Chartanalyse Nvidia: Befreiungsschlag im Turnaround-Szenario!

In der vergangenen Handelswoche veröffentlichte der Grafikkartenhersteller Nvidia (WKN: 918422) seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Die Aktie reagierte daraufhin mit einem deutlichen Kursaufschlag. Insgesamt gingen die Umsätze um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dies entspricht einem Wert von 2,58 Mrd. USD. Der Gewinn je Aktie ging sogar um 36 Prozent auf 1,24 USD zurück. Experten gingen jedoch von deutlich stärkeren Rückgängen aus. Hierbei wurde ein Gewinn von 1,15 USD pro Aktie erwartet. Die Umsatzerwartungen lagen bei ca. 2,55 Mrd. USD. Belastend wirkt vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China. Im Reich der Mitte leidet Nvidia unter einem deutlichen Nachfrageeinbruch aufgrund.

Aus charttechnischer Sicht kamen die Quartalszahlen wie gelegen. Nachdem Nvidia zuletzt einen nachhaltigen Ausbruch aus der Dreiecksformation nach oben andeutete, fiel die Aktie wieder zurück. Die besser als erwarteten Unternehmenszahlen brachten die Aktie am Freitag zurück in die Spur. Das Turnaround-Szenario bleibt aufgrund des Befreiungsschlags weiterhin intakt. Ich gehe im ersten Zuge von einem Erreichen des Widerstands von ca. 191 USD aus. Anschließend erwarte ich ein Ansteuern von ca. 245 USD. Sollte Nvidia jedoch entgegen meinen Erwartungen unter den GD200 (weekly, aktuell bei ca. 141,6 USD) fallen, ist mit einer deutlichen Ausweitung der laufenden Abwärtsbewegung zu rechnen. Die nächste entscheidende Unterstützung befindet sich im Bereich von 93,95 USD.

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Chartanalyse Netflix: bestätigtes Turnaround-Szenario in Sicht – primäres Kurspotenzial: 30 Prozent!

Der Marktführer im Streaming-Geschäft Netflix (WKN: 552484) geriet innerhalb der vergangenen Handelswochen deutlich unter Druck. Der Auslöser hierfür ist die zunehmende Konkurrenz im Streaming-Geschäft. Der Wettbewerb nimmt zu, da immer größere Mitbewerber wie bspw. Disney und Warner in den Markt eintreten. Wird sich Netflix hier behaupten können? Aktuell steht der Konzern gut da und plant bereits die nächste Kampfansage. Hierbei fokussiert sich das Unternehmen auf den indischen Markt und führt hier ein Billig-Abo von ca. 2,49 EUR pro Monat ein. Dadurch plant Netflix eine Verdopplung der Abonnentenzahlen.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie derzeit innerhalb einer spannenden Ausgangssituation. Netflix verließ vor wenigen Wochen die Seitwärtsphase von 388 bis 336 USD nach unten. Nun generierte die Aktie auf Wochenbasis ein potenzielles Turnaround-Szenario durch ein Umkehrdoji. Dieses gilt es noch in der Folgewoche zu bestätigen. Hierbei konnte sich die Aktie am Unterstützungsbereich von ca. 287 USD behaupten. Neben den lokalen Hochs und Tiefs aus dem Jahre 2018 notiert hier ebenfalls die Oberkante des zuletzt durchbrochenen Abwärtstrends. Diese stellt zugleich die Pullback-Zone dar. Kann das potenzielle Umkehrdoji bestätigt werden, sollte der Widerstand von ca. 388 USD schnell angesteuert werden. Aktiv wird das Szenario, sofern Netflix die Kursmarke von ca. 305 USD überwinden kann. Im Falle der Bestätigung gehe ich im übergeordneten Kontext von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends aus und erwarte neue Allzeithochs bis in den Bereich von 500 USD.

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Chartanalyse Tencent: bevorstehende Einstiegsgelegenheit nach den Quartalszahlen?

Tencent (WKN: A0YHJ8) zählt ebenfalls zu den chinesischen Aktien in meinem Depot. Hier habe ich bereits vor einigen Monaten eine erste Position eröffnet und diese vor wenigen Wochen ausgebaut. Nun veröffentlichte der Konzern seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Prinzipiell konnte Tencent dabei nicht überzeugen, woraufhin die Aktie allerdings nur leicht unter Druck geriet. Insgesamt legten die Umsätze zwar um 20,6 Prozent auf 88,82 Mrd. RMB (ca. 13,02 Mrd. USD) zu, doch lag dies innerhalb der Erwartungen der Experten. Tencent verfügt über 807,9 Mio. aktive User auf der Plattform QQ und 1.113 Mio. aktive Nutzer bei WeChat. Die Bruttomarge liegt bei 44,05 Prozent.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich Tencent trotz der Erholung seit Ende des vergangenen Jahres weiterhin innerhalb einer Korrekturbewegung. Hierbei bildete die Aktie einen intakten Abwärtstrend. Zuletzt scheiterte der Konzern an einem nachhaltigen Breakout. Seitdem geriet Tencent unter Druck. Ich erwarte, dass der Unterstützungsbereich bei ca. 36,5 bis 39 USD nochmals angesteuert wird. Nach einer Stabilisierung gehe ich von einem erneuten Ansteuern des Abwärtstrends aus, welchen die Aktie anschließend überwinden sollte. Im Falle eines Breakouts befindet sich das erste Kursziel bei ca. 51 USD, gefolgt vom übergeordneten Ziel beim Allzeithoch von ca. 60 USD. Der Ausbruch wäre allerdings ein Signal zur Trendfortsetzung, welches somit neue Hochs mit sich bringen könnte. Bei der Unterstützungszone notiert sowohl das 38,2er Fibonacci-Retracement der vergangenen Aufwärtsbewegung sowie der GD200 (weekly, aktuell bei ca. 36,5 USD).

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Tencent.

Chartanalyse Alibaba: Darum baue ich meine Position am Montag aus!

Der chinesische e-Commerce Gigant Alibaba (WKN: A117ME) hat in der vergangenen Handelswoche seine Zahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlicht. Hierbei pulverisierte Alibaba sämtliche Erwartungen der Experten. Die Aktie reagierte mit deutlichen Aufschlägen. Ich erwarte den Beginn einer weiteren Rally-Bewegung. Dem Handelskrieg zum Trotz wurde der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42 Prozent auf 16,3 Mrd. USD gesteigert. Analysten gingen hierbei lediglich von einer Zunahme von 38 Prozent aus. Die Cloud-Sparte überzeugte dabei sogar mit einem Wachstum von 66 Prozent (absoluter Umsatz: 1,1 Mrd. USD). Das EPS betrug 1,78 USD, wobei Experten lediglich von 1,42 USD ausgegangen sind. In den vergangenen Wochen geriet die Aktie vor allem aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA und China unter Druck. Die Sorge hierfür scheint nun unbegründet.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich Alibaba seit 2018 innerhalb einer Konsolidierungsbewegung. Ich habe bereits vor mehreren Wochen meine erste Position aufgebaut. Nun werde ich diese voraussichtlich am Montag ausbauen. Denn im Zuge dieser Konsolidierung bildete die Aktie eine Keilformation. Aus dieser könnte sich Alibaba aufgrund der starken Zahlen nun lösen. Sollte der Breakout auf der Oberseite erfolgen, befindet sich das erste Kursziel beim Allzeithoch von ca. 205 USD. In diesem Fall erwarte ich allerdings eine Trendfortsetzung mit einem Kursziel von ca. 250 USD. Bricht Alibaba allerdings entgegen meinen Erwartungen nach unten aus, befindet sich die erste Unterstützung bei ca. 131 USD.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Alibaba.

Chartanalyse Activision Blizzard: Es brodelt beim Gaming-Hersteller – Turnaround in greifbarer Nähe!

Im Februar 2019 war es soweit. Der Gaming-Hersteller Activision Blizzard (WKN: A0Q4K4) generierte sein -vorerst- letztes Tief in der laufenden Abverkaufsbewegung bei ca. 39,85 USD. In der Spitze verlor der Konzern dabei mehr als die Hälfte seiner Marktkapitalisierung. Seitdem arbeitet die Aktie an einer Bodenbildung. Immer öfter deutet sich ein Breakout an. Doch zuletzt veröffentlichte der Konzern seine Unternehmenszahlen für das abgelaufene Quartal. Insgesamt handelt es sich hierbei um eher gemischte Zahlen, weshalb die Activision Blizzard sich noch nicht nachhaltig aus dieser Bodenbildung befreien konnte. Zwar übertrafen die Zahlen die Erwartungen der Analysten, doch die Prognose für das bevorstehende dritte Quartal fiel schwach aus. Dabei soll der Umsatz lediglich noch bei 1,1 Mrd. USD liegen, wovon Experten noch von 1,36 Mrd. USD ausgegangen sind. Der Umsatz im zweiten Quartal belief sich auf 1,21 Mrd. USD. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,38 USD. Erwartet wurden 1,19 Mrd. USD Umsatz und ein EPS von 0,26 USD.

Aus charttechnischer Sicht hat sich gegenüber meiner vergangenen Analyse noch nicht allzu viel verändert. Zwar startete Activision Blizzard einen weiteren Breakout-Versuch, welcher jedoch aufgrund seiner nicht vorhandenen Nachhaltigkeit erneut scheiterte. Doch anstatt unter einer anschließenden Abverkaufsbewegung zu leiden, konnte sich die Aktie schnell stabilisieren. Activision Blizzard notiert weiterhin unmittelbar am Breakout-Niveau von 48,93 USD. Kann diese Kursmarke nachhaltig -per Wochenschlusskurs- überwunden werden, ist das Turnaround-Szenario intakt. Anschließend gehe ich von einem Ansteuern des ersten Widerstandsbereichs von 56,90 USD aus. Nach einer mehrwöchigen Konsolidierung erwarte ich das Erreichen meines nächsten Kursziels von ca. 67,70 USD. Aktiv bleibt das Aufwärtsszenario solange sich die Aktie nachhaltig oberhalb der Unterstützung von 44 USD aufhalten kann. An meinen Positionen halte ich fest. Eine Aufstockung ist derzeit noch nicht geplant.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Activision Blizzard.

 

Chartanalyse Amazon: Top-Einstiegsgelegenheit voraus?

Vor wenigen Wochen veröffentlichte Amazon (WKN: 906866) seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Diese fielen insgesamt durchwachsen aus. Der Umsatz lag mit 63,4 Mrd. USD leicht über den Erwartungen der Experten von 62,5 Mrd. USD. Beim Gewinn hinkte das Unternehmen von Jeff Bezos hinterher. Dieser lag bei lediglich 5,22 USD von zuvor angenommenen 5,57 USD pro Aktie. Darüber hinaus belastet weiterhin der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Dieser spitzte sich zuletzt wieder zu. Marktbeobachter gingen zuletzt von der deutlichen Abwertung der chinesischen Währung als Angriff im Handelskonflikt aus. Nichtsdestotrotz sollten die Wachstumspläne von Amazon weiterhin im Auge behalten werden. Demnach expandiert die Cloud-Sparte AWS nun mit einem neuen Cloud-Hub im Mittleren Osten. Neue Datenzentren sollen in der Metropole Bahrein erstellt werden. Dadurch können Unternehmen vor Ort ab sofort auf die Cloud von AWS zugreifen.

Aus charttechnischer Sicht scheiterte die Aktie am Allzeithoch im Bereich von ca. 2.046 USD. Seitdem reagierte die Aktie stark auf die derzeit pessimistische Nachrichtenlage. Die Abwärtsbewegung stoppte bislang in der vergangenen Handelswoche im Bereich der ersten Unterstützung bei ca. 1.744 USD. In dieser Zone befindet sich ebenfalls der GD200 (daily). Doch neben der pessimistischen Nachrichtenlage belastet ebenfalls die charttechnische Situation der steigenden lokalen Hochs in Kombination zum nachlassenden Kaufdruck. Die Slow Stochastik signalisierte im Gegensatz zum Kursverlauf einen abschwächenden überkauften Zustand. Dies entspricht einer bärischen Divergenz. Ich gehe davon aus, dass diese im Laufe der nächsten Handelswochen weiter abgebaut wird. Dementsprechend gehe ich nicht davon aus, dass sich Amazon am ersten Unterstützungsbereich nachhaltig stabilisieren kann. Ich erwarte vielmehr ein Ansteuern der zweiten Unterstützungszone von ca. 1.590 USD. In dieser Zone werde ich voraussichtlich meine bestehenden Positionen weiter ausbauen. Hier erwarte ich eine Wideraufnahme der übergeordneten Aufwärtsbewegung. Meine Kursalarme sind auf dem Trading-Desk von TraderFox platziert.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Amazon.

Chartanalyse BMW: Können starke Zahlen den Turnaround einleiten?

Die deutschen Automobilhersteller stehen mit dem Rücken zur Wand. Neben dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, muss die Umstellung auf alternative Antriebsarten sowie die abschwächenden Konjunktur bewältigt werden. Dementsprechend steht es um den Aktienkurs des Münchener Automobilkonzerns BMW (WKN: 519000) nicht gerade gut. Seit Anfang 2018 verlor der Konzern rund 40 Prozent seiner Marktkapitalisierung. Nun veröffentlichte BMW seine Unternehmenszahlen für das abgelaufene Quartal. Hierbei konnte der Konzern seinen Umsatz wieder leicht erhöhen. Insgesamt wurden die Auslieferungszahlen im zweiten Quartal um 1,5 Prozent auf 647.504 Fahrzeuge gesteigert. Die Marke BMW wuchs sogar um 2,7 Prozent (556.652 Einheiten). Der Umsatz konnte dabei um 2,9 Prozent zulegen und betrug damit ca. 25,72 Mrd. EUR. Die EBIT-Marge für den Geschäftsbereich Automobile lag allerdings lediglich noch bei 6,5 Prozent. Ein deutliches Minus von 2,1 Prozent-Punkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Überschuss betrug 1,48 Mrd. EUR, was einem Rückgang von 28,7 Prozent entspricht.

Im Big-Picture ist der Kursverlauf der Aktie deutlich angeschlagen. BMW befindet sich innerhalb eines sichtbaren Abwärtstrends. Solange dieser nicht nachhaltig nach oben überwunden werden kann, ist grundsätzlich auch weiterhin mit fallenden Kursen zu rechnen. Einen nachhaltigen Ausbruch sehe ich erst mit dem Überwinden des Widerstandsbereichs von ca. 76,30 EUR. Davon ist die Aktie allerdings noch weit entfernt. In der vergangenen Handelswoche durchbrach BMW eine entscheidende Unterstützung von ca. 62,70 EUR. Sollte auch der GD200 (monthly, aktuell bei ca. 57,80 EUR) durchbrochen werden, ist mit Kursen von 51,00 bis 48,50 EUR zu rechnen. Aktuell erwarte ich einen solchen Kursverlauf. Eine Positionsaufstockung kommt für mich derzeit nicht in Frage.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: BMW.

Chartanalyse Bechtle: Abverkauf nach starken Zahlen – hier stocke ich auf!

Der Kurverlauf der IT-Beratungs-Firma Bechtle (WKN: 515870) aus Neckarsulm hätte in diesem Jahr kaum besser sein können. Bechtle konnte im laufenden Börsenjahr in der Spitze um fast 80 Prozent zulegen. Doch Innerhalb der vergangenen Wochen wird die Aktie wieder sukzessive abverkauft – trotz starken Unternehmenszahlen. Zuletzt veröffentliche Bechtle die Zahlen für das zweite Quartal bekannt und konnte erneut die Erwartungen der Experten übertreffen. Der Umsatz wurde dabei um ca. 30 Prozent auf 1,26 Mrd. EUR gesteigert. Vor allem der Geschäftsbereich IT-E-Commerce trug hierzu mit einem Wachstum von fast 55 Prozent (445,97 Mio. EUR) entscheidend bei. Beim Ergebnis legte Bechtle um fast 28 Prozent auf 39,19 Mio. EUR zu. Auch im Quartal zuvor konnte der Umsatz bereits um knapp 30 Prozent und das EBT um 27 Prozent gesteigert werden. Als spannend erachte ich vor allem die Reaktion der Aktie. Diese geriet nach der Veröffentlichung der Zahlen massiv unter Druck und verlor rund fünf Prozent.

Aus charttechnischer Sicht erwarte ich aus diesem Grund eine lokale Top-Bildung. Denn damit deutet sich eine Fortsetzung bzw. eine Etablierung des kurzfristigen Abwärtstrends am Allzeithoch an. Der Zenit scheint vorerst als erreicht. Bricht die Unterstützung bei 90,60 EUR, so ist mir einem Ansteuern des Unterstützungsbereichs von 75 EUR zu rechnen. Ich erwarte einen solchen Kursverlauf. In dieser Zone von 75 EUR suche ich nach weiteren Einstiegsmöglichkeiten, um meine bestehenden Positionen auszubauen. Anschließend erwarte ich eine fortgesetzte Aufwärtsbewegung. Das erste Ziel notiert erneut bei 90,60 EUR, gefolgt von weiteren Allzeithochs. Sollte die Unterstützung bei 75 EUR durchbrochen werden, ist mit einem Ansteuern von 63 EUR zu rechnen. Hier befindet sich neben den lokalen Tiefs ebenfalls der GD200 (weekly, aktuell bei ca. 63,21 EUR).

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Chartanalyse Fresenius: Gelingt endlich der Turnaround?

Im schwachen Marktumfeld, in dem Konzerne ihre Prognosen aufgrund der nachlassenden Konjunktur senken müssen, sorgte der Medizinkonzern Fresenius (WKN: 578560) für eine Überraschung: die Ziele wurden für das Jahr 2019 sogar erhöht. Im vergangenen Quartal legten die Umsätze um acht Prozent auf ca. 8,8 Mrd. EUR zu. Der Gewinn beläuft sich auf 471 Mio. EUR und liegt leicht mit einem Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das Sorgenkind von Fresenius ist die Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care (FMC). Aufgrund von hohen Vergleichszahlen aus dem Vorjahreszeitraum ging der Gewinn bei der Tochter um fast 75 Prozent auf 254 Mio. EUR zurück. Verantwortlich für die Hohen Gewinne im Vorjahreszeitraum waren allerdings die Verkäufe im Bereich des Versorgungsmanagements. FMC hält grundsätzlich weiterhin an dem Jahresziel von einem Umsatzplus von ca. sieben Prozent fest. Um das künftige Wachstum von Fresenius zu sichern, werden rund 2,5 Mrd. EUR in den Ausbau des eigenen Geschäfts investiert.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich Fresenius weiterhin innerhalb eines mehrjährig intakten Abwärtstrends. Die jüngste Erholungsbewegung endete unmittelbar am Widerstandsbereich von ca. 53 EUR. Von hier aus bildete Fresenius einen untergeordneten Abwärtstrendkanal, welcher mittlerweile seit mehreren Monaten besteht. Solange sich die Aktie innerhalb dieses Kanals bewegt, ist mit weiter fallenden Kursen und weiteren Jahrestiefs zu rechnen. Die nächste massive Unterstützungszone im Big Picture erstreckt sich von 35,40 bis 38,80 EUR. Erst wenn der Breakout auf der Oberseite generiert wird, ist mit einem zweiten Anlauf des Widerstands bei ca. 53 EUR zu rechnen. In diesem Fall erwarte ich allerdings ebenfalls ein Ansteuern von ca. 60 EUR. Hier befindet sich die Unterkante des mehrjährigen Abwärtstrends sowie die lokalen Zwischentiefs aus 2017 und 2018. Aktuell sehe ich keinen Handlungsbedarf.

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Chartanalyse Allianz: wird es auch beim Versicherer ungemütlich?

Bislang galt er Versicherer Allianz (WKN: 840400) zum sicheren Hafen unter den DAX-Anlegern. Doch im Zuge der Veröffentlichung der Quartalszahlen könnte sich dies nun ändern. Zwar wurden hierbei die Erwartungen teilweise übertroffen, doch die Aktie reagierte mit einer deutlichen Abstrafung von rund fünf Prozent. An den Zielen für das Gesamtjahr wurden noch festgehalten. Hierbei soll ein Gewinn zwischen 11 und 12 Mrd. EUR generiert werden. Mehr als die Hälfte dieser Prognose (ca. 6,1 Mrd. EUR) wurde bereits im ersten Halbjahr erzielt. Insgesamt konnte das operative Ergebnis im abgelaufenen Quartal um fünf Prozent auf ca. 3,2 Mrd. EUR gesteigert werden. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf 33,2 Mrd. EUR zu.

Obwohl die Allianz starke Quartalszahlen vorlegte und die Aussichten bestätigte, reagierte die Aktie mit deutlichen Verlusten. Grundsätzlich stimmt mich dies skeptisch und signalisiert mir eine derzeit überkaufte Situation. Dies könnte im Grunde auch ein Zeichen für die Einleitung einer Korrekturbewegung sein. Ich erwarte für die nächsten Wochen und Monate die Bildung eines lokalen Hochs. Mein erstes Kursziel befindet sich im Unterstützungsbereich von ca. 195 EUR. Hier notiert aktuell das untere Bollinger Band sowie die lokalen Zwischenhochs aus dem Jahre 2018. Sollte dieser Unterstützungsbereich nicht nachhaltig verteidigt werden können, ist mit einer fortgeführten Abwärtsbewegung bis zur Zone von 175 EUR zu rechnen. Neben den lokalen Tiefs aus dem Jahre 2018 befindet sich in diesem Bereich ebenfalls der GD200 (weekly, aktuell bei ca. 173 EUR). Sollte die Allianz den zweiten Unterstützungsbereich ansteuern, werde ich voraussichtlich meine Position weiter ausbauen.

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