Aktien finden mit dem Trend-Template von Mark Minervini (5-Minuten-Coaching)

Liebe Trader,

in unserer Reihe “5-Minuten-Coaching” erkläre ich euch Strategien, Signale oder Indikatoren in komprimierter Form. Die Videos haben eine Länge von nur knapp 5 Minuten.

Heute geht es um das Trend-Template von Mark Minervini. Es ist ein Schlüsselelement der SEPA-Methode (Specific Entry Point Analysis), die zum Ziel hat, Superperformance-Aktien vor ihren großen Beschleunigungsphasen ausfindig zu machen. Minervini stellte fest, dass die großen Beschleunigungsphasen eigentlich immer aus einer Chartsituation heraus begannen, die er als Advancing-Phase bezeichnet. Mit dem Trend-Template können Aktien gescreent werden, die sich in dieser “Advancing-Phase” befinden.

Hier ist das Coaching-Video zum Trend-Template

Trend-Template Kriterien:
– Der Aktienkurs ist über dem GD150 und über dem GD200 2.
– Der GD150 ist über dem GD200 3.
– Der GD200 bewegt sich seit über 1 Monat aufwärts
– Der 50er GD ist über dem GD 150 und über dem GD200 5.
– Der aktuelle Aktienkurs ist über dem 50er GD 6.
– Der aktuelle Aktienkurs ist mindestens 30% über dem 52-Wochentief
– Der aktuelle Aktienkurs ist nicht mehr als 25% von seinem 52-Wochenhoch entfernt
– Das relative Stärke Ranking nach IBD ist größer als 70

Tipp: Mit Hilfe der TraderFox Trading-Software (29 € pro Monat) können die europäischen und amerikanischen Märkte systematisch nach Aktien gescreent werden, die das Trend-Template erfüllen.

Chartanalyse Infineon: führt Kooperation mit Alibaba zum Big-Picture-Breakout?

Der deutsche Chiphersteller Infineon (WKN: 623100) veröffentlichte zuletzt eine spannende Unternehmensmeldung. Dabei arbeitet Infineon mit keinem geringeren Unternehmen als Alibaba zusammen. Die Partnerschaft konzentriert sich vor allem auf den Bereich der Internet of Things. Hierzu gründeten beide Unternehmen eine gemeinsame Tochtergesellschaft, welche vor allem in den Bereichen Smart Life und Smart Industrie aktiv sein soll. Für Infineon wird es eine Expansion in China sein. Infineon soll dabei hauptsächlich für technische Dienstleistungen zuständig sein und gewisse Standards in der Planung, Sicherheit und Umsetzung erfüllen und gewährleisten.

Charttechnisch betrachtet befindet sich Infineon innerhalb eines langfristig völlig intakten Aufwärtstrends. Seit Ende des  vergangenen Jahres ging das Unternehmen allerdings in eine Seitwärts-Konsolidierung über. Diese erstrecht sich von ca. 20 bis 25 EUR und befindet sich damit unmittelbar an den Allzeithochs. Ein solches Kursverhalten ist grundsätzlich bullisch. Sollte die Aktie jedoch den Kanal nach unten verlassen, befindet sich der nächste Unterstützungsbereich von 16,50 bis 17,76 EUR. Bei einer solchen mehrmonatigen Abwärtsbewegung würde voraussichtlich ebenfalls der GD200 (weekly) in dieser Zone notieren. Bricht Infineon hingegen nach oben aus (bei einem Überwinden der Kursmarke von 25 EUR), so befindet sich das nächste übergeordnete Kursziel im Bereich von 35 EUR. Solange sich die Aktie allerdings innerhalb dieses Kanals aufhält, sehe ich derzeit keinen Handlungsbedarf. Ich gehe insgesamt von einem Ausbruch nach oben aus.

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Chartanalyse Electronic Arts: Wie geht es nach den enttäuschenden Quartalszahlen weiter?

Zuletzt veröffentlichte der Entwickler für Online-Games seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Electronic Arts (WKN: 878372) konnte dabei den Kapitalmarkt nicht überzeugen bzw. enttäuschte dabei sogar seine Anteilseigner. Dabei konnte Electronic Arts einen Umsatz von ca. 1,14 Mrd. USD erzielen. Damit musste der Spiele-Entwickler einen Umsatzeinbruch von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Kauf nehmen. Auch im operativen Ergebnis waren die Zahlen schlecht. Es konnten lediglich 300 Mio. USD erwirtschaftet werden. Im Vorjahr lag dieser noch bei 743 Mio. USD (!!). CFO Blake Jorgensen sagte jedoch, das Unternehmen sei „sehr stark in das Jahr gestartet, indem wir an unserer Wachstumsstrategie … festhalten, um wiederkehrende Umsätze anzukurbeln.“ Für das bevorstehende Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz von 1,27 Mrd. USD und einem EPS von 0,48 USD (aktuell: 0,95 USD). Auch dieser Ausblick ist eher zurückhaltend.

Charttechnisch kam die Aktie nach der Veröffentlichung der Unternehmenszahlen verständlicherweise deutlich unter Druck. In den letzten Wochen verlor EA in der Spitze rund 20 Prozent seiner Marktkapitalisierung. Nichtsdestotrotz befindet sich das Unternehmen weiterhin innerhalb eines völlig intakten übergeordneten Aufwärtstrends. In den vergangenen Monaten kristallisierte sich ein Aufwärtstrendkanal aus. Aus diesem Kanal deutete die Aktie zunächst einen Breakout an, dieser scheiterte jedoch nachhaltig aufgrund der schlechten Quartalszahlen. Seitdem notiert EA wieder innerhalb des Kanals. Ich gehe davon aus, dass die Unterkante nochmals angesteuert wird. Erst von hier aus erwarte ich eine nachhaltige Gegenbewegung und die Fortsetzung des Aufwärtstrends. Sollte die Aktie jedoch unterhalb diesen Kanal fallen, so befindet sich der nächste Unterstützungsbereich erst wieder bei 77 bis 85 USD. Hier notiert ebenfalls der GD200 (weekly).

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Chartanalyse JD.COM: Können die neuen Expansionspläne den Kurs beflügeln?

Der Internet-Gigant JD.COM (WKN: A112ST) veröffentlichte in den vergangenen Monaten immer spannende Kooperationen. Nachdem der Schützling von Tencent eine Beteiligung von Google über 550 Mio. USD vermeldete, folgte schnell eine Zusammenarbeit mit dem größten Versicherer Europas. JD.COM wird künftig in China mit der Allianz zusammenarbeiten, um die Digitalisierung des Versicherungsgeschäfts voranzutreiben. Jetzt vermeldete Unternehmensgründer Richard Liu seine nächsten ehrgeizigen Ziele. Er möchte zum neuen Player im europäischen Onlinehandel heranwachsen. Bis Ende des Jahres soll ein erstes Büro in Deutschland eröffnet werden und die Strategie zur Erschließung des Marktes stehen. Des Weiteren sollen Logistikzentren in Frankreich und Deutschland folgen. Auch gezielte Unternehmens-Übernahmen stehen im Raum. Bislang zählt China mit Abstand zum größten Markt für JD.COM. Dort teilt sich das Unternehmen mit Alibaba rund 80 Prozent des Marktanteils.

Charttechnisch betrachtet befindet sich JD.COM derzeit in einer mittelfristig ungünstigen Situation. Seit Beginn des Jahres 2018 bildete die Aktie einen mittelfristigen Abwärtstrend, durch welchen das Unternehmen wieder unmittelbar an der Unterkante der Seitwärts-Spanne gelang. Innerhalb dieser Handelsspanne befindet sich JD.COM bereits seit dem vergangenen Jahr. Diese erstreckt sich von ca. 50 bis 35 USD. Kann diese Unterkante nicht verteidigt werden, befindet sich die nächste Unterstützung bei ca. 30 USD. Gelingt der Aktie jedoch der Turnaround, steht das nächste Kursziel am mittelfristigen Abwärtstrend aus. Wird dieser nach oben durchbrochen, gehe ich von einem Breakout aus der Seitwärts-Konsolidierung aus und rechne mind. mit weiter steigenden Kursen bis ca. 60 USD. Ich bleibe bei der Aktie insgesamt bullisch und gehe von einer Bodenbildung im aktuellen Bereich aus.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: JD.COM, Allianz.

 

Chartanalyse Siemens: Der Verschlankungsprozess und die Vision 2020+

Der Industrie-Riese Siemens (WKN: 723610) veröffentlichte zuletzt seine Unternehmenszahlen für das abgelaufene Quartal. Dabei enttäuschte Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser die Anteilseigner. Gegenüber des Vorjahreszeitraums ging der Konzernumsatz um vier Prozent auf weniger als 20,50 Mrd. EUR zurück. Demgegenüber konnte die Marge um 0,6 Prozent auf 10,7 Prozent gesteigert werden. Allerdings fiel auch der Gewinn um ca. 14 Prozent zurück, sodass das EPS von 1,67 EUR auf 1,36 EUR zurückgefallen ist.

Trotz dieser Unternehmenszahlen betont Kaeser, dass die Konzernstrategie „Vision 2020“ erfolgreich abgeschlossen sei und nun der Fokus auf neue Herausforderungen gelenkt werden soll. Ziel der Vision 2020+ ist es, die Konzernstruktur weiter zu verschlanken und den einzelnen Unternehmensbereichen mehr Eigenständigkeit zuzugestehen. Dabei sollen die bisherigen fünf Divisionen im Industriegeschäft auf drei operative Einheiten aufgeteilt werden. Es sollen die Bereiche „Gas and Power“, „Smart Infrastructure“ und „Digital Industries“ entstehen. Des Weiteren sollen drei strategische Gesellschaften „Siemens Healthineers“, „Siemens Gamesa“ sowie „Siemens Alstom“ entstehen. Vor allem wird sich der Konzern auf die Digitalisierung der industriellen Produktion, IoT-Services, die Bereitstellung der Infrastruktur in der Elektromobilität sowie auf ein dezentrales Energiemanagement konzentrieren.

Charttechnisch betrachtet befindet sich die Aktie von Siemens langfristige natürlich innerhalb eines völlig intakten Aufwärtstrends. Während dieses Trends bildete die Aktie von Mitte 2011 bis Mitte 2016 eine mehrjährige Seitwärts-Konsolidierung. Diese wurde anschließend nach oben durchbrochen. Seit dem Erreichen des Hochs im Bereich von 133 EUR startete Siemens jedoch wieder eine Korrektur. Hierbei bildete die Aktie einen Abwärtstrendkanal, welchen ich als bullische Flagge ansehe. Innerhalb dieser Abwärtsbewegung wurde der Pullback zur Oberkante der mehrjährigen Seitwärts-Konsolidierung bei ca. 100 EUR gestartet. Mittlerweile notiert Siemens unmittelbar vor einem Breakout aus der bullischen Flagge. Wird dieser vollzogen, befindet sich mein nächstes übergeordnetes Kursziel bei ca. 160 EUR. Das Zwischenziel notiert im Bereich des letzten Hochs von 133 EUR. Ich gehe von einem solchen Breakout aus.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Siemens.

Chartanalyse Activision Blizzard: Stagnierender Umsatz, doch die Phantasie bleibt!

Der Gaming-Spezialist wird in Zukunft als einer der Hauptprofiteure im eSports-Segment zählen. Gerade mit Spielen wie Overwatch trifft Activision Blizzard (WKN: A0Q4K4) den Geist der Zeit. Doch der Game-Spezialist veröffentlichte zuletzt seine Unternehmenszahlen für das abgelaufene Quartal. Dabei enttäuschte vor allem der Umsatz. Hier konnte lediglich ein kleines Plus im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum erwirtschaftet werden. In Q2 wurde dabei ein Umsatz von 1,64 Mrd. USD generiert (Q2-17 lag bei 1,63 Mrd. USD). Allerdings konnte das Nettoergebnis deutlich zulegen. Hierbei erwirtschaftete Activision Blizzard einen Gewinn von 402 Mio. USD (Q2-17 lag bei 243 Mio. USD). Entscheidend ist vor allem, dass das Unternehmen weitere Partnerschaften und Projekte im Bereich des eSports an Land zieht. Dabei gab Activision Blizzard gleich zwei neue Franchise-Projekte in Atlanta, Georgia und Guangzhou bekannt. Weitere sollen folgen. Zudem werden in den kommenden Monaten Erweiterungen von World of Warcraft sowie Destiny 2 erwartet.

Charttechnisch betrachtet scheiterte Activision Blizzard aufgrund des enttäuschenden Umsatzes beim Ausbruch auf ein neues Allzeithoch. Damit entsteht vorerst ein Doppelhoch im Bereich von ca. 79,63 USD. Die Aktie ging seitdem in eine mehrwöchige Korrektur über. Allerdings liegt die nächste interessante Unterstützungszone unmittelbar bevor. Hierbei verbinden sich sowohl die Trendlinie der vergangenen Allzeithochs sowie der Aufwärtstrend der vergangenen aufsteigenden lokalen Tiefpunkte. Beide Trendlinien bildeten zusammen eine Keilformation, welche die Aktie zu Beginn des vergangenen Jahres nach oben überwindeten. Bereits Ende 2017 startete Activision Blizzard einen Pullback und steuerte anschließend zu weiteren Allzeithochs. Ich habe meinen Kursalarm bei ca. 66 USD platziert. In diesem Bereich werde ich einen Long-Einstieg suchen. Der GD200 (daily) notiert derzeit ebenfalls in dieser Zone und sollte eine weitere Unterstützung bieten.

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Chartanalyse Baidu: Google greift dort an, wo es schmerzhaft wird!

Baidu (WKN: A0F5DE) ist die größte Internet-Suchmaschine in China und wird häufig als Google-Konkurrent bezeichnet. Zuletzt veröffentlichten die Chinesen ihre Unternehmenszahlen für das abgelaufene Quartal. Dabei konnte Baidu sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich steigern. Beim Umsatz steht eine Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode von 32 Prozent zu Buche. Damit konnten rund 3,93 Mrd. USD umgesetzt werden. Der operative Gewinn zog um 29 Prozent an und liegt damit bei 988 Mio. USD. Die operative Marge liegt bei ca. 21 Prozent. Allerdings verlor die Aktie trotzdem deutlich an Wert. China war trotz kleiner Ausnahmen bis zuletzt für Google verschlossen. Doch mittlerweile plant Google eine Suchmaschinen-App für China. Dies wäre nach der JD.COM-Beteiligung ein erster Schritt, um im gigantischen chinesischen Internet-Markt Fuß zu fassen. Demnach steigt allerdings der Konkurrenzdruck für Baidu.

Charttechnisch betrachtet entwickelt sich die Aktie von Baidu übergeordnet weiterhin gut. Der langfristige Aufwärtstrend ist völlig intakt. Übergeordnet steht Baidu ebenfalls vor einer Trendfortsetzung. Der erste Schritt war der Breakout aus der mehrjährigen Dreiecksformation im vergangenen Jahr. Seitdem ging die Aktie in eine dynamische Aufwärtsbewegung bis zum vorherigen Allzeithoch bei ca. 250 USD über. Seit mittlerweile mehreren Monaten konsolidiert Baidu in Seitwärts-Range rund um das Allzeithoch. Diese erstreckt sich überwiegend von 215 bis 270 USD. Seitdem startete Baidu mehrere Breakout-Versuche, welche bislang immer wieder scheiterten. Auch der jüngste Versuch scheiterte. Die Aktie geriet innerhalb der Range stark unter Druck. Die nächste Unterstützung befindet sich an der Unterkante. Solange sich Baidu in dieser Seitwärts-Spanne bewegt, bleibt die Aktie neutral, mit leichten übergeordneten bullischen Tendenzen. Erst bei einem Breakout auf der Unterseite ist mit weiteren Kursverlusten zu rechnen. In diesem Fall wäre keine nachhaltige Erholung am GD200 (weekly) zu erwarten. Das Kursziel bei einem Ausbruch auf der Oberseite befindet sich bei ca. 350 USD. Ich sehe insgesamt mehr Potenzial als Risiko in der Aktie.


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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: JD.com.

 

 

Chartanalyse Intel: Konkurrent AMD wird stärker, Aktie stürzt nach Zahlen ab – Lohnt sich dennoch der Einstieg?

Obwohl Intel (WKN: 855681) mit seinen abgelaufenen Quartalszahlen die Erwartungen der Experten übertreffen konnte, stürzte die Aktie ab. Aus welchem Grund? Intel konnte den Umsatz auf fast 17 Mrd. USD (+15 Prozent) steigern. Das EPS lag bei 1,04 USD, wobei die Analysten lediglich mit 0,93 USD rechneten. Zudem wurde der Ausblick sowohl für das laufende Quartal als auch für das Gesamtjahr angehoben. Erwartet wird ein Umsatzanstieg in Q3 um 12 Prozent auf 18,1 Mrd. USD. Auch das EPS soll um 14 Prozent auf 1,15 USD anziehen. Lediglich die operative Marge soll auf dem Niveau von 34 Prozent bleiben. Die Angst vor der stärker werdenden Konkurrenz sowie negativer Auswirkungen eines möglichen Handelskriegs zwischen den USA und China dürfte die Aktie auf die letzte Talfahrt geschickt haben. Schließlich konnte AMD ebenfalls starke Zahlen vermelden.

Charttechnisch betrachtet befindet sich Intel trotz des Kursverlusts innerhalb eines langfristig völlig intakten Aufwärtstrends. Ende 2017 konnte sogar die mehrjährige Konsolidierung in Form eines aufsteigenden Dreiecks nach oben durchbrochen werden. Die Aktie legte daraufhin eine starke Rally-Phase hin. Zuletzt bildete Intel eine Keilformation, welche nach unten aufgelöst wurde. Schnell wurde der Unterstützungsbereich und mein erstes Kursziel von 47 USD angelaufen. Ich gehe nicht davon aus, dass dieser verteidigt werden kann und rechne vielmehr mit einem Ansteuern des Aufwärtstrends, welcher sich derzeit bei ca. 40 USD befinden könnte. Auch ein Pullback zur Oberkante des aufsteigenden Dreiecks bei ca. 38 USD ist sogar noch möglich. Die Aktie befindet sich in meiner engeren Watchlist. Im Bereich des Aufwärtstrends werde ich nach potenziellen Long-Einstiegen Ausschau halten.

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Chartanalyse Allianz: Einige Baustellen mit großer Wachstumsphantasie

Die Allianz (WKN: 840400) zählt zu den größten Versicherungsgesellschaften der Welt. Bei den Münchenern läuft es derzeit trotz Niedrigzinsumfeld gut. Das Unternehmen erwartet in diesem Jahr insgesamt ein Gewinn von 17,47 EUR pro Aktie. Im vergangenen Jahr lag dieser noch bei 15,23 EUR. Die Dividendenrendite beläuft sich auf über 4,5 Prozent. Zudem kündigte die Allianz ein weiteres Aktienrückkaufprogramm von über eine Milliarde Euro an. Damit sollen bis September diesen Jahres rund sechs Milliarden Euro für die Aktienrückkaufprogramme investiert werden.

Zudem soll der Fokus weiter in Richtung Fernost gelegt werden. Im letzten Jahr stiegen die Beitragseinnahmen um ca. 20 Prozent. Aus diesem Grund kündigte die Allianz zuletzt eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Online-Unternehmen JD.com an. Diese Partnerschaft soll sowohl den Ausbau des digitalen Versicherungsgeschäfts im Reich der Mitte vorantreiben als auch die Marktstellung vor Ort festigen. Darüber hinaus ist die Digitalisierung ein grundsätzliches Thema der Allianz. Prozesse sollen vereinfacht, Systeme zusammengelegt und das Produktportfolio gezielt verkleinert werden.

Charttechnisch betrachtet befindet sich die Allianz innerhalb eines langfristig völlig intakten Aufwärtstrends. Im vergangenen Jahr konnte der massive Widerstandsbereich von 169,77 bis 178,82 EUR nach oben durchbrochen werden. Die Aktie stieg auf neue Hochs. Seit Anfang 2018 ging die Allianz jedoch in eine mittelfristige Korrektur über. Hierbei wurde ein Abwärtstrendkanal gebildet. Ich gehe davon aus, dass es sich bei dieser Korrektur um eine bullische Flagge handelt und die Allianz lediglich einen Pullback zum Unterstützungsbereich startete. Ich rechne mit einem Ausbruch innerhalb der nächsten Handelswochen und -monate. Wird dieser Breakout vollzogen, befindet sich das Kursziel bei ca. 230 EUR.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Allianz, JD.com.

Chartanalyse Facebook: Kann der größte Kursverlust in der Geschichte der Börse wieder aufgefangen werden?

Das Social-Media Unternehmen Facebook (WKN: A1JWVX) musste nach der Veröffentlichung seiner Unternehmenszahlen für das abgelaufene Quartal den größten Kursverlust in der Geschichte der Börse hinnehmen. Das Unternehmen von Mark Zuckerberg verlor innerhalb eines Handelstages beinahe 120 Mrd. USD an Marktkapitalisierung. Spitzenreiter war zuvor Intel im Jahre 2000 mit rund 90 Mrd. USD. Dabei waren die Zahlen alles andere als schlecht. Der Umsatz konnte von 9,3 Mrd. USD im Vorjahr um 42 Prozent auf über 13 Mrd. USD gesteigert werden. Allerdings sind im selbigen Zeitraum die Kosten um 50 Prozent auf 7,3 Mrd. USD gestiegen. Die operative Marge sank demnach von 47 Prozent auf 44 Prozent. Insgesamt konnte der Gewinn je Aktie von 1,32 auf 1,74 USD (32 Prozent) gesteigert werden.

Was ist also der Grund für diesen heftigen Rücksetzer? Facebook verkündete, dass das Wachstum künftig bei den Werbeumsätzen in Europa schneller abnehmen würde, als in anderen Märkten. Grund hierfür seien vor allem Währungseffekte sowie die neue Datenschutzverordnung. Die Wachstumsraten sollen insgesamt in den beiden folgenden Quartalen um „eine hohe einstellige Prozentzahl abnehmen.“ Gleichzeitig sollen die Kosten zur Identifizierung neuer Wachstumsfelder weiter anziehen.

Charttechnisch betrachtet befindet sich Facebook trotz des heftigen Kursrücksetzers innerhalb eines langfristig völlig intakten Aufwärtstrends. Während der vergangenen Jahre konnte sich dabei ein Aufwärtstrendkanal etablieren, welcher weiterhin Bestand hat. Obwohl das Bild natürlich sichtbar angeschlagen ist, ist grundsätzlich von weiter steigenden Kursen auszugehen, solange sich Facebook in diesem Kanal befindet. Dazu bedarf es allerdings einer mehrwöchigen Bodenbildung und Kursberuhigung. Das Unternehmen muss hierzu das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Kann dies nicht gelingen und die Aktie verlässt den Kanal nach unten, befindet sich der nächste übergeordnete Unterstützungsbereich erst wieder im Bereich von 134,5 bis 114 USD. In dieser Zone befindet sich ebenfalls der GD200 (weekly). Spätestens in diesem Unterstützungsbereich erwarte ich einen Turnaround.

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