfekter Größe produziert. Das Projekt heißt “Knit for you”.

Idee: Der erste Abwärtstrend konnte überwunden werden. Wir sind bullisch für die Aktie. Bricht Adidas nun auch über das Allzeithoch bei 160,15 EUR aus, so ist das ein großes, übergeordnetes Kaufsignal. Wir platzieren hier einen Kursalarm. Kursziel eines vermeintlichen Breakouts sind vorerst ca. 200 EUR.

Risk-On-Modus: 3 wertvolle Scan-Kriterien für die Echtzeit-Kurslisten!

Liebe Trader,
wer aktiv mit dem Trade Radar arbeitet, konnte seit Mitte vergangener Woche beobachten wie sich prozyklische Breakouts in Einzelaktien zunehmend schwer tun und tendenziell wieder abverkauft wurden. Wir befinden uns aktuell wieder im Risk-On-Modus!

In diesem Video zeige ich 3 Scan-Kriterien für die Echtzeit-Kursliste, um auf verschiedene Marktszenarien sofort reagieren zu können.

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Merkel und Trump wollen aufrüsten – Rheinmetall profitiert

Bei der Münchener Sicherheitskonferenz letzte Woche hat der US-Vizepräsident Mike Pence die NATO-Staaten erneut dazu aufgerufen, sich an die Vereinbarungen zu halten und die Rüstungsausgaben zu erhöhen. Ein NATO-Beschluss von 2014 sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten ihre Ausgaben bis 2024 auf mindestens 2 Prozent der Wirtschaftsleistung erhöhen. In Deutschland liegt dieser Wert momentan bei 1,2 Prozent. Die USA sind bekannt für ihr starkes Militär. Sie geben sogar stolze 3,4 Prozent der Wirtschaftsleistung für Rüstung aus. Merkel reagierte mit Verständnis auf die Forderung und bekräftigte am Wochenende ihre Meinung, dass Zusagen eingehalten werden müssen, und dass man dies von Deutschland erwarte. Hierzu soll auch die Bundeswehr von momentan 178.000 auf 200.000 aktive Soldaten aufgestockt werden.

Rheinmetall ist mit einem Umsatz von 5 Mrd. Euro das größte Rüstungsunternehmen Deutschlands. Vor kurzem gab das Unternehmen eine globale Zusammenarbeit mit der US-Firma Raytheon bekannt. Raytheon ist der weltweit größte Hersteller von Lenkraketen. Die Kooperation soll Rheinmetall sowohl technologisch, als auch bei der Präsenz in wichtigen Märkten helfen. Somit dürfte Rheinmetall auch von der Aufrüstung in den USA profitieren.

Die Aktie von Rheinmetall stieg am Tag nach der US-Wahl stark an. Dann konsolidierte sie zunächst, bis sie dieses Jahr wieder einen Aufwärtstrend etablierte. Am 14. Februar startete die Aktie nach einer Kaufempfehlung der UBS mit einem Up-Gap in den Handel. Seitdem hat sie auf diesem Niveau eine Seitwärtsrange ausgebildet. Nun sollte man die Aktie genau beobachten. Bei einem Ausbruch dürfte Aktie Anlauf auf das Allzeithoch bei 77€ nehmen.

Hinweis: Verfolgen Sie die Entwicklung der Aktienmärkte täglich Live in Realtime. Unsere TraderFox Apps beinhalten zahlreiche Alarm-Funktionen, die per Push-Notification gemeldet werden.

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Das Ende eines Aufwärtstrends zum Verkauf nutzen – Evening Star im Rückblick

Liebe Trader,

Kursanstiege über Kursanstiege, doch wie lange geht so etwas gut? Wann sollte eine Position geschlossen und Gewinn realisiert werden? Diese Fragen stellen sich viele Anleger, nachdem sie bereits Buchgewinne angehäuft haben. Nachfolgend geben wir Ihnen eine Möglichkeit des Ausstiegs mit auf den Weg.

Der Evening Star ist eine charttechnische Formation, welche aus drei Tageskerzen gebildet wird. Häufig ist sie ein guter Indikator dafür, dass sich ein Aufwärtstrend langsam dem Ende neigt. Die Formation beginnt am ersten Tag mit einer langen weißen Kerze, wobei der Schlusskurs nahe dem Tageshoch liegt. Die Kerze wird für das Muster aussagekräftiger, je größer das Handelsvolumen an jenem Tag gewesen ist. Der Kursanstieg soll die Trader in dem Glauben lassen, dass alles in Ordnung und der Trend intakt sei. Am zweiten Tag hingegen trübt sich die Stimmung leicht ein und das Volumen lässt nach. Zwar startet die Handelseröffnung positiv (in vielen Fällen leicht über dem Vortagesschlusskurs), allerdings können die erzielten Buchgewinne nicht über den Tag hinweg verteidigt werden. So steht am Ende des Tages meist ein kleiner Verlust oder ein Kurs nahe der Eröffnung. Der dritte Tag muss gemäß der Theorie unter dem Vortagesschlusskurs eröffnen. Weiterhin ist ein Verlust auf Tagessicht erforderlich. Der Verlust wiederum möge mindestens die untere Hälfte der ersten Tageskerze erreichen. Zur Absicherung des Depots wäre es empfehlenswert, knapp unterhalb der dritten Kerze eine Verlustbegrenzung zu positionieren. Bei diesem Signal sei noch angemerkt, dass es einige Tage dauern kann, bis die Aktie in größerem Maße abverkauft wird.

Heute betrachten wir den Evening Star anhand von Tronox Ltd. (TROX). Der amerikanische Chemie-Konzern hat sich auf die Titanproduktion spezialisiert. Seit Beginn des letzten Jahres befindet sich das Unternehmen in einem kraftvollen Aufwärtstrend. Dieser wurde am 21.02.2017 mit einem Gap-Up als Reaktion auf veröffentlichte Nachrichten gekürt. Der Konzern hatte an jenem Tag eine Übernahmebekanntgabe und die Zahlen des 4.Quartals herausgegeben. Zwar schrieb Tronox auf Jahressicht einen Verlust, allerdings werteten die Analysten die zukünftigen Entwicklungsaussichten des Unternehmens positiv.

Nach dem Gap-Up stieg die Aktie im Tagesverlauf unter erhöhtem Volumen weiter an und schloss nahe am Tageshoch. Am Folgetag hingegen kam kaum Stärke auf, wodurch die Aktie lediglich am Vormittag kurz ansteigen konnte, bevor die Buchgewinne am Nachmittag wieder abgegeben wurden. Diese Entwicklung ist unter deutlich weniger Volumen, als am Vortag verlaufen. Am dritten Tag eröffnete Tronox unter dem Tief des zweiten Tages. Auch an diesem Tag stieg der Kurs während des Vormittags kurz an, bevor am Nachmittag wieder alle Buchgewinne abgegeben wurden. Doch an diesem dritten Tag, waren die Abverkäufe stärker. Sie ließen die Aktie um ca. fünf Prozent fallen. Dieser Verlust übertraf auch 50 Prozent der ersten Kerze, wodurch das Handelssignal komplett ausgebildet vorlag. Besitzer von Aktien des Unternehmens hätten nun für den Folgetag Verlustbegrenzungen knapp unterhalb des heutigen Tiefs positionieren können. Wie im Chart zu erkennen ist, wären jene Orders bereits zur Handelseröffnung am 24.02.2017 ausgelöst worden. Es bleibt spannend, ob das Signal auch in den kommenden Tagen zu weiteren Kursverlusten, vielleicht sogar zu einem Gap-Closing, führen wird.

In der TraderFox Software kann die Trefferquote der Evening Stars im Trade-Radar in Echtzeit verfolgt werden. Schon vor Handelsbeginn werden dort die Kandidaten identifiziert, welche unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit.

GFT-Technologies: Trendwende durch Digitalisierung im Finanzsektor?

Das vergangene Jahr war wahrlich kein gutes für GFT-Technologies (WKN: 580060).Der auf die Finanzbranche spezialisierte IT-Dienstleister mit Hauptsitz in Stuttgart verlor hierbei rund 50% seines Börsenwertes. Die Sorge über eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft der großen Banken in die IT-Infrastruktur nahmzu. Das Großbritannien-Geschäft drohte aufgrund der Brexit-Befürchtungen zu bröckeln. Die Wachstumsaussichten wurden in Frage gestellt. Die Aktie war in einem Abwärtstrend gefangen.

Umsatzschub in Q3

Doch aufgrund der starken Zahlen für das dritte Quartal wurden diese Befürchtungen pulverisiert. Der Finanzsektor treibt die Digitalisierung voran. Dabei konnte die Aktie den Umsatz von Juli bis September um 15% auf 106,3 Mio. EUR steigern. GFT-Technologies schoss bei Veröffentlichung der Q3-Zahlen um rund 11 Prozent in die Höhe. Eine Trendwende ist in Sicht! Jedoch blieb eine darauffolgende Rally aus. Die Aktie befindet sich somit derzeit noch in einer Phase der Bodenbildung.Der Abwärtstrend konnte damit jedoch bereits verlassen werden.

Trendwende in 2017?

Banken stehen vor der Herausforderung dem Ausbau der IT-Infrastruktur. Investitionen wurden hierfür in den vergangenen Jahren vernachlässigt. Zu groß waren die Belastungen der Niedrigzinsen. Allerdings konnten sich die Kreditinstitute in den vergangenen Monaten wieder etwas erholen. Zusätzlich stehen weitere Zinserhöhungen im Raum.

In diesem Zuge könnte sich deren massiver Investitionsstau in die IT-Infrastruktur lösen. Einer der Profiteure dabei ist GFT-Technologies.

Idee: Kann die Aktie den kurzfristigen Abwärtstrend unter erhöhtem Handelsvolumen durchbrechen, so wird die Kursmarke von 21 EUR für eine Trendwende interessant. Wird diese per Tages- bzw. Wochenschlusskurs überwunden, so ist der Turnaround in Sicht. Wir platzieren an beiden Niveaus einen Kursalarm.

 

 

Den Herdentrieb frühzeitig erkennen und das Depot bei Expansion Pivots Short-Ausbrüchen absichern

Liebe Trader,

eine ausgedehnte Handelsspanne, hohes Volumen und dann noch der Durchbruch wichtiger Linien? Eine solche Kombination sollte Trader aufmerksam machen. Vor allem wenn sie gerade in so einer Aktie investiert sind. Eine gute Möglichkeit hierzu bieten Expansion Pivots, wo die einzelnen Merkmale im Verbund auftreten. Ziel des Signals soll es sein, bereits früh auf einen potentiellen Herdentrieb aufmerksam zu werden und dadurch das Depot rechtzeitig absichern zu können.

Jeff Cooper hat dieses Short-Handelssignal mit eindeutigen Kriterien ausgestattet. So müssen vor einem Ausstieg aus einer Position folgende zwei Merkmale vorliegen. Zum einen muss die heutige Handelsspanne größer als in den vergangenen neun Handelstagen sein. Zum anderen muss die Aktie gestern oder heute an oder über ihrem 50-Tages-Durchschnitt gehandelt werden und fallen. Sobald beide Eigenschaften vorliegen, werden die Aktien am Tag darauf 1/8 Punkt unterhalb des heutigen Tiefs verkauft. Die Kurse dürften gemäß des Expansion Pivots weiter nachgeben. Voraussetzung hierfür ist, dass nach dem Verkauf kein Anstieg in Höhe von 1 Punkt über den Schlusskurses vom Ausbruchstag erfolgt.

Heute betrachten wir den Expansion Pivots am Beispiel der Terex Corp. (TEX). Der amerikanische Konzern ist im zyklischen Segment der Herstellung von Baumaschinen tätig. Das Geschäft ist durch eine starke Abhängigkeit von der allgemeinen Wirtschaftslage und Zukunftseinschätzungen geprägt. Im Jahr 2016 hat die Terex Corp. Dies zu spüren bekommen. So wurde zum Jahresende weniger Umsatz verbucht und ein Verlust musste auswiesen werden. Für das kommende Jahr rechnet das Unternehmen hingegen wieder mit Wachstum, sowie einem leichten Gewinn. Weiterhin wurde angekündigt, dass eigene Aktien zurückgekauft und die Dividende angehoben werden sollen. Analysten hatten bereits mit Verlusten gerechnet, wurden aber durch das angekündigte Aktienrückkaufprogramm positiv überrascht.

Im Chart ist sehr schön die anfänglich positive Reaktion auf die veröffentlichten Q4 Zahlen zu erkennen. Die Aktie eröffnete am 22.02.2017 mit einem starken Gap-Up, doch im Laufe des Tages überwiegte der Abwärtsdruck und die Aktie verlor alle Buchgewinne wieder. Sie fiel sogar unter ihren gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage. Dadurch sind auch institutionelle Anleger auf die Aktie als Verkauf aufmerksam geworden. Zum 50er GD sei erwähnt, dass viele institutionelle Anleger diesen für Anlageentscheidungen heranziehen, weswegen er einen gewissen Einfluss auf künftige Entwicklungen haben kann. Besitzer von Terex Aktien hätten folglich für den kommenden Tag eine Verlustbegrenzung knapp unterhalb des Tiefs platziert. Bereits in der ersten Handelsstunde des 23.02.2017 wäre diese ausgelöst worden und hätte vor einem anschließendem Abverkauf schützen können.

Hinweis: Im Trade-Radar steigt derzeit die Trefferquote von Short-Signalen an. Deswegen möchten wir Ihnen gerne Formationen, wie den Expansion Pivorts (short), mit an die Hand geben. So besteht die Möglichkeit frühzeitig einen bevorstehenden Abverkauf zu identifizieren und das Depot dafür vorzubereiten.

In der TraderFox Software kann die Trefferquote der jeweiligen Handelssignale im Trade-Radar in Echtzeit verfolgt werden. Schon vor Handelsbeginn werden dort die Kandidaten identifiziert, welche unmittelbar vor einem Handelssignal stehen. Sobald ein Signal ausgelöst wird, erfolgt eine Meldung in Echtzeit.

Aktuell: MTU bricht nach Zahlen auf neues Allzeithoch aus

Gestern haben wir Ihnen bereits Airbus vorgestellt und über den Big-Picture-Breakout bei der Aktie berichtet. Heute Morgen zieht MTU (A0D9PT) nach und bricht ebenfalls auf ein neues Allzeithoch aus. Airbus und MTU sind beides Profiteure des günstigen Euros, da sie einen großen Anteil des Umsatzes außerhalb der Eurozone machen. MTU gab gestern einen Rekord bei Umsatz und Ergebnis bekannt. Der Umsatz konnte 2016 um 7 % auf 4,7 Mrd. Euro zulegen. Beim operativen Ergebnis gelang dem Unternehmen sogar ein Wachstum von 14 % auf 503 Mio. Euro. Die Forderungen von Airbus, sich finanziell am A400M Debakel zu beteiligen wies MTU zurück. Zudem plant das Unternehmen eine Triebwerkswartung gemeinsam mit Lufthansa zu gründen. Hier sollen unter anderem die Triebwerke des neueren A320 gewartet werden.

Diverse Analysten stuften MTU nach Bekanntgabe der Zahlen hoch. So hebt die HSBC ihr Kursziel auf 125 €. Ebenfalls eine Kaufempfehlung gab es von Barclays, mit einem Kursziel von 132 €. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel lediglich auf 97 € mit der Empfehlung die Aktie zu halten. MTU überzeugt durch ein breit gestreutes Produktportfolio. Der Triebwerkshersteller ist sowohl im Regionalflugzeugbereich, als auch bei Mittel- und Langstreckenmaschinen beteiligt.

MTU ist eine der großen Gewinneraktien seit der Finanzkrise 2009. Die Aktie stieg von 13 € auf über 117 €. Gestützt von den guten Zahlen, gelingt der Aktie heute der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch. Der Kurs von MTU zeigt sich heute sehr stark in einem eher verhaltenen Gesamtmarkt.