Abgasmanipulationen: Trifft es nach Volkswagen und Fiat Chrysler nun auch General Motors?

Liebe Trader,

in der letzten Woche ging es rund bei den US-Autoherstellern: Zunächst hatte Ford überraschend den CEO gewechselt. Kurz darauf erhoben US-Behörden Anklage gegen Fiat Chrysler. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, ähnlich wie Volkswagen, Abgaswerte manipuliert zu haben. Die Rede ist hierbei von 104.000 Diesel-Fahrzeugen. General Motors (GM) wurde bisher verschont, könnte man meinen, doch am Donnerstag wurde auch Anklage gegen GM erhoben. Der Autohersteller aus Detroit soll die Abgaswerte in 705.000 Diesel-Trucks manipuliert haben. Es gibt jedoch einen deutlichen Unterschied im Vergleich zur Klage gegen Fiat Chrysler: Während es Fiat Chrysler mit einer Klage der US Justiz zu tun hat, handelt es sich bei General Motors bisher nur um eine Sammelklage von betroffenen Fahrzeugbesitzern. Zusätzlich verfügt GM über Geldreserven mit denen das Unternehmen mögliche Strafzahlungen tätigen könnte. GM hat die Vorwürfe in einer Stellungnahme jedoch scharf zurückgewiesen und erwidert, dass sämtliche Autos den Abgasrichtlinien entsprechen.

General Motors leidet unter stagnierenden Umsätzen. Die Zukunftsaussichten sind daher sehr pessimistisch, was sich auch in der Bewertung des Unternehmens zeigt: General Motors ist mit einem KGV von 5,5 und einer Dividendenrendite von 4,6 % sehr günstig bewertet. Das sehen auch viele Wall-Street-Gurus so und sind daher stark in der Aktie engagiert: Warren Buffett ist aktuell über seine Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway mit $ 1,6 Mrd. investiert. Hedgefondmanager David Einhorn legt noch einen drauf: Sein Hedgefond Greenlight Capital besitzt GM-Anteile im Wert von $ 2,4 Mrd. und ist damit mit über einem Drittel des Gesamtdepots in GM investiert!

Ein Blick auf den Langfristchart zeigt, dass man mit GM-Aktien in den letzten Jahren kein Geld verdienen konnte. Die Aktie notiert mit $ 33 deutlich unter dem Allzeithoch von 2013 bei $ 42. Der Gewinn konnte seitdem jedoch leicht zulegen und so ergibt sich das extrem niedrige KGV von 5,5. Von der Anklage ließ sich der Aktienkurs bisher nicht beeindrucken und hielt sich relativ stabil. Zusätzlich gibt es charttechnische Unterstützungen im Bereich von $ 30. Sollte der Abgasskandal jedoch trotzdem GM treffen und zu einem Abverkauf in der Aktie führen, dann könnte GM erst recht ein wahres Value-Schnäppchen sein.

Verantwortlicher Redakteur: Thorsten Reich, Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte. Der Autor dieses Artikels besitzt derzeit Aktien von General Motors.

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Google bringt seinen Sprachassistenten auf das iPhone – Die Aktie nimmt die $1000-Marke ins Visier

Liebe Trader,

die intelligente Spracherkennung ist eines der wichtigsten Themen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Apple, Google, und Amazon liefern sich hier einen harten Wettbewerb um den besten Sprachassistenten. Amazon konnte mit Alexa in diesem Bereich im letzten Jahr punkten. Auf einer Entwicklerkonferenz hat Google nun angekündigt, seinen Sprachassistenten als App auf das iPhone zu bringen. Die App soll einen Großteil der Funktionen abdecken, die der Service auch auf Googles Geräten ermöglicht. Funktionen beinhalten die Bedienung von Gmail, Youtube, die Suche im Internet, und das Abspielen von Musik.

Alle vier Tech-Riesen (Apple, Google, Amazon, Microsoft) versuchen ihre Assistenten auf möglichst vielen Geräten verfügbar zu machen. Die Analyse der bei der Nutzung erhobenen Daten hilft dann dabei den Assistenten weiter zu verbessern. Es findet ein wahres Wettrennen um die beste künstliche Intelligenz statt. Googles Vorteil hierbei ist die Tatsache, dass es deutlich mehr Android-Geräte, als Geräte auf iOS-Basis gibt. Dadurch verfügt Google über größere Datenmengen als Apple. Auf dem iPhone gibt es für den Google-Assistenten jedoch auch einige Handicaps: So muss man die App zunächst herunterladen, während Siri bereits installiert ist und kann den Assistenten nicht per Home Button oder durch Sprechen starten. Das macht die Nutzung komplizierter und eine einfache und schnelle Bedienung ist wichtig bei Sprachassistenten. Ein weiterer Makel ist, dass Google nicht auf iPhone-Funktionen und Einstellungen zugreifen kann. Dadurch können zum Beispiel keine Termine im Kalender erstellt werden.

Charttechnisch sieht es gut aus bei Google. Die Quartalszahlen Ende April konnten überzeugen und die Aktie konnte ihre Rallye daraufhin fortsetzen. Goldman Sachs hob das Kursziel im Anschluss auf $1100 und beließ die Aktie auf der renommierten ‚Conviction Buy List‘. Jefferies ist mit einem Kursziel von $1200 sogar noch optimistischer. Google dürfte sich mit Amazon nun ein Rennen liefern, welche Aktie zuerst $1000 Wert ist. Beiden Aktien fehlen hierzu lediglich rund 5 %.

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Übernahmespekulationen bei Zooplus – Kepler sieht Kurspotenzial von über 150 %

Liebe Trader,
Zooplus betreibt eine Internet-Handelsplattform für Haustierbedarf und macht damit den traditionellen Anbietern wie Fressnapf und Pets at Home Konkurrenz. Ähnlich wie die klassischen Einzelhändler, leiden auch die Anbieter von Haustierbedarf unter dem anhaltenden E-Commerce Trend. Daher wird in der Branche bereits seit längerem über eine mögliche Übernahme von Zooplus spekuliert. Als Übernahmekandidat käme unter anderem Fressnapf in Frage. Fressnapf ist Europas größte Fachhandelskette für Tiernahrung. Mit einer Übernahme von Zooplus hätte man direkt eine starke Position im zukunftsträchtigen Online-Markt.

Während die Analysten der Commerzbank die Aktie heute auf ‚Hold‘ abgestuft haben und Gewinnmitnahmen vorschlagen, ist Kepler Cheuvreux deutlich optimistischer: Analyst Nikolas Mauder hob das Kursziel von 191 € auf 207 € an. Aufgrund der Probleme des Konkurrenten Pets at Home werde eine Übernahme von Zooplus immer wahrscheinlicher. In diesem Fall traut Mauder der Aktie noch einiges an Potenzial zu: Sollte Zooplus zu ähnlichen Konditionen wie bei vergleichbaren Übernahmen in den USA gekauft werden, so sei ein Wert von 485 € pro Aktie realistisch.

News-Trader sollten einen Blick auf den Chart werfen: Die Aktie bildete am 20.04. direkt am 52-Wochenhoch einen Pivotal News Point aus, als positive Eckdaten für das erste Quartal bekannt gegeben wurden. Daraufhin stieg die Aktie in der Spitze um 35 %, ohne dabei große Rücksetzer zu tätigen. Heute kam die Aktie zu Handelsbeginn deutlich unter Druck. Wie an der heutigen Tageskerze zu erkennen ist, startete die Aktie mit einem Down-Gap von über 3 % in den Handel. Nach einer kurzen Ausweitung der Verluste auf 6 % startete dann der Rebound und die Aktie konnte den Großteil der Tagesverluste wieder gut machen. Aufgrund der Übernahmespekulationen bleibt Zooplus ein heißer Titel.

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News-Trading bei Infineon – Ausbruch auf neues 10-Jahreshoch

Liebe Leser,

als Trader der Livermore-Schule nehme ich keine Ereignisse vorweg, sondern reagiere auf diese. Jesse Livermore nannte markante Ereignisse, welche ein Neubewertungspotenzial bilden Pivotal Points. Diese sind am aussagekräftigsten, wenn sie mit einem Ausbruch aus einer Chart-Formation einhergehen. Genau dies war am Montag bei Infineon (i) der Fall.

Anfang Mai reagierte die Aktie zunächst mit Kursabschlägen auf die veröffentlichten Quartalszahlen. Gestützt von Kurszielen im Bereich von 20 – 23 € konnte die Aktie jedoch wieder in die Nähe des 10-Jahreshochs steigen. Am Montagmorgen lief dann die Nachricht über den Ticker, dass die Investmentbank Goldman Sachs die Aktie von ‚Neutral‘ auf ‚Buy‘ gestuft und das Kursziel von 19 € auf 22 € gehoben hat. Den Analysen von Goldman Sachs wird am Markt viel Beachtung geschenkt. Bei Kurszielen die deutlich über dem aktuellen Kurs liegen, lohnt es sich daher genau hinzuschauen. Das Kursziel von 22 € bedeutete einen Aufschlag von rund 15 % zum damaligen Kurs. Verbunden mit dem Ausbruch auf ein neues 10-Jahreshoch bot sich hier ein ausgezeichnetes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) für einen News-Trade. Die Aktie erklomm bereits vorbörslich das neue Hoch und konnte auf Xetra daraufhin über den Tag verteilt weitere 1,5 % zulegen.

Infineon zeigt sich nach einem starken 2016 auch dieses Jahr wieder freundlich und konnte seit Jahresbeginn bereits 18 % zulegen. Goldman Sachs Analyst Alexander Duval hält das Wachstumspotenzial des Unternehmens aufgrund der momentanen Konsolidierung der Halbleiter-Branche für unterschätzt. Zusätzlich weist er auf Übernahmeaktivitäten in der Branche hin, welche den Aktienkurs zusätzlich beflügeln könnten.

Hinweis: Der Autors dieses Artikels hält aktuell Aktien von Infineon.

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Paukenschlag: United Internet übernimmt Drillisch – Beide Aktien haussieren

Liebe Trader,

es wurde bereits seit längerem darüber spekuliert. Nun ist es amtlich: United Internet (i) übernimmt Drillisch und bildet dadurch eine vierte Kraft am Telekommunikationsmarkt, hinter der Deutschen Telekom, Vodafone, und Telefónica Deutschland. United Internet bietet Drillisch-Aktionären hierfür eine Barabfindung in Höhe von 50 € pro Aktie. Man plane jedoch nicht die 100-prozentige Übernahme von Drillisch und somit soll das Unternehmen weiter an der Börse gehandelt werden, so Vorstandschef Dommermuth. Auch strebe man keine Gewinnabführung an, sondern möchte am Gewinn von Drillisch über die Dividende beteiligt sein. Zu Drillisch gehören unter anderem die Mobilfunkanbieter Simply und smartmobil.de. United Internet ist eines der wenigen Internet-Übernehmen aus Deutschland, die den Neuen-Markt überlebt haben. Das Qualitätsunternehmen verfügt über starke Marken wie 1&1, Web.de, und GMX. Der Internetanbieter 1&1 soll nun in die Drillisch AG eingebracht werden. Allein dadurch erhöht sich der Anteil von United Internet an Drillisch von 20 % auf über 70 %. Darüber hinaus muss United Internet jedoch zusätzlich einen Kredit von 2,5 Mrd. Euro stemmen, so Dommermuth. Aus dem Zusammenschluss verspricht man sich Synergieeffekte in Höhe von 250 Mio. Euro im Jahr.

Von dem Zusammenschluss der zwei Telekommunikationsanbieter profitiert heute die gesamte Branche. Freenet, Telefónica Deutschland und die Deutsche Telekom legen aktuell um 4 – 5 % zu. Marktexperten sehen vor allem Billig-Konkurrenten wie Freenet und Telefónica Deutschland als Profiteure. Aufgrund des Zusammenschlusses könnte der Wettbewerb in diesem stark umkämpften Segment abnehmen. Daher müssen auch die Kartellbehörden dem Deal noch zustimmen.

Die Anteilsscheine von Drillisch können aktuell um 11 % zulegen und liegen mit 54 € momentan deutlich über dem Übernahmepreis. Die Aktie von United Internet steigt aktuell um stolze 14 %. Zum Allzeithoch von Ende 2015 fehlen der Aktie nun noch rund 7 %.

Verantwortlicher Redakteur: Thorsten Reich, Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte. Der Autor dieses Artikels besitzt derzeit Aktien von United Internet.

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Evotec steigt um 8 % nach den Quartalszahlen – Über 200 % Performance in den letzten 12 Monaten – Wie weit kann die Aktie noch laufen?

Liebe Trader,
am Morgen des 10.03. um 7:01 Uhr bekam ich über die TraderFox PRO-App folgende Meldung: Berenberg startete die Bewertung von Evotec (i) mit einem Kursziel von 9,50 €. Dieses bedeutete einen Aufschlag von über 20 % zum damaligen Kurs. Aufgrund des starken Kurs-Potenzials, gepaart mit einem wundervoll bullischen Chart, entschied ich mich direkt vorbörslich zum Einstieg bei 7,84 €. Die Aktie stieg an diesem Tag um stolze 7 %. Die nächsten 2 Wochen korrigierte die Aktie leicht. Der Pivotal News Point (PNP) bei 7,80 € wurde angetestet. Am 28.03. veröffentlichte Evotec den Geschäftsbericht für das Jahr 2016. Die Q4-Zahlen waren besser als erwartet und der Ausblick übertraf die bisherigen Konsensschätzungen. Es entstand ein weiterer PNP. Angefeuert von einem Forschungserfolg am 05.04. stieg die Aktie kontinuierlich unter geringen Schwankungen weiter und weiter.

Am Mittwoch wurden dann die Zahlen für das erste Quartal vorgelegt: Sowohl beim Umsatz mit 50,2 Mio. € (Progn. 47,05), als auch beim bereinigten Gewinn mit 13,2 Mio. € (Progn. 11,15) konnte man die Erwartungen deutlich übertreffen. Der positive Ausblick wurde bestätigt. Interessanterweise wiederholte sich der Aktienkursverlauf von den Q1-Zahlen: Die Aktie startete mit einem deutlichen Plus in den Handel (5 %), um dann den Gewinn zunächst fast vollständig abzugeben. Daraufhin folgte jedoch eine Kursrallye und die Aktie schloss mit rund 8 % Gewinn.

Ich eröffnete den Trade vor genau 2 Monaten und bin nun über 60 % im Plus. Mein mit Abstand bester Trade in diesem Jahr. Mit einem KUVe 2017 von knapp 10 ist die Aktie mehr als sportlich bewertet. Als Investment käme sie für mich daher nicht in Frage. Als Trader hingegen stelle ich fest, dass die Aktie soeben einen weiteren Pivotal News Point gebildet hat. Sofern dieser die nächsten Tage verteidigt wird bleibe ich somit bullisch für die Aktie. Die hohe Bewertung ist kein Grund, wieso die Aktie kurzfristig nicht weiter steigen sollte. „Don’t fight the tape“ – ganz in der Tradition des legendären Jesse Livermores.

Beste Grüße
Thorsten Reich
Hinweis: Wie im Artikel bereits erwähnt halte ich Positionen bei Evotec.

Dialog Semiconductor mit Q1-Zahlen – Wie geht es weiter?

Liebe Trader,

erinnern Sie sich noch an den 11. April dieses Jahres? Aufgrund einer Verkaufsempfehlung des Bankhauses Lampe, startete die Aktie von Dialog Semiconductor mit einem deutlichen Down-Gap in den Handel. Gerüchte machten sich breit, dass Apple Chips von Dialog durch eine eigene Produktion ersetzen möchte. Die große Abhängigkeit von Apple ist seit Jahren ein großes Thema bei Dialog. Das Unternehmen macht rund 75 % seines Umsatzes mit Apple-Zulieferungen. Entsprechend fatal wäre ein Rückzug von Apple. Diese Angst sorgte dann zur Börseneröffnung für extreme Panikverkäufe. Die Aktie verlor in der Spitze 35 % in nur einer Handelsstunde. Doch genauso schnell erholte sich die Aktie dann auch wieder. Erste Analysten bezeichneten den Verkauf als übertrieben und Dialog ließ verkünden, dass sich die Beziehungen zu Apple nicht geändert haben. Dennoch schloss die Aktie mit rund 14 % Verlust zum Vortag. Seitdem konnte sie sich nur leicht erholen.

Da die Aktie immer noch deutlich unter dem Niveau vor dem Panik-Tag notierte, erwartete ich am Dienstag mit Spannung die Veröffentlichung der Quartalszahlen. Ich vertrat die These, dass die Aktie zum alten Niveau zurückkehren sollte, sofern die Zahlen die Erwartungen übertreffen würden. Die Quartalszahlen lagen jedoch im Bereich der Erwartungen und so hielt ich die Füße still. Ich behalte die Aktie jedoch auf der Watchlist, um bei positiven Nachrichten den Ausbruch aus der flachen Basis zu traden.

Die Analystenmeinungen sind sehr bullisch bei Dialog. Sie liegen im Bereich zwischen 47€ und 60€. Heute hob auch Oddo Seydler das Ziel von 38 auf 50 Euro an. Die Aktie reagierte daraufhin zunächst freundlich und setzte zum Breakout an, kehrte dann jedoch wieder in die Basis zurück. Ich platziere mir einen Alarm im Bereich des Tageshochs, um bei einem weiteren Ausbruch informiert zu werden.

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Lufthansa zeigt offen Interesse an Übernahme von Air Berlin

Liebe Trader,
heute findet die Hauptversammlung von Lufthansa statt. Bereits heute Morgen sorgte Vorstand Carsten Spohr mit seinen Aussagen für einen Anstieg der Aktie um fast 2 % in nur 2 Minuten. Ungewöhnlich deutlich und optimistisch sprach er von einer Übernahme Air Berlins durch Lufthansa. Zuerst müsse Abu Dhabi allerdings die Schuldenproblematik lösen. Etihad, die nationale Fluggesellschaft von Abu Dhabi, hatte sich bereits 2011 mit 29 % an der angeschlagenen Air Berlin beteiligt. Sie ist damit nicht nur der größte Aktionär, sondern auch der größte Gläubiger von Air Berlin. Die kartellrechtlichen Probleme der Übernahme hält Spohr für lösbar. Er verwies dabei auf andere, bereits vollzogene Übernahmen in Europa.

Lufthansa hat bereits 38 Jets von Air Berlin geliehen. Die Berliner wollen nun eine GmbH bilden, in welche diese verliehenen Jets dann ausgegliedert werden könnten. Die dann verbleibende Air Berlin mit weiteren 75 Jets könnte Lufthansa dann komplett in die Billigtochter Eurowings integrieren. Diese ist bereits jetzt der Wachstumstreiber des Konzerns, auch wenn sie bisher noch Verluste abwirft. 2018 soll Eurowings dann erstmals Gewinne ausweisen. Auch beim Streit mit dem Flughafenbetreiber Fraport konnte Spohr positives berichten. Nachdem Fraport Ryanair am Frankfurter Flughafen Rabatte geboten hatte, drohe Lufthansa mit Konsequenzen. Nun hat man sich mit Fraport auf einen 3-Jahresdeal geeinigt, bei dem Lufthansa vergleichbare Gebührennachlässe wie Ryanair bekommt.

Lufthansa konnte den jahrelangen Abwärtstrend am 20.10.16 mit einer Anhebung der Gewinnprognose beenden. Dieser Tag bildete unter hohem Volumen einen Pivotal News Point, der die Trendwende einläutete. Die Aktie konnte seither um stolze 50 % zulegen. Trotz der Rallye ist Lufthansa nach wie vor günstig bewertet. Mit einem KGV von 4 und einem KUV von 0,25 gehört sie gemessen an diesen Kennzahlen zu den günstigsten Aktien am deutschen Markt.

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Rheinmetall profitiert von der Trump-Rallye – Starke Q1-Zahlen

Liebe Trader,
seit dem Amtsantritt von Donald Trump ist die Aufrüstung der NATO-Staaten ein großes Thema in den Medien. Trump besteht darauf, dass die NATO-Staaten eine Vereinbarung von 2014 einhalten. Diese sieht vor, dass sämtliche NATO-Staaten bis 2024 2 % ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigungsausgaben aufwenden. Während dieser Wert bei den USA mit ihrem enormen Militärarsenal bei ganzen 3,4 % liegt, kommt Deutschland lediglich auf 1,2 %. Deutschland müsste die jährlichen Verteidigungsausgaben bis 2024 somit um stolze 25 Milliarden Euro steigern, wenn es sich an die Vereinbarung halten will. Bei vielen anderen NATO-Staaten sieht es ähnlich aus. In Deutschland hat man auf die Kritik aus den USA bereits reagiert. So sollen in einem ersten Schritt die aktiven Soldaten von 178.000 auf 200.000 aufgestockt werden. Politisch ist die Steigerung der Rüstungsausgaben jedoch nicht unumstritten. So äußerte sich Sigmar Gabriel kritisch zur Anhebung des Verteidigungsetats.

Rheinmetall liegt bei Gewinn und Umsatz im ersten Quartal deutlich über den Erwartungen. Der bereinigte Gewinn liegt mit 50 Mio. Euro 16 % über den Schätzungen der Analysten. Die Jahresprognosen wurden bestätigt. Der Analyst Gordon Schönell vom Bankhaus Lampe wertet diese als vorsichtig, da Rheinmetall bei seiner Autosparte im zweiten Halbjahr lediglich mit stabilen Absatzzahlen rechne. Erstaunlich bei all der Rüstungs-Euphorie ist die Tatsache, dass Rheinmetall im operativen Rüstungsgeschäft nach wie vor Verluste macht, wobei diese im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert wurden.

Rheinmetall ist einer der Top-Profiteure der sogenannten „Trump-Rallye“. Seit der US-Wahl konnte die Aktie um über 30 % zulegen und dabei auch über das vorherige Allzeithoch von 2007 steigen. Die erfreulichen Quartalszahlen beflügeln die Aktie heute und diese konnte mit einem Plus von rund 2,5 % die Konsolidierung der letzten Tage beenden.

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Aurelius: Alles über die Short-Attacke und wieso man die Aktie als News-Trader auf der Watchlist haben muss

Liebe Trader,
über ein Monat ist nun seit der Shortattacke auf Aurelius vergangen. In diesem Artikel möchte ich die bisherigen Vorkommnisse bezüglich der Hedgefond-Attacke auf die Aurelius AG zusammenfassen und als Trader interpretieren.

28.03.: Der Leerverkäufer Gotham City Research LLC veröffentlicht einen Bericht, wonach die meisten Beteiligungen von Aurelius wertlos sein sollen. Den fairen Wert der Aurelius-Aktie sieht Gotham City bei unter 10€. Der Bericht löst eine Massenpanik aus. Die Aktie fällt in nur 2 Tagen um knapp 50 % von 65€ auf 35€. Weder die Aufstockung der Aktienrückkäufe am 28.03, noch der Geschäftsbericht am Tag danach können den Ausverkauf stoppen.

30.03.: Der Aktienkurs erholt sich. Die Analysten bestätigen ihre Kursziele im Bereich 75 – 82€. Gotham City hat seine Short-Position fast komplett eingedeckt und realisiert damit einen Millionengewinn. Die Aktie haussiert daraufhin und schließt den Tag 20 % über dem Schlusskurs des Vortages.

05.04.: Gotham City attackiert Aurelius erneut. In einem Bericht wird nun die Existenz der schwedischen Tochter von Aurelius angezweifelt. Die Aktie fällt kurzzeitig, kann sich jedoch wieder erholen.
Danach gibt es zunächst keine großen Neuigkeiten. Die Aktie läuft einige Wochen seitwärts.

25.04.: Aurelius verkauft erfolgreich den Kompressoren-Hersteller SECOP. Man konnte das investierte Kapital um das 11-fache steigern. Die Dividende wird aufgrund des positiven Ergebniseffektes von rund 100 Mio. Euro deshalb auf 4€ erhöht. Daraus ergibt sich eine Dividendenrendite von rund 10 %. Die Aktie startet daraufhin mit einem starken Up-Gap in den Handel. Die ganz große Erholung bleibt jedoch aus. Daran ändern auch die außerbörslichen millionenschweren Insiderkäufe der Vorstände nichts.

27.04.: Gotham City zweifelt in einem neuen Bericht an, dass CEO Dr. Dirk Markus einen PHD an der Harvard University gemacht hat. Die Aktie fällt erneut, aber lediglich um rund 4 %.

28.04.: Der Aufsichtsratsvorsitzende Dirk Roesing kauft Aktien im Wert von rund 1,5 Mio. Euro über Xetra.

02.05.: Aurelius veröffentlicht gute Quartalszahlen. Das Ergebnis konnte deutlich gesteigert werden. Die Aktie eröffnet mit einem Up-Gap und geht nach einem volatilen Tag fast unverändert aus dem Handel.

Die Insiderkäufe der Vorstände sind kritisch zu bewerten, da sie außerbörslich getätigt worden sind und somit nicht genau klar ist, woher die Aktien stammen. Über solche OTC-Geschäfte kann man Aktien unter Umständen auch einfach hin und her schieben. Die Insiderkäufe des Aufsichtsratsvorsitzenden erfolgten hingegen über Xetra und sind daher positiv zu werten. Das einzige was etwas stört ist die Tatsache, dass die Insiderkäufe sehr aufeinander abgestimmt wirken, um bewusst den Aktienkurs zu stabilisieren.

Als Trader werde ich mir nicht die Arbeit machen um mir eine eigene Meinung bezüglich der Beteiligungen von Aurelius zu bilden. Für ein Investment wäre dies jedoch unabdinglich. Gotham City hat in der Vergangenheit bereits erfolgreich Betrüge aufgedeckt und daher rührt ein Stück weit auch die Panik. Es gab allerdings auch Fälle, bei denen die Anschuldigungen keinen Bestand hatten und die Aktien sich nach einem kurzen Abverkauf wieder erholt haben.

Mit kurzen News-Trades konnte man im letzten Monat bei Aurelius bereits einige Prozente Gewinn machen. Sollten sich die Anschuldigungen von Gotham City als falsch herausstellen, hat die Aktie ein Potenzial von 40 %, bis das Niveau vor der Shortattacke wieder erreicht wurde. Ich liege daher bei der Aktie weiter auf der Lauer, um bei positiven News kurzfristige Trades einzugehen.

Im TraderFox Chat berichte ich in der Premium-Gruppe „News-Trading mit dem dpa-AFX ProFeed“ über meine eigenen News-Trades und kommentiere generell bedeutsame Neuigkeiten aus dem dpa-Ticker.

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